Aktien, Europa

Aktien Europa: Wenig Bewegung - Rohstoffwerte profitieren vom Gold-Boom

26.01.2026 - 12:17:42

Zu Beginn einer ereignisreichen Woche haben sich die Anleger an den europäischen Aktienmärkten zurückgehalten.

Die wichtigsten Indizes bewegten sich am Montag nur wenig.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gab um 0,2 Prozent auf 5.936 Punkte nach. Außerhalb der Eurozone legte der britische Leitindex FTSE 100 GB0001383545 um 0,1 Prozent auf 10.158 Zähler zu. Für den schweizerische SMI CH0009980894 ging es um 0,4 Prozent auf 13.100 Punkte nach unten.

In dieser Woche steht unter anderem die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend auf der Agenda. Ferner dürften auch die Quartalsberichte der US-Tech-Giganten Apple US0378331005, Microsoft US5949181045, Tesla US88160R1014 und Meta US30303M1027 in den nächsten Tagen große Strahlkraft haben.

Aus Branchensicht waren europaweit unter anderem Rohstoffwerte EU0009658624 gefragt. Sie profitierten davon, dass der Goldpreis XC0009655157 erstmals die Marke von 5.000 US-Dollar geknackt hatte. Zu den stärksten Treibern des Edelmetalls zählen geopolitische Risiken, die Käufe von Notenbanken und die Spekulation auf weiter sinkende Zinsen in den USA.

Mit Blick auf die Einzelwerte gerieten die Aktien von Lebensmittelproduzenten erneut unter Druck. Hintergrund ist das anhaltende und branchenweite Problem verunreinigter Babynahrung. Danone FR0000120644 hatte am Freitag nach Börsenschluss bekannt gegeben, dass bestimmte Chargen von Säuglingsnahrung zurückgerufen werden.

Bereits am Mittwoch hatte das Problem mit Babynahrung die Anteilsscheine von Danone um mehr als acht Prozent in den Keller geschickt, nachdem die Lebensmittelbehörde von Singapur den Rückruf von Säuglingsmilch der Marke Dumex angeordnet hatte, die seit 2022 zu den Franzosen gehört. Zu Wochenbeginn nun sackten Danone-Papiere als Schlusslicht im EuroStoxx um gut vier Prozent ab. Im Sog dessen verloren Nestle CH0038863350 in Zürich knapp zwei Prozent und Reckitt GB00B24CGK77 in London fast drei Prozent.

Der Billigflieger Ryanair IE00BYTBXV33 erwartet zwar nach einer Entspannung bei der Lieferung neuer Flugzeuge und einer steigenden Reiselust im laufenden Geschäftsjahr mehr Passagiere. Allerdings enttäuschte der Ergebnisausblick. Die Aktien fielen in Dublin um mehr als zwei Prozent.

@ dpa.de

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