Corning Aktie: 7,27 Prozent Sturz nach vorsichtiger Q2-Guidance
18.05.2026 - 19:18:54 | boerse-global.deCorning ist nach einem kräftigen Lauf abrupt unter Druck geraten. Die Aktie verlor heute 7,27 Prozent auf 153,32 Euro und liegt damit auf Wochensicht 12,78 Prozent im Minus. Der Auslöser ist eine Mischung aus vorsichtiger Prognose, Bewertungsfragen und frischen Verkäufen aus dem Management.
Starker Auftakt, schwacher Ausblick
Eigentlich hatte Corning mit den Zahlen für das erste Quartal geliefert. Der Konzern übertraf die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn je Aktie. Der operative Umsatz kletterte um 18 Prozent auf 4,35 Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 30 Prozent auf 0,70 Dollar.
Der Markt blickt aber schon auf das zweite Quartal. Und dort bleibt Corning vorsichtig. Der Konzern stellt rund 4,6 Milliarden Dollar Kernumsatz in Aussicht. Das liegt unter den Erwartungen der Analysten. Beim Gewinn je Aktie peilt das Unternehmen 0,73 bis 0,77 Dollar an.
Hinzu kommen höhere Kosten. Corning rechnet im zweiten Quartal mit 30 Millionen Dollar zusätzlichen Aufwendungen. Grund sind eine längere Wartungspause und Modernisierungen in der Solar-Wafer-Fabrik. Dort soll auf ein dauerhaftes Stromsystem umgestellt werden. Das soll später die Produktion stützen.
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KI-Fantasie trifft Bewertung
Der Kursanstieg der vergangenen Monate hatte viel mit dem KI-Thema zu tun. Corning profitiert mit seinen optischen Komponenten vom Ausbau von Rechenzentren und Netzen. Das Geschäft mit optischer Verbindungstechnik legte im ersten Quartal um 36 Prozent zu. Parallel dazu schoss der Solarumsatz um 80 Prozent nach oben.
Genau diese Stärke hat den Blick auf die Bewertung geschärft. Die Aktie war zuletzt deutlich teurer als viele Branchenwerte. Nach dem starken Anstieg wirkt das für den Markt nun anfälliger. Der RSI von 81,3 zeigt zudem einen überhitzten Zustand an.
Dazu kam ein weiteres Signal, das Anleger oft ungern sehen: Insiderverkäufe. Zwischen dem 11. und 14. Mai trennten sich führende Manager von Aktien. Das muss nichts über die Geschäftslage aussagen, belastet die Stimmung aber oft trotzdem.
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Langfristig weiter ambitioniert
Trotz des Rückschlags bleibt die strategische Linie ehrgeizig. Corning will den Umsatz bis Ende 2026 auf eine annualisierte Laufrate von 20 Milliarden Dollar bringen. Bis Ende 2030 soll daraus eine Rate von 35 Milliarden Dollar werden. Außerdem arbeitet der Konzern mit NVIDIA an einer mehrjährigen Partnerschaft, um die US-Produktion für optische Konnektivität auszubauen.
Kurzfristig hat aber der vorsichtige Ausblick das Kommando übernommen. Die Aktie notiert noch immer 13,70 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt, aber der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 179,22 Euro ist auf 14,45 Prozent geschmolzen. Für den heutigen Handel zählt vor allem eins: Der Markt nimmt Corning weiter als KI-Gewinner wahr, verlangt dafür aber inzwischen deutlich mehr Beweise.
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