Yes, Prog-Legenden

Yes 2026: Kommen die Prog-Legenden nochmal nach Deutschland?

13.02.2026 - 20:52:06

Yes sorgen 2026 wieder für Gesprächsstoff. Kommt eine neue Tour nach Deutschland, welche Songs landen in der Setlist – und lohnt sich das live noch?

Yes sind wieder Gesprächsthema – und zwar ordentlich. In Fan-Foren, auf TikTok, selbst in Kommentarspalten von Classic-Rock-Seiten wird gerade heiß diskutiert: Steht 2026 nochmal eine große Europa-Tour an? Wie lange machen die Prog-Giganten das noch mit? Und lohnt es sich, für Yes in Deutschland wirklich ein Ticket zu ziehen – gerade wenn man sie vielleicht nur von "Owner of a Lonely Heart" kennt?

Wer sich einen eigenen Eindruck verschaffen will, landet früher oder später hier:

Alle offiziellen Yes-Live-Termine & News checken

Genau dort schlägt seit Jahren das Live-Herz der Band: Tour-Updates, Presale-Hinweise, manchmal auch kurzfristige Verlegungen – alles läuft über die offizielle Seite. Und weil der Hype um mögliche neue Europa- und Deutschland-Daten 2026 gerade hochkocht, schauen wir uns an, was wirklich dran ist, wie die aktuellen Shows aussehen, welche Songs gespielt werden und was deutschsprachige Fans realistisch erwarten können.

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Yes sind nicht einfach nur irgendeine Nostalgie-Band, die noch einmal ihre alten Hits abreißt. In den letzten Jahren haben sie gezeigt, dass sie Live-Touring weiterhin ernst nehmen – trotz vieler Umbesetzungen und eines deutlich höheren Altersdurchschnitts auf der Bühne als bei fast jeder anderen Tour-Band da draußen.

In den vergangenen Tourzyklen – etwa der "Classic Tales Of Yes"-Tour und zuvor den "Relayer"- und "Close to the Edge"-Shows – war ein klares Muster zu sehen: Zuerst wurden Termine für Großbritannien und die USA veröffentlicht, Europa folgte mit Verzögerung. Gerade Deutschland wurde dabei regelmäßig mit mehreren Terminen bedacht: Berlin, Hamburg, Frankfurt, München und manchmal zusätzliche Stops wie Stuttgart oder Dortmund tauchten in den letzten Jahren immer wieder in den Tourplänen auf.

Auch wenn für 2026 zum Stand jetzt noch keine offiziell bestätigten Deutschland-Daten auf der Website gelistet sind, häufen sich die Hinweise. In Interviews mit britischen Musikmagazinen wurde von Bandseite mehrfach durchblicken gelassen, dass Europa weiterhin ein Kernmarkt ist. Vor allem die starke Fanbasis in Deutschland wird immer wieder explizit gelobt – unter anderem, weil hier Prog-Rock historisch nie aus den großen Hallen verschwunden ist, während er in anderen Ländern mehr in Nischen-Clubs verdrängt wurde.

Hinzu kommt: Das aktuelle Live-Konzept von Yes setzt stark auf Album-Jubiläen. In den letzten Jahren wurden komplette Klassiker wie "Close to the Edge" oder große Teile von "Relayer" live am Stück gespielt. 2026 jährt sich zum Beispiel das legendäre Album "Going for the One" zum runden Geburtstag. Genau darüber spekulieren viele internationale Fans: Wird dieses Album im Mittelpunkt der nächsten Tour stehen? Die Band hat in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, dass sie solche Jubiläen gerne aufgreift, weil sie perfekte Anlässe für Tour-Ankündigungen liefern.

Für deutsche Fans bedeutet das: Selbst wenn die Termine noch nicht im Kalender stehen, spricht einiges dafür, dass eine weitere Europa-Runde kommt – und Deutschland kaum außen vor bleiben wird. Die letzten Jahre zeigten, dass das deutsche Publikum zuverlässig für volle Hallen sorgt, selbst in Städten, die nicht die klassische Classic-Rock-Dichte besitzen. Außerdem sind die hiesigen Venues in der Größenordnung 2.000–5.000 Plätze ideal für eine Band wie Yes: groß genug für echtes Konzertfeeling, klein genug, um die komplexe Musik ohne Stadion-Echo klar und druckvoll rüberzubringen.

