ZeroDayRAT, Gefährliche

ZeroDayRAT: Gefährliche Spionage-Software jetzt als Abo-Service

26.02.2026 - 02:18:42 | boerse-global.de

Die Schadsoftware ZeroDayRAT wird als Abonnementdienst vermarktet und senkt die Hürde für professionelle Überwachungsangriffe. Gleichzeitig nutzt KI-gestützte Malware wie PromptSpy dynamische Taktiken.

Eine neue Spionage-Plattform namens ZeroDayRAT wird aktiv in Cyberkriminellen-Kreisen vermarktet. Das gefährliche Tool macht professionelle Überwachung von Smartphones für jedermann zugänglich – eine alarmierende Entwicklung im Kampf gegen digitale Bedrohungen.

Laut einem aktuellen Bericht des Sicherheitsunternehmens Cyberthint wird die Schadsoftware über den verschlüsselten Messenger Telegram als Abonnementdienst angeboten. Sie funktioniert auf Android- und iOS-Geräten und bietet über eine benutzerfreundliche Oberfläche einen kompletten Spionage-Werkzeugkasten. Diese „Malware-as-a-Service“-Methode senkt die technische Einstiegshürde massiv. Selbst Laien können nun umfassende Überwachungsangriffe starten.

Anzeige

Viele Nutzer unterschätzen, wie leicht moderne Spionage-Tools Zugriff auf WhatsApp, Banking-Apps und private Fotos erhalten können. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen in einfachen Schritten, wie Sie Ihr Android-Smartphone effektiv vor Datendieben und Schadsoftware schützen. 5 Sicherheitsmaßnahmen jetzt gratis entdecken

Die Demokratisierung der digitalen Spionage

Die Plattform ist besonders bedenklich, weil sie einfach zu bedienen und extrem mächtig ist. Nach der Installation einer manipulierten App erhält der Angreifer über ein Web-Panel die totale Kontrolle. Er kann alle Daten, Nachrichten und Benachrichtigungen des infizierten Smartphones mitlesen.

Doch die Fähigkeiten gehen weit darüber hinaus: Der Angreifer kann den Live-Standort verfolgen, die Front- und Rückkamera fernsteuern, das Mikrofon zum Mithören aktivieren und sogar den Bildschirm aufzeichnen. Das persönliche Handy wird so zur allgegenwärtigen Wanze. Die gezielt einfache Bedienung zeigt den Trend zu standardisierten Cybercrime-Werkzeugen, die in großem Maßstab eingesetzt werden können.

KI-gestützte Angriffe: Die nächste Evolutionsstufe

Parallel zu leicht verfügbarer Spyware wie ZeroDayRAT wächst eine weitere bedrohliche Entwicklung: die Integration von Künstlicher Intelligenz in Schadsoftware. Forscher identifizierten kürzlich den Android-Schädling „PromptSpy“. Dieser nutzt Googles Gemini-KI, um widerstandsfähiger zu werden und seine Entfernung zu erschweren.

Die KI analysiert Bildschirmlayout und Betriebssystemversion. So kann die Malware ihr Verhalten dynamisch anpassen, um in der „Zuletzt verwendet“-Liste zu verbleiben – wo Nutzer sie schwerer schließen können. Statt auf feste Programmierung setzt PromptSpy auf dynamisch generierte Anweisungen. Das erweitert das Potenzial an Opfern erheblich. Generative KI macht Angriffe somit anpassungsfähiger und robuster.

Anzeige

Da Angreifer immer häufiger Sicherheitslücken in populären Apps ausnutzen, wird ein fundiertes Verständnis der Geräte-Einstellungen immer wichtiger. In diesem kostenlosen PDF-Lexikon werden die 53 wichtigsten Fachbegriffe rund um das iPhone leicht verständlich erklärt, damit Sie Sicherheitsfunktionen wie die Apple-ID sicher beherrschen. Kostenloses iPhone-Lexikon jetzt anfordern

Ein zusammenwachsendes Bedrohungsszenario

Diese hochentwickelten Bedrohungen entstehen, während Smartphones immer zentraler für Privat- und Berufsleben werden. Sie speichern Finanzdaten, Zugangstokens und sensible Kommunikation. Das macht sie zu lukrativen Zielen.

Zusätzlich zu ausgefeilter Spyware bleiben klassische Gefahren bestehen: Phishing-Angrife per SMS nehmen zu, betrügerische Apps schlüpfen durch die Kontrollen der offiziellen Stores, und unsichere öffentliche WLAN-Netze bieten Angreifern weiterhin Einfallstore. Die Konvergenz aus einfacher Spyware, KI-gestützter Malware und traditionellen Bedrohungen schafft eine komplexe und gefährliche Lage für alle Mobilnutzer.

So schützen Sie Ihre mobilen Geräte

Angesichts dieser sich entwickelnden Bedrohungen betonen Sicherheitsexperten die Notwendigkeit von Wachsamkeit und proaktiven Maßnahmen. Der Kern des Schutzes bleibt eine Kombination aus Nutzerbewusstsein und den eingebauten Sicherheitsfunktionen moderner Geräte.

  • Vorsicht bei Links: Öffnen Sie keine unbekannten Links aus SMS, E-Mails oder Messengern – besonders nicht bei drängenden Meldungen zu Konten.
  • Nur offizielle Quellen: Installieren Sie Apps ausschließlich aus dem Google Play Store oder Apple App Store und prüfen Sie die Berechtigungen.
  • Updates sofort installieren: Halten Sie Betriebssystem und Apps immer aktuell. Updates schließen oft kritische Sicherheitslücken.
  • Zweite Sicherheitsebene: Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle wichtigen Konten und nutzen Sie starke, einzigartige Passwörter.
  • Security-Apps in Betracht ziehen: Eine seriöse Mobile-Security-App kann eine weitere wichtige Verteidigungsschicht bieten.

Diese grundlegenden Sicherheitspraktiken sind entscheidend, um persönliche und geschäftliche Daten auf mobilen Geräten zu schützen – heute mehr denn je.

Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

 Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt abonnieren.