CrowdStrike, Aktiensplit

CrowdStrike: Aktiensplit im Verhältnis eins zu vier

02.07.2026 - 22:23:49 | boerse-global.de

CrowdStrike vollzieht Aktiensplit, senkt Einstiegshürden für Privatanleger. Insiderverkäufe und hohe Bewertung prägen das Bild.

CrowdStrike Aktie: Neuer Kurs nach 1:4-Aktiensplit
CrowdStrike - Abstrakte Darstellung eines digitalen Netzwerks mit blauen und grünen Lichtern, das Technologie und Marktanpassungen symbolisiert. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

CrowdStrike startet in eine neue Ära. Seit heute wird das Cybersecurity-Schwergewicht auf bereinigter Basis gehandelt. Der Grund ist ein umfassender Aktiensplit im Verhältnis von eins zu vier.

Anleger erhielten für jedes Papier drei zusätzliche Anteile. Damit hat sich die Anzahl der umlaufenden Aktien vervierfacht. Der Kurs der Aktie wurde am Mittwochabend bei rund 773 Dollar festgestellt. Mit Handelsbeginn am Donnerstag startete das Papier auf dem neuen Niveau.

Die erste Notierung lag bei etwa 193 Dollar. Die Marktkapitalisierung von knapp 200 Milliarden Dollar bleibt durch den Split unverändert. Allerdings sinken die Hürden für den Handel.

Erleichterter Einstieg für Kleinanleger

Die Zugänglichkeit für Privatanleger steigt massiv. Ein Standard-Paket von 100 Aktien kostete zuvor über 77.000 Dollar. Jetzt reichen dafür etwa 19.300 Dollar aus.

Das dürfte vor allem den Optionshandel beleben. Kleinere Kontraktgrößen machen die Aktie für eine breitere Basis attraktiv. Mehr Liquidität ist die logische Folge dieser Maßnahme.

Insider-Verkäufe und hohe Bewertung

Parallel zum Split meldete die Aufsicht Aktienverkäufe des Chefs. George Kurtz trennte sich Ende Juni von 5.012 Anteilen. Der Erlös summierte sich auf fast zwei Millionen Dollar.

Trotz des Verkaufs bleibt Kurtz massiv investiert. Er hält weiterhin über zwei Millionen Aktien direkt. Marktbeobachter werten die Transaktion als Teil eines langfristigen Plans.

Die Bewertung des Konzerns ist indes anspruchsvoll. Das Papier handelt zum 137-fachen der erwarteten Gewinne. Der Relative-Stärke-Index lag zuletzt bei 71,5 Punkten – ein technisches Signal für eine Überhitzung.

Starke Zahlen treffen auf geteilte Meinungen

Operativ liefert das Unternehmen weiterhin ab. Der Umsatz legte im ersten Quartal um 26 Prozent auf 1,39 Milliarden Dollar zu. Hinzu kam ein freier Cashflow von 468 Millionen Dollar.

An der Wall Street gehen die Meinungen dennoch weit auseinander. Wells Fargo hob das Kursziel auf umgerechnet 225 Dollar nach dem Split an. Bernstein bleibt mit einem Ziel von etwa 103 Dollar deutlich vorsichtiger.

CrowdStrike profitiert massiv vom Bedarf an KI-basierten Sicherheitslösungen. Die extremen Unterschiede bei den Analystenzielen zeigen jedoch die Unsicherheit über die künftige Wachstumsgeschwindigkeit. Anleger blicken nun auf die nächste Prognose für den jährlich wiederkehrenden Umsatz im Fiskaljahr 2027.

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