Zink: Das unterschätzte Mineral gegen Grippe und Wintermüdigkeit
19.01.2026 - 13:51:12Eine heftige Grippewelle rollt durch Deutschland. Gleichzeitig kämpfen viele mit Wintermüdigkeit. Ernährungsexperten setzen jetzt auf ein Spurenelement: Zink. Es soll nicht nur das Immunsystem stärken, sondern auch den aktuellen Blutzucker-Trend befeuern.
Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet derzeit zehntausende Influenza-Fälle, angetrieben von der Variante „Subklade K“ (H3N2). In dieser Phase rückt die Nährstoffversorgung in den Fokus. Immunologen betonen die Schlüsselrolle von Zink für die Aktivierung der Abwehrzellen. Das Mineral ist ein essenzieller Kofaktor – es kann zwar keine Infektion verhindern, aber Dauer und Schwere potenziell mildern. Angesichts voller Krankenhäuser gilt eine gute Zinkversorgung als wichtige Präventionsmaßnahme.
Blutzucker im Griff und Heißhunger ade
Doch Zink kann mehr. Es steht im Zentrum des Ernährungstrends 2026: der blutzuckerfreundlichen Ernährung. Das Mineral ist direkt an der Speicherung und Freisetzung von Insulin beteiligt. Ein Mangel kann die Insulinsensitivität beeinträchtigen. Ein optimierter Zinkspiegel hilft, Blutzuckerspitzen zu glätten und Heißhunger zu reduzieren. Für den Winterstoffwechsel bedeutet das: Wer gut mit Zink versorgt ist, verwertet Kohlenhydrate effizienter und entgeht leichter dem „Januar-Loch“ aus Müdigkeit.
Zink-Mangel kann Blutzucker und Immunsystem beeinflussen — viele Laborwerte werden falsch interpretiert. Der kostenlose 25‑seitige Report “Laborwerte‑Selbstcheck” erklärt, welche Vitalstoff‑Werte (inkl. Spurenelemente wie Zink) Sie prüfen sollten, wie Blutwerte zu lesen sind und wann spezielle Tests sinnvoll sind. Er liefert konkrete Tipps, welche Werte Ihr Arzt prüfen sollte, Alltagsempfehlungen zur Nährstoffversorgung und Hinweise zu sinnvollen Nachtests — sofort per E‑Mail. Kostenlosen Laborwerte-Report herunterladen
Die pflanzliche Ernährung als Zink-Falle
Der zweite große Trend, die pflanzenbetonte flexitarische Ernährung, bringt ein Problem mit sich: Phytat. Dieser in Hülsenfrüchten und Vollkorn enthaltene Stoff bindet Zink im Darm und blockiert seine Aufnahme. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ihre Referenzwerte deshalb längst angepasst.
- Bei niedriger Phytatzufuhr (viel tierisches Protein) gelten 7 mg (Frauen) bzw. 11 mg (Männer) pro Tag.
- Bei hoher Phytatzufuhr (rein pflanzlich) steigt der Bedarf auf 10 mg (Frauen) bzw. 16 mg (Männer).
Wer im Rahmen von Neujahrsvorsätzen auf vegan umsteigt, übersieht diesen erhöhten Bedarf oft. Ohne spezielle Zubereitung wie Einweichen oder Keimen kann trotz gesunder Ernährung ein Zinkmangel entstehen – mitten in der Grippesaison.
Smart Supplements und funktionelle Lebensmittel
Der Markt reagiert bereits. Statt einfacher Monopräparate boomen „Smart Supplements“. Diese kombinieren Zink mit Vitamin C oder Histidin, um die Aufnahme zu verbessern. Branchenbeobachter erwarten eine hohe Nachfrage im ersten Quartal 2026. Parallel wächst das Angebot an funktionellen Lebensmitteln, die mit Zink angereichert sind und gezielt Flexitarier ansprechen.
Für die restlichen Winterwochen empfehlen Experten eine zweigleisige Strategie: Gezielt hochverfügbare Zinkquellen wie Rindfleisch oder Käse wählen – oder bei pflanzlicher Kost auf phytatabbauende Zubereitungsmethoden achten. Wer unter Stress oder ersten Infektzeichen leidet, hat zudem einen erhöhten Mikronährstoff-Umsatz. Zink wird so zum zentralen Baustein, um die Herausforderungen moderner Ernährung mit den akuten Anforderungen der Virensaison in Einklang zu bringen.