Spannend ist auch, wie Yes ihren aktuellen Status selbst sehen. In Interviews wurde mehrfach betont, dass man sich nicht als reines Retro-Projekt versteht. Seit Steve Howe die Band künstlerisch klar anführt, liegt der Fokus auf einer Mischung aus Klassikern und ausgewählten neueren Stücken – unter anderem aus "The Quest" (2021) und "Mirror to the Sky" (2023). Gerade diese neuen Alben sind live ein Statement: Yes wollen nicht als museales Projekt enden, sondern zeigen, dass sie auch 50+ Jahre nach Gründung noch kreative Energie haben.

Für dich als Fan in Deutschland heißt das: Die nächste Tour – wann auch immer sie exakt angekündigt wird – wird mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder eine Mischung aus historischem Konzept (Album-Schwerpunkt, Jubiläum) und einem Streifzug durch das gesamte Werk der Band. Wer sich also Tickets sichern will, sobald die Daten auf der offiziellen Seite auftauchen, sollte die Live-Sektion der Bandseite regelmäßig refreshen oder den Newsletter abonnieren.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Wer Yes nur über einen Radiohit kennt, unterschätzt krass, was live passiert. Die Setlists der letzten Tourneen lesen sich eher wie ein Prog-Rock-Film in drei Akten als wie eine klassische Rockshow. Typisch waren in den jüngsten Jahren Kombinationen aus tiefen Fan-Favoriten, epischen Longtracks und ausgewählten Publikums-Magneten.

Schauen wir uns eine typische Setlist der letzten Europa-Termine an, die vielfach in Fanforen dokumentiert wurde: Häufig eröffnen Yes mit einem kürzeren, aber intensiven Track wie "Machine Messiah" oder "Yours Is No Disgrace". Schon da wird klar: Die Band geht nicht auf Nummer sicher mit dem größten Hit, sondern setzt früh auf komplexe Arrangements, mehrteilige Songstrukturen und Solomomente für die Instrumentalisten.

Im Mittelteil kamen zuletzt regelmäßig Songs aus den 70ern, die nur Hardcore-Fans wirklich präsent haben: zum Beispiel "Going for the One", "Turn of the Century" oder der mächtige Longtrack "Close to the Edge". Gerade letzterer wirkt live wie ein Prüfstein: 18 Minuten, mehrere Tempo- und Stimmungswechsel, dichte Instrumentalparts – und trotzdem bleibt die Spannung im Saal hoch. Viele Fans berichten, dass genau dieser Song der Moment ist, in dem die Show vom guten Konzert zur beinahe spirituellen Erfahrung kippt.

Dazu kommen die unvermeidlichen Klassiker, die mittlerweile generationsübergreifend funktionieren: "Roundabout" mit seinem ikonischen Bass-Intro, das sofort erkannt wird, und natürlich "Owner of a Lonely Heart" aus der poppigeren 80er-Phase. Ob letzterer Song gespielt wird, ist allerdings nicht immer garantiert; in manchen Touren wurde er zugunsten tiefgreifenderer Prog-Stücke ausgelassen. Das sorgt regelmäßig für Diskussionen – denn während einige Fans den Fokus auf die 70er feiern, wünschen sich andere gerade diesen Mainstream-Hit als laut mitsingbaren Abschluss.

Spannend für 2026: Die Band hat in den vergangenen Jahren immer öfter auch neue Songs eingebaut, zum Beispiel "The Ice Bridge" und "Dare to Know" von "The Quest" oder Stücke vom Album "Mirror to the Sky". Stilistisch knüpfen diese Tracks an die klassische Yes-DNA an: lange Spannungsbögen, verschachtelte Rhythmen, mehrstimmiger Gesang. Live dienen sie als Brücke zwischen Alt und Neu – und zeigen, dass Yes nicht nur das eigene Erbe verwalten, sondern weiterhin komponieren.

