Celestica, Aktie

Celestica Aktie: Janney Montgomery Scott stockt auf

02.07.2026 - 18:38:53 | boerse-global.de

Celestica-Aktie fällt um 7,2 Prozent, während Janney Montgomery Scott seine Beteiligung erhöht. Analysten sehen Chancen im KI-Infrastruktur-Boom.

Celestica Aktie: Kursrutsch trotz Aufstockung durch institutionelle Anleger
Celestica - Abstrakte Darstellung des Elektronikfertigungssektors mit ineinandergreifenden Komponenten und aufsteigenden Lichtmustern, die Wachstum signalisieren. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein Tag zum Vergessen für Celestica-Aktionäre. Die Aktie des Technologie-Infrastruktur-Anbieters stürzte am Donnerstag um 7,24 Prozent auf 479,80 CAD ab. Das passt ins Bild der vergangenen Wochen: Auf Sicht von 30 Tagen summiert sich das Minus auf 26,50 Prozent.

Die Volatilität bleibt extrem. Mit 89,77 Prozent annualisierter 30-Tage-Schwankung ist Celestica derzeit kaum ein ruhiges Investment.

Sektorrotation trifft Tech-Werte

Der Hauptgrund für den Ausverkauf liegt nicht im Unternehmen selbst. An den nordamerikanischen Börsen zeichnet sich eine deutliche Sektorrotation ab. Anleger ziehen Kapital aus stark gelaufenen Technologie- und KI-Infrastruktur-Titeln ab. Der Nasdaq-100 geriet unter Druck, während der breitere S&P 500 stabil blieb.

Besonders betroffen: Halbleiter- und Hardware-Werte. Einige Komponenten verloren bis zu sechs Prozent am Tag. Selbst Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten wie Celestica sind gegen solche makroökonomischen Stimmungswechsel nicht immun.

Institutionelle Gegenbewegung

Interessant ist der Blick auf die aktuellen regulatorischen Einreichungen. Janney Montgomery Scott LLC hat sein Engagement bei Celestica um acht Prozent aufgestockt. Der Fonds hält nun 46.368 Aktien, bewertet mit rund 13,1 Millionen US-Dollar.

Solche Käufe sind oft ein Gegensignal zur kurzfristigen Laune der Privatanleger. Sie deuten darauf hin, dass langfristig orientierte Anleger weiter auf Celesticas Rolle im KI-Rechenzentrums-Boom setzen. Die jüngsten Quartalszahlen untermauern diese Zuversicht: Der Umsatz schnellte um 52,8 Prozent auf rund 4,05 Milliarden Dollar nach oben. Der bereinigte Gewinn je Aktie von 2,16 US-Dollar übertraf die Analystenerwartungen von 2,08 Dollar.

Technische Lage und Ausblick

Der RSI von Celestica liegt aktuell bei 44,1. Das ist noch nicht überschlagen, aber der Indikator nähert sich dem Bereich, den Techniker als überverkauft bezeichnen.

Das Management bleibt optimistisch. Für das Gesamtjahr 2026 hob der Vorstand die Umsatzprognose auf 19,0 Milliarden Dollar an. Der Fokus liegt auf dem Connectivity & Cloud Solutions Segment. Die Nachfrage nach 800G-Switches und moderner Netzwerktechnik wächst bei den Hyperscalern kräftig. Das Reizwort bleibt indes die Bewertung. Viele Marktteilnehmer fragen sich, ob die hohen Erwartungen an den KI-Infrastruktur-Zyklus bereits eingepreist sind.

Die Ergebnisse für das zweite Quartal werden für Ende Juli erwartet. Sie dürften Klarheit bringen – oder die Frage nach der Bewertung weiter zuspitzen.

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