Zink: Geopolitische Sorgen bremsen
06.04.2026 - 09:46:44 | boerse-global.deDer Zinkmarkt steht zu Wochenbeginn im Spannungsfeld zwischen robusten Industriedaten aus China und eskalierenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Während die Produktion bei einigen Minenbetreibern Rekordwerte erreicht, sorgen Drohungen aus Washington für Verunsicherung unter den Händlern. Das Ergebnis ist eine erhöhte Volatilität an der London Metal Exchange (LME).
Geopolitik und Lagerbestände belasten
Der Dreimonats-Kontrakt für Zink gab am Montagvormittag um 0,76 Prozent auf 3.264,50 US-Dollar pro Tonne nach. Belastet wurde der Kurs vor allem durch die aggressive Rhetorik von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran. Marktteilnehmer befürchten negative Auswirkungen auf die globale Nachfrage nach Industriemetallen, was die eigentlich positiven Nachrichten aus China – der Einkaufsmanagerindex signalisiert dort wieder eine Expansion der Industrie – überschattete.
Zusätzlicher Druck kam von der Angebotsseite. Die Lagerbestände an der LME stiegen innerhalb einer Woche um 2,3 Prozent auf 114.225 Tonnen. Gleichzeitig legte der US-Dollar-Index um 0,5 Prozent zu, was in Dollar denominierte Rohstoffe für Käufer in anderen Währungen verteuert. Auch die steigenden Renditen für 10-jährige US-Staatsanleihen auf 4,35 Prozent erhöhten die Haltekosten für Metallvorräte.
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Unternehmensmeldungen im Fokus
Trotz des allgemein schwächeren Marktumfelds gab es bei den einzelnen Branchenvertretern unterschiedliche Entwicklungen:
- Hindustan Zinc: Die Aktie stieg um über 2 Prozent, nachdem das Unternehmen für das vierte Quartal eine Rekordproduktion von 315.000 Tonnen meldete.
- Boliden: Das Papier verlor 2,18 Prozent. Zwar bestätigte das Unternehmen seine Produktionsziele für 2026, kämpft jedoch mit seismisch bedingten Durchsatzminderungen in der Garpenberg-Mine.
- Ivanhoe Mines: Trotz der Teilnahme am strategischen US-Lagerstättenprojekt „Project Vault“ sank die Aktie um 1,31 Prozent.
Technische Unterstützung im Blick
Charttechnisch notiert Zink aktuell unter seinem 20-Tage-Durchschnitt, hält sich aber über der kritischen 200-Tage-Linie bei 3.150 Dollar. Der Relative-Stärke-Index (RSI) hat sich aus dem überkauften Bereich zurückgezogen und deutet auf ein neutrales bis leicht bärisches Momentum hin. Eine wichtige psychologische Unterstützung liegt bei 3.200 Dollar.
Händler beobachten nun verstärkt die Stornierungen von Lagerhausscheinen (Warrants) an der LME. Diese Quote sprang zuletzt auf 23,6 Prozent. Ein anhaltend hohes Niveau bei den Stornierungen könnte auf eine beginnende physische Verknappung hindeuten, die den aktuellen Preisrückgang abfedern dürfte.
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