D-Wave, Quantum

D-Wave Quantum Aktie: 5,4 Millionen für SQFab-Projekt

29.05.2026 - 10:21:00 | boerse-global.de

D-Wave Quantum erhält Pentagon-Förderung für supraleitende Qubits und bereitet sich auf den ersten Investor Day vor. Analysten sehen Kurspotenzial.

D-Wave Quantum Aktie: 5,4 Millionen für SQFab-Projekt - Foto: über boerse-global.de
D-Wave Quantum Aktie: 5,4 Millionen für SQFab-Projekt - Foto: über boerse-global.de

D-Wave Quantum bekommt Rückenwind aus dem US-Verteidigungsumfeld. Die Tochter Quantum Circuits erhält im zweiten Jahr Fördermittel für ein Projekt zu supraleitenden Qubits. Der Zeitpunkt ist auffällig: In wenigen Tagen stellt sich das Unternehmen erstmals mit einem Investor Day an der New York Stock Exchange vor.

Fördergeld für supraleitende Qubits

Im Mai 2026 erhielt Quantum Circuits die Anschlussfinanzierung für das SQFab-Projekt. Hinter dem Kürzel steht „Improved Materials for Superconducting Qubits with Scalable Fabrication“. Das Projekt bekommt 5,4 Millionen Dollar aus einer breiteren Förderrunde über 25,53 Millionen Dollar.

Die Mittel laufen über NORDTECH, einen regionalen Verbund aus Halbleiter-Forschung, Regierungslaboren, Rüstungsunternehmen, Hochschulen und Fertigungsorganisationen rund um den Bundesstaat New York. Über die Quanten- und Zukunftstechnologie-Tranchen von NORDTECH summiert sich die bisherige Förderung nun auf 55,43 Millionen Dollar.

SQFab zählt zu vier Programmen, die vom US-Verteidigungsministerium über NORDTECH ausgewählt wurden. Die Anschlussfinanzierung folgt auf erreichte Meilensteine bei Design, Fertigung und Charakterisierung von Quantenbauteilen.

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Technik mit hohem Anspruch

Das Ziel ist klar: D-Wave will an Bausteinen für skalierbare Quantenfehlerkorrektur arbeiten. Dafür braucht es bessere Materialien, neue Schaltkreise und präzisere Steuerung von Qubits.

Zum Paket gehören auch Verfahren für Packaging, Tests und skalierbare Nanofertigung. Der Schwerpunkt liegt auf supraleitenden Gate-Model-Systemen. Das ist wichtig, weil D-Wave neben Quantum Annealing auch diese Plattform ausbaut.

Die Projektgruppe führt NY Creates an. In der Kernsteuerung sitzen unter anderem Cornell University, Rensselaer Polytechnic Institute und IBM. Mehr als 20 Organisationen wirken mit, darunter Forscher von Princeton, NYU und dem Air Force Research Lab.

Investor Day rückt näher

Am 1. Juni 2026 hält D-Wave seinen ersten Investor Day ab. Das Motto lautet „The D-Wave Difference“, der Ort ist die New York Stock Exchange. Eine Online-Übertragung ist ebenfalls geplant.

D-Wave will dort seine Technologie, die Produktplanung und die kommerzielle Dynamik erklären. Auf der Agenda stehen auch die Doppelstrategie aus Annealing und Gate-Model-Systemen, die Akquisition von Quantum Circuits sowie die Rolle von Quantencomputing bei energieeffizienter KI.

Die Veranstaltung kommt in einer sensiblen Phase. D-Wave muss nicht nur technische Fortschritte zeigen, sondern auch den Weg zu dauerhaftem Wachstum und Profitabilität greifbarer machen.

Aktie bleibt extrem beweglich

Am 28. Mai 2026 notierte die Aktie bei 29,15 Dollar. Die Handelsspanne der vergangenen 52 Wochen reicht von 12,75 bis 46,75 Dollar.

Der Kurs reagiert seit Wochen stark auf neue Impulse. Kein Wunder, dass das Handelsinteresse hoch bleibt.

Am 26. Mai wechselten 54,2 Millionen Aktien den Besitzer. Das lag rund 78 Prozent über dem üblichen Niveau. Der Vergleichswert der vergangenen drei Monate lag bei 30,4 Millionen Aktien.

Über drei Monate steht ein Kursplus von etwa 41,5 Prozent. Diese Stärke trifft aber auf offene Punkte. D-Wave steckt weiter in einer wissenschaftlichen Debatte über die Aussagekraft seiner Quanten-Demonstrationen.

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Das Unternehmen widerspricht Arbeiten des Flatiron Institute und weiterer Forscher. D-Wave argumentiert, diese Tensor-Netzwerk-Analysen würden nicht den vollen Umfang der eigenen Science-Veröffentlichung „Beyond-classical computation in quantum simulation“ abbilden. Vor allem die schwierigsten Problemfälle und Messungen seien nicht gelöst worden.

Analysten sehen Luft nach oben

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 35,17 Dollar. Die höchste Schätzung beträgt 45 Dollar. Dreizehn Analysten raten zum Kauf, Verkaufsempfehlungen gibt es nicht.

Operativ ist das Bild weniger glatt. Im ersten Quartal 2026 lag der Verlust je Aktie bei 0,05 Dollar und damit besser als die erwarteten 0,08 Dollar. Der Umsatz verfehlte dagegen die Erwartungen.

D-Wave erzielte 2,9 Millionen Dollar Erlös. Erwartet waren 4,14 Millionen Dollar. Die Liquidität ist mit 588,4 Millionen Dollar jedoch komfortabel.

Am 1. Juni muss D-Wave die technische Story mit einem belastbaren Kommerzialisierungsplan verbinden. Das neue Fördergeld stärkt die Glaubwürdigkeit im Regierungsumfeld. Der Umsatzrückstand im Quartal und die Debatte um die Science-Arbeit setzen die Messlatte hoch.

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