Atmosphärisch sind die Shows klar durchinszeniert, aber nicht überladen. Projektionen greifen Albumcover-Motive und abstrakte Formen auf, die Lichtshow arbeitet mit ruhigen Farbwechseln und fokussiert eher die Musiker als das Spektakel. Kein Pyro, kein Bombast-Overkill – stattdessen liegen die Highlights in solistischen Momenten: Gitarrenläufe von Steve Howe, die immer noch messerscharf kommen, ausgedehnte Keyboard-Soli, bei denen Themen aus den Studiofassungen neu variiert werden, und Bassparts, die manchmal fast nach Jazz-Fusion klingen.

In deutschen Hallen berichten Fans immer wieder von einer besonders konzentrierten Stimmung: Kaum Handy-Gewitter, dafür viele Leute, die jeden Takt mitnicken und teilweise die krassesten Brüche in Songs wie "Heart of the Sunrise" auswendig kennen. Gerade in Städten mit starker Musikszene – Berlin, Hamburg, Köln – wird die Show fast zu einer Art Pilgerort für Musiker:innen, die sich anschauen, wie man komplexe Songs auch nach Jahrzehnten noch sauber und mit Druck spielt.

Du kannst also für 2026 mit einer Setlist rechnen, die grob so aufgebaut ist:

  • Ein intensiver Einstieg mit einem längeren 70er-Track
  • Ein Block mit Album-Schwerpunkt (je nach Tourkonzept, zum Beispiel "Going for the One" komplett)
  • Ein paar neuere Songs als Statement, dass Yes noch im Hier und Jetzt agiert
  • Zum Schluss die großen Klassiker: "Roundabout" praktisch gesetzt, "Owner of a Lonely Heart" als Joker

Für viele jüngere Fans ist genau diese Mischung spannend: Du bekommst in einem Abend ein Crashkurs durch die Prog-Geschichte, ohne dich durch endlose B-Seiten zu quälen – aber mit genügend Tiefgang, um nach der Show direkt in die Diskografie zu tauchen.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Wenn man sich durch aktuelle Reddit-Threads und TikTok-Clips scrollt, tauchen rund um Yes gerade drei große Themen immer wieder auf: Tour-Umfang, mögliche letzte Runden und der ewige Streit um die "richtige" Yes-Besetzung.

Zum Tour-Umfang spekulieren viele Fans, dass 2026 eine der letzten großen Europa-Runden werden könnte. Grund ist weniger ein konkretes Statement der Band als das offensichtliche Alter: Steve Howe ist längst im Rentenalter, und auch der Rest der Truppe ist weit entfernt von typischem Rockband-Durchschnitt. Trotzdem zeigen Live-Mitschnitte aus den letzten Jahren, dass die Energie weiterhin da ist – nur eben mit etwas mehr Fokus auf Präzision statt auf wilden Bühnen-Sprints.

Gerade in deutschen Foren liest man häufig Sätze wie: "Wenn Yes nochmal nach Deutschland kommen, bin ich auf jeden Fall da – könnte die letzte Chance sein." Dieser FOMO-Faktor erhöht die Spannung um jede mögliche Ankündigung noch zusätzlich. Viele erzählen, dass sie die Band jahrelang vor sich hergeschoben haben, weil "da schon nochmal was kommt" – und jetzt bewusst nicht mehr warten wollen.

Das zweite große Thema ist die Frage nach Setlist-Überraschungen. Auf TikTok kursieren Clips mit Fan-Wünschen: "Awaken" als fester Bestandteil jeder Show, mehr Songs aus "Drama", oder sogar super selten gespielte Stücke wie "South Side of the Sky". Besonders unter jüngeren Fans, die Yes über Streaming entdeckt haben, gibt es eine starke Liebe für genau diese etwas abseitigeren Tracks, die nicht ständig im Classic-Rock-Radio laufen. Einige hoffen, dass die Band diese Online-Stimmen wahrnimmt und für kommende Touren stärker auf Social-Media-Input reagiert.

Dazu kommt der altbekannte, aber nie ganz verschwindende Streit zwischen Fans des aktuellen Yes-Line-Ups und Anhänger:innen des Projekts rund um Ex-Mitglied Jon Anderson, der mit ehemaligen Kollegen wie Trevor Rabin unter anderem als ARW (Anderson, Rabin & Wakeman) unterwegs war. In Diskussionen liest man häufig: "Was ist das echte Yes?" Ein Teil der Szene sieht das aktuelle Steve-Howe-geführte Line-Up als kanonische Fortsetzung, andere hängen emotional an der Stimme von Jon Anderson.

