Anthropic, Aktie

Anthropic Aktie: 1,25 Milliarden monatlich von SpaceX

27.05.2026 - 04:40:03 | boerse-global.de

KI-Unternehmen Anthropic sichert sich für 45 Milliarden Dollar Rechenpower bei SpaceX und peilt erstmals operative Gewinne an. Der Börsengang im Oktober 2026 rückt näher, birgt aber rechtliche Risiken.

Anthropic Aktie: 1,25 Milliarden monatlich von SpaceX - Foto: über boerse-global.de
Anthropic Aktie: 1,25 Milliarden monatlich von SpaceX - Foto: über boerse-global.de

Die KI-Schmiede Anthropic steckt in einem Wettlauf gegen die Zeit. Einerseits sichert sich das Unternehmen frisches Computing für Milliarden, andererseits peilt es erstmals die schwarzen Null an. Der geplante Börsengang im Oktober 2026 rückt damit in greifbare Nähe – aber die Kosten sind explodiert.

Rechenpower für 45 Milliarden Dollar

Der spektakulärste Deal ist eine Partnerschaft mit SpaceX. Anthropic zahlt dem Raumfahrtkonzern monatlich 1,25 Milliarden Dollar für Zugang zu den Colossus-Supercomputing-Clustern. Die Vereinbarung läuft bis Mai 2029 – das Gesamtvolumen summiert sich auf rund 45 Milliarden Dollar.

Für SpaceX bedeutet das eine radikale Wende. Aus einem milliardenschweren Kostenblock wird plötzlich eine satte Einnahmequelle. Für Anthropic hingegen wird diese Rechnung zum Drahtseilakt. Die Frage ist, ob die Erlöse aus den KI-Modellen langfristig ausreichen, um solche Summen zu stemmen.

Erster Gewinn im zweiten Quartal

Die internen Prognosen zeichnen ein ehrgeiziges Bild. Anthropic rechnet für das zweite Quartal 2026 mit einem operativen Gewinn von 559 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 10,9 Milliarden Dollar. Das wäre der erste profitable Dreimonatsabschnitt der Firmengeschichte.

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Bisher gingen Analysten nicht vor 2028 von schwarzen Zahlen aus. Der plötzliche Sprint nach vorne ist bemerkenswert – getrieben von einer starken Nachfrage nach Coding-Workloads und komplexen KI-Architekturen. Ob diese Dynamik reicht, um die immensen Infrastrukturkosten dauerhaft zu decken, bleibt abzuwarten.

Parallel dazu baut Anthropic sein Geschäft aus. Eine neue Niederlassung in Mailand ist bereits die sechste europäische Dependance innerhalb eines Jahres. Und mit dem "Mythos"-Modell für die Claude-Code-Plattform bringt das Unternehmen ein weiteres Tool für Entwickler auf den Markt, das allerdings Debatten über die Betriebskosten autonomer KI-Agenten ausgelöst hat.

IPO im Oktober – mit rechtlichem Risiko

Goldman Sachs und Morgan Stanley begleiten Anthropic auf dem Weg an die Börse. Der Zeitplan steht: Im Oktober 2026 soll der Börsengang über die Bühne gehen.

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Doch es gibt Schatten. Das Unternehmen sieht sich mit rechtlichen Auseinandersetzungen mit dem US-Verteidigungsministerium konfrontiert – es geht um den Einsatz von Anthropics Technologie in nationalen Sicherheits- und Militäranwendungen. Der Ausgang dieser Verfahren könnte den Börsengang überschatten.

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