Zink, Immun-Booster

Zink: Der unterschätzte Immun-Booster für den Winter

31.01.2026 - 00:09:12

Experten warnen vor unterschätztem Zinkmangel, der die Infektanfälligkeit erhöht. Besonders Risikogruppen sollten auf eine ausreichende Versorgung achten.

Ein oft übersehener Mikronährstoff rückt in den Fokus: Zink. Aktuelle Diskussionen unterstreichen die kritische Rolle des Spurenelements für eine robuste Immunfunktion. Ein Mangel kann die Anfälligkeit für Infekte deutlich erhöhen – doch das Bewusstsein dafür ist in der Bevölkerung noch gering. Experten warnen davor, die Bedeutung einer ausreichenden Zinkversorgung zu unterschätzen, besonders in den Wintermonaten.

Warum Zink unser Immunsystem braucht

Zink ist ein lebensnotwendiger „Torwächter“ des Immunsystems. Der Körper kann es nicht selbst herstellen, es muss regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden. Das Element ist unverzichtbar für die Entwicklung und Funktion von Immunzellen, darunter die für die Virenbekämpfung zuständigen T-Zellen.

Ein Mangel schwächt die Abwehr auf mehreren Ebenen. Er beeinträchtigt sowohl die angeborene als auch die erworbene Immunität. Die Folge kann eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen der Atemwege sein. Studien deuten zudem darauf hin, dass eine gute Zinkversorgung die Dauer von Erkältungen verkürzen kann.

Diese Symptome und Gruppen sind betroffen

Die Anzeichen eines Mangels sind oft unspezifisch und erschweren die Diagnose. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
* Erhöhte Infektanfälligkeit
* Schlecht heilende Wunden
* Hautprobleme, Haarausfall, brüchige Nägel
* Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit

Bestimmte Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko:
* Vegetarier und Veganer: Zink aus pflanzlichen Quellen wird wegen des Phytat-Gehalts schlechter aufgenommen.
* Ältere Menschen
* Personen mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen oder Diabetes
* Schwangere, Stillende und Leistungssportler (erhöhter Bedarf oder Verlust)

So decken Sie Ihren Tagesbedarf

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 7-16 mg, abhängig von Geschlecht und Ernährungsweise. Schwangere und Stillende haben einen höheren Bedarf.

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Gute Zinkquellen sind:
* Tierische Produkte: Rotes Fleisch, Leber, Austern, Käse, Eier (hier ist die Verwertbarkeit besonders gut)
* Pflanzliche Quellen: Hülsenfrüchte, Cashewkerne, Kürbiskerne, Vollkorngetreide

Ein Trick für Vegetarier: Durch Einweichen, Keimen oder Sauerteiggärung lässt sich der Phytatgehalt in pflanzlichen Lebensmitteln reduzieren und die Zinkaufnahme verbessern.

Vorsicht vor der Überdosis

Experten betonen die Wichtigkeit einer ausgewogenen Ernährung. Bei Verdacht auf einen Mangel sollte immer erst ein Arzt konsultiert werden, bevor zu Nahrungsergänzungsmitteln gegriffen wird. Eine übermäßige Zinkzufuhr kann nämlich negative Folgen haben – etwa Magen-Darm-Beschwerden oder eine gestörte Kupferaufnahme im Körper.

@ boerse-global.de