Interessant ist aber: Gerade in der jüngeren Online-Community wird dieser Streit zunehmend egal. Viele Gen-Z- und Millennial-Fans, die über Playlists auf Yes gestoßen sind, sagen sinngemäß: "Mir ist egal, wie das Projekt heißt – ich will einfach die Songs live hören, und zwar gut gespielt." Dadurch verschiebt sich der Fokus von Personalfragen hin zur reinen Live-Qualität. Und da schneiden die aktuellen Yes-Shows, wenn man Fanberichte und YouTube-Kommentare durchgeht, durchaus stark ab: Präzises Zusammenspiel, respektvoller Umgang mit dem Material, kaum Playback-Tricks.

Auf der Ticketseite wird immer wieder diskutiert, wie teuer Yes-Shows im Vergleich zu anderen Classic-Rock-Acts sind. In den letzten Europa-Tourneen lagen die regulären Sitzplatzpreise meist im mittleren Segment – deutlich unter Mega-Acts in Arenen, aber über kleinen Clubgigs. Viele Fans argumentieren, dass sich der Preis durch die Länge der Shows (oft über zwei Stunden) und die musikalische Qualität rechnet. Kritischer wird es, wenn VIP-Pakete ins Spiel kommen, die zum Teil Summen aufrufen, bei denen vor allem jüngere Fans abwinken.

Ein anderer Running Gag in der Gerüchteküche: die ewige Hoffnung auf eine Art "Final Reunion" mit möglichst vielen ehemaligen Mitgliedern. Realistisch ist das, Stand heute, eher unwahrscheinlich – zu viele persönliche, organisatorische und gesundheitliche Faktoren. Trotzdem taucht die Fantasie regelmäßig auf, vor allem, wenn irgendein altes Bandfoto wieder viral geht. Man merkt: Yes sind für viele Fans mehr als nur eine Band – sie sind ein eigenes kleines Universum, in das man sich hineinsteigern kann.

Unterm Strich ist die Stimmung in der Online-Welt ziemlich klar: Wenn Yes 2026 mit neuen Europa- oder Deutschland-Terminen aufschlagen, werden die Shows nicht nur von langjährigen Prog-Nerds geflutet, sondern auch von jüngeren Leuten, die Bock auf eine andere Art von Live-Erlebnis haben – komplexer, langsamer erzählt, aber extrem intensiv.

Alle Daten auf einen Blick

Konkrete 2026-Tourdaten für Deutschland waren zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels noch nicht offiziell veröffentlicht. Trotzdem helfen dir vergangene Tourmuster und typische Stationen, um einzuschätzen, was dich wahrscheinlich erwartet. Nutze die offizielle Live-Seite der Band, um aktuelle Infos zu checken, sobald sie online gehen.

JahrStadtVenue (typisch)Hinweis
2018–2019BerlinAdmiralspalast / ähnliche TheatergrößeOft Teil der Europa-Tour, sitzende Bestuhlung, starke Akustik
2018–2019HamburgMehr! Theater / vergleichbare HallenNorddeutscher Prog-Hotspot, regelmäßig gut besucht
2018–2023Frankfurt / OffenbachStadthalle / TheaterTraditioneller Stop für Classic-Rock-Touren
2018–2023MünchenCircus Krone / größere TheaterStarker Mix aus internationalen und lokalen Fans
2023Europaweitverschiedene Theater & Hallen (2.000–5.000 Plätze)Konzepttouren rund um Klassiker wie "Close to the Edge"
voraussichtlich 2026tba (z.B. Berlin, Hamburg, Köln, München)ähnliche Hallengrößeoffizielle Bestätigung ausstehend – Live-Sektion der Bandseite im Blick behalten

Offizielle Ankündigungen, Presale-Infos und eventuelle Verschiebungen findest du immer zuerst hier: yesworld.com/live.

