Yoga, Qigong

Yoga und Qigong werden zu Therapie-Werkzeugen

14.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.de

Zwei Großstudien belegen die therapeutische Wirksamkeit von Yoga und Qigong. Experten fordern deren feste Integration in die medizinische Versorgung als evidenzbasierte Therapie.

Yoga und Qigong werden zu Therapie-Werkzeugen - Foto: über boerse-global.de
Yoga und Qigong werden zu Therapie-Werkzeugen - Foto: über boerse-global.de

Zwei neue Großstudien belegen die starke Wirkung von Yoga und Qigong gegen Depressionen und Demenz. Experten fordern, die Bewegungskünste fest in die medizinische Versorgung zu integrieren.

Die Forschungsergebnisse, die diese Woche veröffentlicht wurden, sind eindeutig: Strukturierte Praktiken wie Yoga und Qigong können psychische Erkrankungen und kognitiven Verfall wirksam bekämpfen. Eine Meta-Analyse der Loughborough University und eine Studie der kanadischen McGill University liefern die Daten für einen möglichen Paradigmenwechsel.

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Bewegung schlägt Depressionen

Die britische Studie mit über 12.000 Teilnehmern zeigt klare Ergebnisse. Bei Menschen mit diagnostizierter psychischer Erkrankung führte strukturierte körperliche Betätigung zu einer moderaten bis starken Verringerung depressiver Symptome.

Die Wirkung sei in einigen Fällen mit der von Antidepressiva vergleichbar, so die Autoren. Neben der Stimmungsaufhellung verbesserte sich auch die kognitive Leistungsfähigkeit. Die Forscher empfehlen mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche – explizit inklusive Yoga oder Pilates.

Ihre klare Forderung: Für Bewegung als Therapie müssen künftig die gleichen klinischen Standards gelten wie für Medikamente. Gleichzeitig raten sie, passives Sitzen durch leichte Bewegung zu ersetzen.

Yoga bremst den geistigen Abbau

Parallel dazu liefert die McGill University Belege für die Wirkung bei Demenz. Die Studie unter Leitung von Doktorandin Isabel Sadowski untersucht nicht-pharmakologische Ansätze.

Das Ergebnis: Yoga, Tai Chi und Atemübungen können psychische Symptome bei kognitivem Abbau lindern. Viele Patienten leiden unter Depressionen, Angst und Einsamkeit. Angepasste Yoga-Sitzungen in der Gruppe beruhigen das Nervensystem und hellen die Stimmung auf.

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Wie gelingt die Umsetzung am besten? Die Forscher geben konkrete Tipps: Sitzungen sollten kürzer als eine Stunde und kognitiv weniger anspruchsvoll sein. Die Einbindung von Angehörigen und klare Routinen im Gruppenformat verringern das Gefühl der Isolation.

Warum wirken die alten Künste so gut?

Yoga und Qigong kombinieren physische Haltungen, Atemkontrolle und Meditation. Diese Synergie wirkt direkt auf Körper und Geist. Aus physiologischer Sicht aktivieren sie das parasympathische Nervensystem – der Körper schaltet in den Entspannungsmodus und drosselt die Produktion von Stresshormonen.

Frühere Studien deuten sogar darauf hin, dass regelmäßige Praxis den Erhalt der grauen Hirnsubstanz fördern kann. Besonders Qigong bietet mit seinen sanften, fließenden Bewegungen einen niedrigschwelligen Einstieg. Es ist ideal für Ältere oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen.

Vom Wellness-Trend zur evidenzbasierten Medizin

Die neuen Daten könnten die medizinische Praxis verändern. Yoga und Qigong werden nicht länger nur als Fitness-Trends gesehen, sondern als evidenzbasierte Therapie-Werkzeuge anerkannt.

Gesundheitsorganisationen stehen nun vor der Aufgabe, diese Erkenntnisse in Behandlungsrichtlinien zu übersetzen. Erste Krankenkassen und Gesundheitsdienstleister zeigen bereits Interesse an der Finanzierung solcher Programme.

Die Integration in die psychiatrische Grundversorgung hätte weitreichende Folgen – von der Akutbehandlung bis zur Prävention in Schulen oder Seniorenheimen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Psychologen und zertifizierten Lehrern dürfte sich intensivieren.

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