Dryflex Cable von Hexpol - Kunststoff-Compound für robuste Leitungen
02.07.2026 - 12:12:25 | ad-hoc-news.deVerantwortlich: Nora Steinfeld, ad hoc news Fachredaktion Software & Services. Geprueft am 02.07.2026, 12:11 Uhr. Details im Impressum.
Dryflex Cable liegt als Probekabel auf dem Schreibtisch, die Oberfläche wirkt leicht matt und fühlt sich mit der Fingerkuppe trocken, aber biegsam an. Das Compound aus der Dryflex Cable Reihe von Hexpol zeigt, wie nah Materialentwicklung inzwischen an der Praxis gebaut ist. Produktmanager Mikael Andersson erklärt, dass jede Rezeptur am Ende an echten Kabeln im Labor getestet wird.
Halogenfreie Compounds für Kabel
Dryflex Cable ist eine Produktfamilie halogenfreier, flammwidriger Thermoplast-Compounds, die für Strom- und Datenkabel entwickelt wurden. Die Reihe umfasst unterschiedliche Typen mit variierenden Härtegraden, Dichtewerten und Flammschutzeigenschaften, je nach Norm und Einsatzgebiet. Auf der offiziellen Produktübersicht von Hexpol für Dryflex Cable werden etwa Anwendungen wie Energieversorgung, Steuerleitungen und Installationskabel genannt.
Die Compounds sind als halogenfrei klassifiziert und zielen laut Hersteller auf eine niedrige Rauchentwicklung und geringe korrosive Emissionen im Brandfall ab. Das ist vor allem für Kabel in Gebäuden, öffentlichen Infrastrukturen oder industriellen Anlagen relevant, in denen Brandschutzauflagen streng geregelt sind. Hexpol betont die Möglichkeit, Dryflex Cable so zu formulieren, dass gängige Normen wie beispielsweise IEC 60332 oder ähnliche Kabelbrandstandards erfüllt werden können.
Rezepturanpassung für Kundenprojekte
Mit Dryflex Cable adressiert Hexpol vor allem Kabelhersteller, die ihre Isolierungen oder Mantelmaterialien auf TPE-Basis statt klassischer PVC-Systeme auslegen wollen. Im Vordergrund stehen dabei kundenspezifische Anforderungen, etwa definierte Shore-Härte, Schlagzähigkeit bei niedrigen Temperaturen oder die Kompatibilität mit bestimmten Leiterbeschichtungen. In einem technischen Infoblatt zu Dryflex halogenfreien Compounds beschreibt Hexpol, wie Additivpakete variiert werden, um mechanische und elektrische Eigenschaften in engen Toleranzen zu treffen.
Produktmanager Andersson schildert, dass viele Entwicklungsprojekte damit beginnen, Proben in kleinen Extrusionsläufen herzustellen und diese dann im Kabelaufbau zu testen. Die Haptik des fertigen Mantels, die Biegsamkeit bei wiederholtem Wickeln und das Verhalten in der Zugprüfung entscheiden darüber, ob ein Compound in Serie geht. Für Kunden sind solche Iterationsschleifen wichtig, weil Kabel oft über Jahre im Einsatz bleiben und Materialfehler teuer werden können.
Dryflex Cable als Teil des Hexpol Portfolios verstehen
Wer sich tiefer mit den Kabelcompounds und der Rolle dieser Sparte im Geschäftsmodell von Hexpol befassen möchte, findet hier weiterführende Markt- und Unternehmensinformationen.
Technische Kennzahlen und Normenbezug
Die technischen Kennzahlen von Dryflex Cable variieren je nach Typ, lassen sich aber grob in Bereiche einordnen, die für Kabelanwendungen typisch sind. Laut Hersteller können Shore-A-Härten im Bereich von etwa 70 bis 90 eingestellt werden, während Dichte und Zugfestigkeit je nach Formulierung angepasst werden. Dazu gehören auch Optionen für erhöhte Abriebfestigkeit und Beständigkeit gegen Öle oder andere Medien, wenn Kabel in raueren Industrieumgebungen verlegt werden.
Normseitig zielt Dryflex Cable vor allem auf Anwendungen, in denen halogenfreier Flammschutz wichtig ist. Dazu zählen Low-Smoke-Zertifizierungen und Prüfungen nach gängigen internationalen Kabelnormen. In einer Broschüre zu halogenfreien Dryflex Compounds führt Hexpol aus, dass die Materialrezepturen so angepasst werden, dass Anforderungen an Rauchdichte, toxische Gasentwicklung und Brennbarkeit erfüllt werden können, ohne die Verarbeitbarkeit im Extrusionsprozess zu verlieren.