Häufige Fragen zu Yes

Um dir die Planung für ein mögliches Yes-Konzert 2026 in Deutschland zu erleichtern – oder einfach deinen Nerd-Hunger zu stillen – haben wir die wichtigsten Fragen zusammengetragen, die Fans aktuell stellen.

Wer gehört aktuell zu Yes – und warum gibt es so viele unterschiedliche Line-Ups?

Yes existieren seit Ende der 60er. In dieser Zeit hat die Band mehr Umbesetzungen erlebt als manche Fußballmannschaft. Das klingt chaotisch, ist aber im Prog-Bereich fast normal. Über Jahrzehnte waren Musiker wie Jon Anderson, Chris Squire, Rick Wakeman, Steve Howe, Trevor Rabin und Alan White prägend.

Heute wird Yes in erster Linie von Gitarrist Steve Howe angeführt, der schon Anfang der 70er zur Band kam und viele der legendären Riffs und Soli geschrieben hat. Um ihn herum steht eine Gruppe von Musikern, die das Material extrem respektvoll und präzise spielt – inklusive mehrstimmigem Gesang, was gerade bei Yes-Songs entscheidend ist. Auch wenn manche Fans nostalgisch an ältere Besetzungen hängen: Das aktuelle Line-Up ist eingespielt, tourerfahren und auf der Bühne fokussiert.

Wie lange dauert ein Yes-Konzert normalerweise?

Yes sind keine Band für 75-Minuten-Festivalslots. Typischerweise bekommst du einen vollen Abend, oft in der Größenordnung von knapp über zwei Stunden, manchmal mit kurzer Pause in der Mitte. Gerade wenn ein komplettes Album gespielt wird, summiert sich die Spielzeit schnell, weil viele Songs deutlich über acht oder zehn Minuten dauern.

Für dich bedeutet das: Auf jeden Fall vorher gut essen, bequeme Schuhe tragen und Handy-Akku checken, falls du mitschneiden willst – wobei du auch einfach mal nur zuhören kannst. Die Shows sind eher wie ein Filmabend als wie eine schnelle Club-Show. Wer nur kurz springen will, ist bei anderen Acts besser aufgehoben; bei Yes geht es um langfristige Spannung und lange Bögen.

Ich kenne nur "Owner of a Lonely Heart" – lohnt sich das trotzdem?

Kurze Antwort: Ja, wenn du offen für längere Songs und musikalische Experimente bist. Viele jüngere Fans kommen genau über diesen 80er-Hit zu Yes und bleiben dann wegen der 70er-Klassiker hängen. Stücke wie "Roundabout", "Starship Trooper" oder "Close to the Edge" funktionieren live auch dann, wenn du sie vorher nur ein- oder zweimal gehört hast – die Dynamik trägt dich durch den Song.

Ein guter Einstieg vor dem Konzert: eine Playlist mit den wichtigsten Yes-Tracks. Hör dir je einen Song aus verschiedenen Phasen an – etwa "Roundabout" (frühe 70er), "Heart of the Sunrise", "Going for the One", "Owner of a Lonely Heart" (80er), und dazu einen neueren Track wie "The Ice Bridge". Wenn dich das packt, wirst du live ziemlich sicher glücklich.

Wie teuer sind Tickets erfahrungsgemäß – und wo sitze ich am besten?

Die genauen Preise hängen vom Veranstalter, der Stadt und der Venue ab. Erfahrungswerte aus den letzten Tourneen: Mittelpreissegment. Teurer als ein kleiner Indie-Club, günstiger als Stadion-Acts oder Mega-Popstars. Oft gibt es verschiedene Preiskategorien je nach Sitzreihe, da Yes in Europa fast ausschließlich in bestuhlten Hallen spielen.

Was den Platz angeht: In vielen Hallen lohnt sich der Mittelblock relativ mittig oder leicht nach hinten versetzt. Die Musik ist komplex, du willst einen guten Gesamtklang und Sicht auf die ganze Bühne – nicht nur auf den Gitarrenhals aus der ersten Reihe. Wenn du lieber entspannt sitzen und konzentriert zuhören willst, ist eine mittlere bis hintere Reihe perfekt. Wer hingegen jedes Griffbrett-Detail sehen möchte, greift vorne im Parkett zu, nimmt dafür aber in Kauf, dass der Gesamt-Sound etwas direkter und lauter wirkt.

