CATL: 1,5 Gigawattstunden für Spanien
22.05.2026 - 14:07:49 | boerse-global.deDer chinesische Batterieriese CATL hat sich längst vom reinen Zulieferer für E-Autos verabschiedet. Das Unternehmen aus Ningde baut sein Geschäft radikal um – hin zum Komplettanbieter für die Energieversorgung von Rechenzentren. Die Quartalszahlen untermauern den Kurs.
Für das erste Quartal 2026 meldete CATL einen Umsatz von umgerechnet rund 129 Milliarden Yuan. Der Gewinn je Aktie lag mit 4,00 Yuan rund zwei Prozent über den Erwartungen. Die Aktie reagierte verhalten positiv: An der Börse in Hongkong notiert das Papier am Freitag bei umgerechnet 75,32 Euro, ein Plus von 0,86 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Gewinn von über 31 Prozent zu Buche.
Milliarden-Deal für KI-Infrastruktur
Der wichtigste strategische Zug der jüngeren Vergangenheit: eine mit CATL verbundene Gesellschaft namens PJ Millennium hat für knapp 942 Millionen Dollar einen Anteil von 38,1 Prozent am US-Cloud-Anbieter 21Vianet übernommen. Ziel ist es, grünen Strom, Speicher und Netzanschluss mit KI-Rechenleistung zu kombinieren.
Parallel dazu expandiert CATL im europäischen Markt. In Spanien liefert das Unternehmen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 1,5 Gigawattstunden an den Projektentwickler Grenergy. Die Anlagen sind für die Solarparks Oviedo und Escuderos vorgesehen, der Betrieb soll in den kommenden Jahren starten.
Kooperationen und Gegenwind
Im heimischen Markt treibt CATL die Elektrifizierung voran. Erst diese Woche unterzeichnete das Unternehmen eine strategische Vereinbarung mit der Sichuan Port and Shipping Investment Group. Die Zusammenarbeit umfasst emissionsfreien Straßentransport, neue Speicherlösungen sowie die Elektrifizierung der Schifffahrt und des Luftverkehrs.
In den USA bleibt die Lage komplex. In Kentucky läuft der Umbau einer Batteriefabrik auf CATLs LFP-Technologie – mitten in einem schwierigen regulatorischen Umfeld. Der US-Kongress prüft die Rolle von Finanzinstituten bei Aktienemissionen chinesischer Firmen. CATL selbst steht nicht unter Sanktionen, doch die Untersuchungen zeigen: Das internationale Klima bleibt angespannt.
Die aktuellen Bewertungskennzahlen spiegeln die Ambitionen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei knapp 37, die Dividendenrendite bei 0,52 Prozent. Ob CATL die Transformation vom Batterielieferanten zum Energie-Integrator stemmt, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen – nicht an den Regulatoren in Washington oder Brüssel.
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