ADO Properties Aktie: 197 Millionen Euro mit Verkäufen
29.05.2026 - 14:57:53 | boerse-global.deDie Adler Group verkauft weiter Immobilien, um Schulden zu tilgen. Seit Jahresbeginn hat der angeschlagene Wohnungskonzern 197 Millionen Euro mit Verkäufen eingenommen – darunter Projekte wie das Holsten Quartier in Hamburg und mehrere Berliner Liegenschaften.
Das Geld fließt direkt in den Schuldenabbau. Im ersten Quartal tilgte Adler eine Anleihe der Tochter Adler Real Estate vollständig. Die Botschaft an die Anleihegläubiger ist klar: Bis 2028 fallen keine Kapitalmarktverbindlichkeiten mehr fällig. Rund 97 Prozent der Schulden sind erst ab 2028 zu bedienen.
Die Liquidität liegt bei 301 Millionen Euro. Der Verschuldungsgrad (LTV) bleibt mit 77,1 Prozent allerdings auf hohem Niveau.
Berliner Portfolio zeigt Stabilität
Das Kerngeschäft in der Hauptstadt läuft solide. 17.483 Wohnungen besitzt Adler dort, bilanziert mit rund 3,5 Milliarden Euro. Die Mieteinnahmen wuchsen im Jahresvergleich um 3,6 Prozent, die Leerstandsquote blieb mit 1,4 Prozent minimal. Die Durchschnittsmiete liegt bei 8,64 Euro pro Quadratmeter.
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Die Nettokaltmieteinnahmen erreichten 31 Millionen Euro im Quartal. Für das Gesamtjahr bestätigt der Vorstand die Prognose von 124 bis 129 Millionen Euro. Kein Wunder: Der Portfolioabbau drückt die Vergleichszahlen aus dem Vorjahr.
Ergebnis verbessert sich
Der Quartalsverlust fiel mit minus 72 Millionen Euro deutlich geringer aus als im Vorjahr (minus 170 Millionen Euro). Das bereinigte EBITDA aus Vermietung beträgt 21 Millionen Euro, der Gesamtwert liegt bei 14 Millionen Euro.
Herausfordernd bleiben die Finanzierungskosten. Der gewichtete Durchschnittszins liegt bei 7,1 Prozent, die durchschnittliche Schuldenlaufzeit bei 3,2 Jahren. Die Aktie notiert bei 0,17 Euro und damit 37 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
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Die strategische Prüfung durch die Investmentbank Evercore läuft. Adler will noch mehr nicht-strategische Assets verkaufen. Der nächste Quartalsbericht erscheint im dritten Quartal 2026. Bis dahin zeigt die Kursentwicklung, wie nervös der Markt auf den Sanierungskurs blickt.
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