Amphenol, Aktie

Amphenol Aktie: Marge springt auf 27,3 Prozent

20.05.2026 - 13:24:42 | boerse-global.de

Amphenol steigert die operative Marge dank KI-Nachfrage auf 27,3 Prozent. Der Zukauf von CCS belastet vorübergehend, der Ausblick bleibt positiv.

Amphenol Aktie: Marge springt auf 27,3 Prozent - Foto: über boerse-global.de
Amphenol Aktie: Marge springt auf 27,3 Prozent - Foto: über boerse-global.de

KI-Nachfrage treibt Marge

Amphenol startet mit einem kräftigen Effizienzsprung ins Jahr. Der US-Konzern profitiert von starkem Wachstum bei Verbindungstechnik für KI-Rechenzentren und hebt damit die Profitabilität auf ein neues Niveau.

Im ersten Quartal 2026 lag die bereinigte operative Marge bei 27,3 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es 23,5 Prozent. Besonders stark lief das Geschäft in der Sparte IT Datacom, die inzwischen rund 41 Prozent des Umsatzes ausmacht.

Dort legte der organische Umsatz um 81 Prozent zu. Treiber sind Hochgeschwindigkeits- und Stromverbindungen für die KI-Infrastruktur. Auch andere Bereiche verbesserten sich: Harsh Environment Solutions kam auf 28 Prozent Marge, Interconnect & Sensor Systems auf 20,2 Prozent.

Zukauf belastet nur vorübergehend

Parallel dazu prägt die Übernahme von Connectivity and Cable Solutions die Zahlen. Amphenol hatte das Geschäft Anfang 2026 für 10,5 Milliarden Dollar gekauft. Im Quartal steuerte CCS fast 0,9 Milliarden Dollar zum Umsatz bei.

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Auf die Ergebnisrechnung drückten aber vorübergehende Effekte wie Abschreibungen auf immaterielle Werte und Lageraufstockungen. Operativ bleibt das Bild trotzdem robust. Der freie Mittelzufluss erreichte 1,1215 Milliarden Dollar, der Kassenbestand lag zum Quartalsende bei mehr als 4,1 Milliarden Dollar.

Um die Kapitalstruktur zu stützen, platzierte Amphenol kürzlich zwei Anleihetranchen im Volumen von 1,1 Milliarden Euro. Mit dem Erlös soll der Konzern bestehende Schulden zurückzahlen, darunter fällige Euro-Notes mit 0,750 Prozent Kupon.

Ausblick bleibt klar positiv

Für das zweite Quartal stellt Amphenol Erlöse von 8,1 bis 8,2 Milliarden Dollar in Aussicht. Das entspräche einem Plus von rund 43 bis 45 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 1,14 bis 1,16 Dollar liegen.

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Auch der Börsenkurs reagiert auf die starke Vorlage. Die Aktie notiert bei 105,18 Euro und liegt damit zwar 2,51 Prozent über dem Vortag, aber noch knapp 24 Prozent unter dem Hoch von Ende Januar. Über zwölf Monate steht trotzdem ein Plus von 37,51 Prozent.

Der Buchungsstand bleibt stark. Das Book-to-Bill-Verhältnis liegt bei 1,24. Für 2026 kalkulieren Modelle mit einem Umsatz von rund 33,1 Milliarden Dollar. Im Mai kommt noch ein Führungswechsel dazu: Nach der Hauptversammlung soll R. Adam Norwitt zusätzlich den Vorsitz im Aufsichtsrat übernehmen.

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