Wie laut und wie "anstrengend" ist ein Yes-Konzert?

Im Vergleich zu Metal- oder Punk-Shows ist ein Yes-Konzert eher moderat laut, aber trotzdem druckvoll. Der Fokus liegt auf Transparenz: Du sollst Bassläufe, Keyboard-Gegenstimmen und Gesangslinien unterscheiden können. Trotzdem: Gehörschutz schadet nie, vor allem, wenn du öfter auf Konzerten unterwegs bist.

Anstrengend wird es eher mental – im positiven Sinn. Die Songs sind komplex, Taktwechsel und Breaks kommen unerwartet, und du wirst ständig mit neuen Ideen konfrontiert. Viele Fans beschreiben das Gefühl danach so: körperlich nicht völlig zerstört, aber geistig komplett geflasht. Wer sonst eher drei-Minuten-Pop hört, erlebt hier eine andere Form von Konzert – weniger Party, mehr intensives Zuhören, ohne dass es trocken oder akademisch wirkt.

Wie groß ist das Publikum – bin ich als jüngerer Fan der oder die Einzige?

Nein. Klar, der Altersdurchschnitt auf Yes-Konzerten ist höher als bei Hip-Hop- oder Hyperpop-Events. Aber genau das macht den Mix spannend. Du triffst langjährige Fans, die die Band schon in den 70ern gesehen haben, genauso wie Leute Mitte 20, die über Vinyl-Reissues oder Streaming-Algorithmen reingezogen wurden.

In Deutschland haben sich bei den letzten Tourneen immer wieder Gruppen gebildet, die sichtbar mehrere Generationen verbinden: Eltern oder sogar Großeltern mit Kindern, dazu jüngere Musiker:innen, die sich den Prog-Meisterkurs live holen wollen. Wenn du Solo hingehst, ist die Chance hoch, in der Pause oder beim Warten am Merch-Stand in ein Gespräch über Lieblingssongs, Bootlegs und bestes Albumcover verwickelt zu werden.

Wo bekomme ich verlässliche Infos zu neuen Tourdaten?

Die eine verlässliche Quelle ist und bleibt die offizielle Bandseite – insbesondere die Live-Sektion. Social Media ist schnell, aber nicht immer sauber. Lokale Ticketshops listen manchmal früh Termine, aber ohne Kontext. Am besten kombinierst du:

  • Regelmäßiger Blick auf die offizielle Seite: yesworld.com/live
  • Newsletter von lokalen Veranstaltern in Städten wie Berlin, Hamburg, Köln, München abonnieren
  • Fanforen und Reddit im Auge behalten – dort tauchen oft erste Hinweise und Leaks auf

Sobald Tourdaten offiziell bestätigt sind, solltest du nicht zu lange warten – gerade die guten Plätze in mittelgroßen Hallen sind bei Yes erfahrungsgemäß schnell weg.

Welche Alben sollte ich vor einem möglichen 2026-Konzert unbedingt kennen?

Wenn du dich vorbereiten willst, aber nicht direkt die komplette Diskografie durchhören möchtest, hilft ein fokussierter Check. Empfehlenswerte Pflichtalben vor einer Tour, die sich an der jüngeren Setlist-Politik orientiert:

  • "Fragile" (1971) – enthält "Roundabout" und weitere Kernstücke des Yes-Sounds.
  • "Close to the Edge" (1972) – ein zentrales Werk, dessen Titelsong live regelmäßig auftaucht.
  • "Going for the One" (1977) – mit Songs, die aktuell in vielen Fan-Wunschlisten für eine Jubiläumstour stehen.
  • "90125" (1983) – Pop-orientierter, aber wichtig wegen "Owner of a Lonely Heart".
  • "The Quest" (2021) & "Mirror to the Sky" (2023) – zeigen, wie Yes heute klingen und welche neuen Stücke live eingesetzt werden.

Wenn du diese Alben grob kennst, wirst du bei einer zukünftigen Yes-Show in Deutschland viele Aha-Momente haben – und wahrscheinlich danach noch tiefer in die frühen 70er eintauchen.


Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen. Jetzt kostenlos anmelden

@ ad-hoc-news.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.