Herstellung, Verarbeitung und Lieferform
Produziert werden Dryflex Cable Compounds in Form von Granulat, das sich in gängigen Extrusionslinien für Kabelverarbeitung einsetzen lässt. Hexpol verweist darauf, dass die Produktreihe als Thermoplast-Elastomer konzipiert ist, was sowohl eine gewisse Elastizität als auch thermische Verarbeitbarkeit mit sich bringt. In der praktischen Verarbeitung bedeutet das für Kabelwerke, dass sie mit definierten Temperaturprofilen fahren können, um Mantel oder Isolierung homogen auf den Leiter aufzubringen.
Die Lieferformen richten sich nach den üblichen Anforderungen der Kabelindustrie. Üblich sind Big Bags, Säcke oder Silos, je nach Abnahmemenge und Logistik. Produktmanager Andersson beschreibt, dass Hexpol für große Kunden auch eine abgestufte Freigabeorganisation nutzt: Erst wenn Produktionschargen die definierten Qualitätsprüfungen bestehen, werden sie für Serienlieferungen freigegeben. So will man sicherstellen, dass Kabelhersteller ihre Linien ohne häufige Umstellungen fahren können.
Kabel-Use-Cases im Industrie- und Infrastrukturbereich
Dryflex Cable zielt in der Praxis vor allem auf Kabel für Energieverteilung, Gebäudetechnik und Steuerleitungen. Hexpol nennt in seinen Anwendungsbeispielen etwa Energie- und Installationskabel für Gebäude, aber auch Leitungen für industrielle Automatisierung und Steuerung.
Ein konkreter Use-Case ist die Verlegung von Kabeln in Bereichen mit hohen Personenaufkommen, etwa in Bürogebäuden oder öffentlichen Einrichtungen. Hier sind halogenfreie, flammwidrige Materialien aufgrund von Brandschutzvorschriften häufig vorgeschrieben. In solchen Szenarien soll Dryflex Cable dazu beitragen, dass Kabel im Brandfall weniger korrosive Gase freisetzen und die Rauchentwicklung begrenzt bleibt, um Fluchtwege länger nutzbar zu halten.
Marktrolle im Hexpol Portfolio und Anlegerbezug
Im Gesamtportfolio von Hexpol gehört Dryflex Cable zur Gruppe der TPE-Compounds, mit denen das Unternehmen verschiedene Endmärkte adressiert. Die Kabelsparte ist zwar kein einzelner Großumsatzblock wie etwa Automobil oder Bau, trägt aber über viele spezialisierte Anwendungen zur Breite des Geschäfts bei. In Präsentationen zum Geschäftsmodell zeigt Hexpol die Diversifikation über Industrien wie Kabel, Automotive, Konsumgüter und Medizintechnik, wobei TPE-Lösungen wie Dryflex in mehreren dieser Bereiche eingesetzt werden.
Für Anleger der Hexpol Aktie kann die Kabelsparte als stabiler, technisch ausgerichteter Umsatzträger gelten, der von langfristigen Trends wie Elektrifizierung und Infrastrukturmodernisierung profitiert. Die Hexpol Aktie ist an der Nasdaq Stockholm gelistet, der Kurs wird in schwedischen Kronen gehandelt.
Faktencheck Dryflex Cable
- Produkt: Dryflex Cable
- Hersteller: Hexpol AB
- Kategorie: Software/Service/Abo (Material- und Compound-Service)
- Markteinfuehrung: Nach 2010, laufend weiterentwickelte Produktfamilie
- UVP / Preis: Projektabhängige Industriepreise je Tonne (Schwedische Kronen)
- Verfuegbarkeit: Über Hexpol Compounding Standorte in Europa und weltweit
- Zielgruppe: Kabelhersteller, Energie- und Gebäudetechnik, industrielle Automatisierung
- Besonderheit / USP: Halogenfreie, flammwidrige TPE-Compounds, an anwendungsspezifische Kabelnormen anpassbar
Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Produktinformationen ohne Gewaehr; Preise und Verfuegbarkeit koennen sich kurzfristig aendern. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Boersengeschaefte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.
