Amphenol, Aktie

Amphenol Aktie: 10,5-Milliarden-Übernahme von CommScope

29.05.2026 - 11:39:44 | boerse-global.de

Amphenol übertrifft Erwartungen im ersten Quartal 2026 dank KI-Nachfrage. Die Übernahme von CommScope treibt Schulden, Analysten bleiben optimistisch.

Amphenol Aktie: 10,5-Milliarden-Übernahme von CommScope - Foto: über boerse-global.de
Amphenol Aktie: 10,5-Milliarden-Übernahme von CommScope - Foto: über boerse-global.de

Die Aktie von Amphenol hat diese Woche ordentlich zugelegt – 5,5 Prozent Gewinn, zwischenzeitlich sogar 143,75 Dollar. Auffällig: Das Handelsvolumen schnellte auf 16,5 Millionen Aktien, rund 63 Prozent über dem Tagesdurchschnitt. Der Haken: Aktuell notiert der Titel mit 127,14 Euro rund 7,7 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.

Der Antrieb kommt aus der eigenen Kasse.

Zahlen sprechen eine klare Sprache

Amphenol hat das erste Quartal 2026 deutlich stärker abgeschlossen als erwartet. Der Umsatz kletterte auf 7,62 Milliarden Dollar – ein Plus von satten 58,4 Prozent zum Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,06 Dollar elf Cent über den Analystenschätzungen.

Der Ausblick für das zweite Quartal bestätigt den Trend: Amphenol rechnet mit einem EPS zwischen 1,14 und 1,16 Dollar. Goldman Sachs, Citigroup und Truist bleiben bei "Buy" und setzen Kursziele zwischen 180 und 201 Dollar. Kein Wunder bei diesen Zahlen.

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Der KI-Hebel

Rund 40 Prozent des Umsatzes steuert inzwischen das IT-Datacom-Segment bei. Der Boom um Künstliche Intelligenz treibt die Nachfrage nach Highspeed-Konnektivität massiv. Der jüngste Coup: Amphenol übernimmt das Mobile-Networks-Geschäft von CommScope für 10,5 Milliarden Dollar. Ziel ist der Ausbau optischer Netzwerklösungen – entscheidend für den Übergang zu 400G- und 800G-Rechenzentren.

Parallel dazu wächst der Markt für strukturierte Datenverkabelung in den USA rasant. Cloud-Anbieter und KI-Infrastruktur treiben die Nachfrage.

Risiken im Blick

Die Übernahme hat ihren Preis. Mit 18,7 Milliarden Dollar Schulden steigt der Verschuldungsgrad deutlich. Hinzu kommt: Der CEO hat zuletzt 17.500 Aktien verkauft – ein Signal, das manche Anleger verunsichert.

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Dennoch bleibt die Nachfrage institutioneller Investoren hoch. Der Baron Fifth Avenue Growth Fund etwa ist im ersten Quartal neu eingestiegen. Mitte Juli folgt die Dividendenzahlung von 0,25 Dollar je Aktie.

Die entscheidende Frage: Kann Amphenol die Schuldenlast aus der CommScope-Akquisition schnell genug abbauen – und gleichzeitig vom KI-Boom profitieren?

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