Young Carers: 480.000 Kinder pflegen Angehörige
10.02.2026 - 08:53:11Bis zu 480.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland pflegen regelmäßig kranke Familienmitglieder. Diese Young Carers übernehmen oft schwere medizinische Aufgaben und leiden unter massivem psychischem Druck. Experten fordern jetzt dringend mehr Unterstützung.
Die Aufgaben reichen vom Haushalt über emotionale Betreuung bis hin zum Verabreichen von Medikamenten. Statistisch sitzen in jeder Schulklasse bis zu zwei betroffene Kinder. Die ständige Verantwortung führt häufig zu Überforderung, schlechteren Schulleistungen und sozialer Isolation.
Die unsichtbare Krise: Angst, Depression, Isolation
Die psychischen Folgen sind gravierend. Viele Young Carers leben in permanenter Sorge, haben keine Zeit für Freunde und schätzen ihre Lebensqualität deutlich schlechter ein als Altersgenossen. Die Folge können Angstzustände, Depressionen und Schlafstörungen sein.
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Hinzu kommt der Verlust der eigenen Kindheit. Die jungen Pflegenden müssen früh erwachsen werden. Viele Familien verheimlichen die Situation aus Scham, was die Isolation noch verstärkt.
Hilfe im Netz: „Pausentaste“ und „Nummer gegen Kummer“
Das Bewusstsein für das Problem wächst langsam. Eine zentrale Anlaufstelle ist das Projekt „Pausentaste“ des Bundesfamilienministeriums. Die Website bietet Informationen, vermittelt Beratung und ermöglicht Austausch.
Weitere Hilfen sind:
* Die „Nummer gegen Kummer“ für anonyme Telefon- und Chatberatung.
* Lokale Initiativen mit Gesprächsgruppen und Freizeitangeboten.
* Digitale Plattformen wie „Kraft-Copilot“ zur Stärkung der Selbstfürsorge.
Diese Angebote sollen den Jugendlichen eine dringend benötigte Auszeit verschaffen.
Politik gefordert: Nationale Strategie für pflegende Kinder
Experten fordern strukturelle Veränderungen. Fachkräfte in Schulen, im Gesundheitswesen und in Jugendämtern müssten sensibilisiert werden, um Young Carers früher zu erkennen.
Konkrete politische Forderungen sind:
* Eine nationale Strategie für Young Carers, ähnlich der Demenz-Strategie.
* Eine bundesweite Aufklärungskampagne.
* Der Ausbau professioneller Pflegedienste, damit Kinder nicht aus Not einspringen müssen.
Die Deutsche Kinderhilfe betont die Notwendigkeit einer sensiblen Wahrnehmung dieser besonderen Gruppe.
Ein langer Weg: Die Jugendlichen selbst müssen gehört werden
Die geplanten Fachtage in Bayern werden das Thema weiter vorantreiben. Entscheidend ist, dass die Stimmen der Betroffenen selbst in die Entwicklung von Hilfen einfließen.
Nachhaltige Entlastung braucht ein Zusammenspiel aus niedrigschwelliger Beratung, finanzieller Unterstützung, öffentlicher Sensibilisierung und politischem Willen. Es ist eine Investition in die Zukunft Tausender junger Menschen.
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