Schwundgeld, Forderung

Schwundgeld (srcip money)

Veröffentlicht: 15.04.2008 um 00:20 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die Forderung, dass Zentralbankgeld (etwa: wöchentlich ein Tausendstel) an Wert verlieren solle

Die Forderung, dass Zentralbankgeld (etwa: wöchentlich ein Tausendstel) an Wert verlieren solle. Jedermann würde diesfalls danach trachten, das Geld schnell loszuwerden. -Hinter dieser (von Vertretern der "Freigeldlehre" auch heute noch eifrig vertretenen) Forderung steht der Gedanke, dass Geld zurückgehalten und damit in seiner Funktion als Zwischentauschmittel behindert werde. -Zins darf es nach dieser Lehre nicht geben. Es wird nicht erkannt, dass Kapital gleichbedeutend ist mit sachlichen Produktionsmitteln, deren Überlassung zur Nutzung (sei es in Form von Arbeitsmitteln oder von Geld zum Erwerb von solchen) den Eigentümer zum Zinsbezug berechtigt, weil damit eine erhöhte Produktivität des Arbeitsprozesses verbunden ist. -Da das Geld bei diesem Vorschlag seiner Funktion als Wertaufbewahrungsmittel beraubt ist, müssten die Wirtschaftssubjekte Ersparnisse in Wertgegenständen anlegen. Siehe Frauengeld, Geldabschaffung, Geldfunktionen, Idle Money, Netzwerkgeld, Regionalgeld, Seignorage, Stempelgeld, Verzinsung, Zinsallokations-Funktion, Zinsverbot.

© Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen

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