Delivery Hero Aktie: Uber prüft Komplettübernahme
23.05.2026 - 01:43:10 | boerse-global.deDer Berliner Lieferdienst Delivery Hero steht vor einer wegweisenden Woche. Auslöser ist ein Medienbericht, wonach der US-Fahrdienst-Konzern Uber eine vollständige Übernahme prüft. Die Aktie reagierte prompt: Mit einem Kurs von 35,50 Euro kletterte sie auf ein neues 52-Wochen-Hoch – ein Plus von 7,28 Prozent an einem Tag.
Seit dem Jahrestief im März bei 14,99 Euro hat sich der Wert damit mehr als verdoppelt. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 20,23 Euro, der 200-Tage-Durchschnitt bei 21,75 Euro. Die Aktie notiert gut 63 Prozent über dieser Marke. Der RSI von 27,9 deutet indes auf eine überverkaufte Lage hin – trotz der Rallye.
Uber baut Position massiv aus
Laut Bloomberg prüft Uber derzeit die Möglichkeit einer Komplettübernahme. Das Timing ist auffällig: Erst kürzlich hatte Uber seine Beteiligung deutlich erhöht und hält nun 19,5 Prozent direkt. Hinzu kommen Optionen auf weitere 5,6 Prozent. Insgesamt sind Uber damit 25,1 Prozent der Stimmrechte zuzurechnen.
Gleichzeitig erklärte Uber offiziell, derzeit keine Absicht zu haben, die 30-Prozent-Schwelle zu überschreiten. Auch eine Einflussnahme auf die Besetzung von Aufsichtsorganen über die normale Stimmrechtsausübung hinaus werde nicht angestrebt.
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Marktbeobachter werten den Schritt dennoch als mögliches Vorstadium eines vollständigen Zusammenschlusses. Der Aufbau einer strategischen Beteiligung, die knapp unter der Kontrollschwelle liegt, ist in der M&A-Praxis ein bekanntes Muster.
Indes passte auch Morgan Stanley seine Position an. Der Gesamtanteil des Finanzdienstleisters liegt nun bei 14,38 Prozent – davon 11,36 Prozent direkte Stimmrechte und 3,02 Prozent über Finanzinstrumente.
CEO-Wechsel und Portfolio-Verkauf
Die Übernahmespekulation trifft auf ein Unternehmen im Umbruch. Mitte Mai gab Mitgründer Niklas Östberg bekannt, sein Amt als CEO spätestens im ersten Quartal 2027 niederzulegen. Der Aufsichtsrat will die Nachfolge bis Ende 2026 klären. Bis dahin bleibt Östberg im Amt und leitet die laufende strategische Überprüfung des Portfolios.
Dazu gehört der bereits eingeleitete Verkaufsprozess für die südkoreanische Tochter Baemin (Woowa Brothers). Parallel dazu fokussiert sich der Konzern verstärkt auf die "Everyday App"-Strategie und den Quick-Commerce-Bereich.
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Die UBS bestätigte zuletzt ihre Kaufempfehlung und verwies auf die Stabilisierung der Marktanteile in Kernmärkten wie Südkorea. Die Citigroup hob ihr Kursziel im Zuge der Portfolio-Verkäufe an – begründet mit einem "Summe-aller-Teile"-Ansatz.
Im Juni folgt die ordentliche Hauptversammlung, im August die Quartalszahlen für das zweite Quartal. Bis dahin dürfte vor allem eine Frage die Anleger beschäftigen: ob aus Ubers strategischer Beteiligung ein vollständiges Übernahmeangebot wird.
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