BYD Aktie: 30.000 Bestellungen für Atto 3
04.06.2026 - 00:54:22 | boerse-global.deMonatelang kannten die Verkaufszahlen von BYD nur eine Richtung: abwärts. Jetzt meldet der chinesische Autobauer eine massive Trendwende bei den Bestellungen. An der Börse verpufft diese Nachricht völlig. Die Aktie rutschte heute um 3,48 Prozent auf 10,16 Euro ab.
Neues Modell zündet
Der überarbeitete Kompakt-SUV Atto 3 bringt den Erfolg zurück. Innerhalb der ersten Verkaufswoche sammelte BYD mehr als 30.000 Bestellungen ein, nachdem der Absatz des Vorgängermodells im April noch massiv eingebrochen war.
Käufer erhalten dafür eine neue Plattform mit extrem kurzen Ladezeiten. Die Reichweite liegt bei bis zu 630 Kilometern. Das Konzept geht auf. Diese starke Nachfrage stabilisiert das Gesamtgeschäft spürbar. Im Mai verkaufte der Konzern weltweit rund 383.000 Autos. Ein minimales Plus zum Vorjahr.
Angriff in Australien
Parallel dazu forciert das Management die internationale Expansion. In Australien hat sich BYD bereits als zweitgrößte Marke für elektrifizierte Fahrzeuge hinter Toyota etabliert. Um dieses rasante Wachstum abzusichern, verschifft der Hersteller aktuell weitere 30.000 Autos nach Down Under. Die ersten 4.900 Einheiten kommen diese Woche an.
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Das Management schließt sogar eine lokale Produktion in Australien nicht mehr aus. Vorerst zählt jedoch nur das reine Verkaufsvolumen. Der Exportanteil am Gesamtabsatz kletterte im Mai auf 42 Prozent. Ein neuer Rekord. BYD exportierte über 160.000 Fahrzeuge.
Analysten sehen Tiefpunkt erreicht
Auf dem chinesischen Heimatmarkt liegt der Absatz im laufenden Jahr noch immer 20 Prozent im Minus. Analysten von Goldman Sachs werten das erste Quartal dennoch als klaren Wendepunkt. Sie gehen davon aus, dass die Profitabilität ihren Tiefpunkt endgültig durchschritten hat. Der Konzern investiert derweil massiv. Rund 100 Milliarden Yuan fließen in intelligente Fahrzeugtechnologien.
Anleger reagieren bisher extrem skeptisch auf diese operativen Fortschritte. Auf Sicht von zwölf Monaten hat das Papier rund 77 Prozent an Wert verloren. Der Kurs notiert aktuell deutlich unter der 50-Tage-Linie. Ein schneller Ausbruch nach oben bleibt schwierig.
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Der Fokus liegt nun auf dem laufenden Quartal. Hält der Atto 3 sein hohes Bestelltempo, dürfte sich die Profitabilität spürbar verbessern. Gelingt der Aktie dann noch der Sprung über den Widerstand bei 11,10 Euro, hellt sich auch das Chartbild auf.
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