Airbus Aktie: 8.971 Bestellungen decken 10,3 Jahre
15.05.2026 - 04:14:12 | boerse-global.deAirbus liefert mehr Flugzeuge als Boeing — zumindest im April. Im Jahresvergleich liegt der europäische Hersteller allerdings noch zurück. Das Spannungsfeld zwischen prall gefülltem Auftragsbuch und stockender Produktion bestimmt den Ausblick für 2026.
April bringt Schwung, reicht aber nicht
67 Maschinen übergab Airbus im April an Kunden — der stärkste Monat des laufenden Jahres. Gegenüber März, als 60 Flugzeuge ausgeliefert wurden, ist das ein klarer Schritt nach vorn. Das Gros entfiel auf die A320neo-Familie: 22 A320neo und 32 A321neo bildeten das Rückgrat der Auslieferungen.
Über die ersten vier Monate summiert sich die Zahl auf 181 Maschinen. Das sind 2,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2025. Boeing steht bei 190 Auslieferungen — der Rückstand hat sich aber deutlich verringert. Nach dem ersten Quartal lag Airbus noch 29 Maschinen zurück, jetzt sind es nur noch neun.
Pratt & Whitney bremst den Hochlauf
Das Jahresziel von rund 870 Auslieferungen verlangt ein Tempo von mehr als 85 Maschinen pro Monat. Davon ist Airbus noch weit entfernt. CEO Guillaume Faury benennt den Engpass klar: Pratt & Whitney liefert nicht genug Triebwerke für die A320neo-Familie.
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Die Folge: Fertige Flugzeuge warten länger auf die Übergabe. Die Durchlaufzeit von Produktion bis Auslieferung stieg im April auf durchschnittlich 31 Tage — eine Woche mehr als im März. Unfertige Bestände bauen sich auf.
Beim Widebody-Segment sieht es besser aus. 21 Großraumjets lieferte Airbus in den ersten vier Monaten aus, nach 13 im Vorjahreszeitraum. Die Durchlaufzeit lag hier bei 23 Tagen — ein deutlich gesünderer Wert.
Auftragspolster von fast zehn Jahren
Was Airbus Stabilität gibt, ist das Auftragsbuch. Mit 8.971 bestellten Maschinen per Ende April deckt der Bestand bei aktuellem Liefertempo rund 10,3 Jahre Produktion ab. Davon entfallen 7.348 Flugzeuge auf die A320neo-Familie.
Bei den Neuzugängen läuft es ebenfalls rund. In den ersten vier Monaten verbuchte Airbus 405 Nettobestellungen, Boeing kam auf 284. Zuletzt bestellte Scoot, die Billigflugtochter der Singapore Airlines Group, elf A320neo-Maschinen — mit Auslieferungen ab 2028.
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Die Aktie spiegelt die gemischte Lage wider. Mit rund 43 Euro notiert der Kurs knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt, liegt aber rund 9 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als 12 Prozent verloren.
Ob Airbus das Jahresziel von 870 Maschinen erreicht, hängt fast ausschließlich davon ab, wie schnell Pratt & Whitney den Triebwerksrückstand aufholt. Gelingt das im zweiten Halbjahr, könnte der Abstand zu Boeing bei den Auslieferungen rasch schmelzen — das Auftragspolster dafür ist vorhanden.
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