Yellowai, Nexus

Yellow.ai startet mit Nexus den nächsten KI-Ära

04.02.2026 - 09:13:12

Yellow.ai stellt mit Nexus eine Plattform vor, die als autonomer Agent komplexe Unternehmensprozesse selbstständig ausführt und das SaaS-Modell durch 'Service as a Software' ersetzen will.

KI-Pionier Yellow.ai stellt eine Plattform vor, die den bisherigen „Copilot“-Ansatz überflüssig machen soll. Nexus agiert als autonomer Agent und führt komplexe Aufgaben ohne ständige menschliche Anweisung aus. Das Unternehmen spricht von einer Revolution: von „Software as a Service“ zu „Service as a Software“.

Seit Jahren dominieren „Copilots“ die KI-Landschaft – Assistenten, die auf menschliche Befehle warten. Doch genau darin sieht Yellow.ai das größte Hindernis für echte Produktivität. Der neue Universal Agentic Interface (UAI) „Nexus“ soll diese Ära beenden. Die Plattform fungiert als intelligente Steuerungsebene für das gesamte Unternehmen. Sie arbeitet autonom innerhalb festgelegter Grenzen, analysiert Workflows, trifft Entscheidungen und führt Aufgaben aus. Nur bei strategischen Fragen schaltet sie Menschen hinzu.

„Jahrzehntelang haben Unternehmen ihre Software ‚bedient‘, indem sie sie manuell konfigurierten und warteten“, sagt Rashid Khan, Mitgründer von Yellow.ai. „Nexus kehrt dieses Verhältnis um. Die Führungskraft definiert das Ziel, die Software erledigt die Ausführung.“

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Wie Nexus sieht und handelt

Die Architektur von Nexus basiert auf zwei Kernfähigkeiten, die das Unternehmen als „Augen“ und „Hände“ bezeichnet.

Die Augen: Verstehen und Muster erkennen

Das „Augen“-Modul analysiert kontinuierlich riesige Datenmengen des Unternehmens: Hunderttausende Kundengespräche, CRM-Updates und Arbeitsabläufe. In Echtzeit erstellt es daraus ein „lebendiges Geschäftsmodell“. So deckt die KI versteckte Ineffizienzen und Zusammenhänge auf, die Menschen entgehen könnten. Statt auf starre Regeln setzt das System auf dynamisches Lernen.

Die Hände: Autonomes Bauen und Integrieren

Die „Hände“ sind für die Ausführung zuständig. Während die Einrichtung neuer Automatisierung heute oft wochenlange Ingenieursarbeit erfordert, will Nexus diesen Prozess radikal beschleunigen. Nutzer beschreiben ihr Ziel in natürlicher Sprache. Die KI konstruiert daraufhin eigenständig die nötigen Workflows, generiert Benutzeroberflächen und integriert sich in bestehende Systeme. Die Bereitstellungszeit soll so von Wochen auf Sekunden schrumpfen.

Paradigmenwechsel: Vom Werkzeug zum Dienstleister

Mit dem Begriff „Service as a Software“ stellt Yellow.ai das etablierte SaaS-Modell infrage. Bisher zahlen Firmen für ein Software-Werkzeug und investieren dann viel menschliche Arbeit, um es zu bedienen. Das neue Paradigma verspricht: Die Software erbringt den Dienst selbst. Der Wert liegt nicht mehr im Tool, sondern im autonomen Ergebnis.

Der „Universal Agentic Interface“ wird zur zentralen Schaltstelle, die verschiedene Unternehmensanwendungen orchestriert – ohne dass Nutzer zwischen unzähligen Dashboards hin- und herwechseln müssen. Analysten sehen darin einen Trend zu ergebnisorientierten Lösungen, die den Betriebsaufwand für Software-Management drastisch reduzieren.

Strategische Neuausrichtung unter Beweis gestellt

Der Launch von Nexus bestätigt einen radikalen Strategiewechsel bei Yellow.ai. Bereits im Dezember 2025 hatte das Unternehmen etwa 100 Mitarbeiter entlassen, um Ressourcen auf Agentic AI zu konzentrieren. Der Schritt weg von reiner Konversations-KI hin zu vollautonomen Systemen war damals angekündigt worden.

Nun tritt Yellow.ai mit Nexus in den Wettbewerb mit Tech-Giganten und anderen KI-Startups ein, die alle das Feld der autonomen Agenten definieren wollen. Während generative KI und große Sprachmodelle 2023 und 2024 für Hype sorgten, könnte 2026 zum Jahr der „Agency“ werden – der Fokus liegt auf der Handlungsfähigkeit der KI, nicht nur auf ihrer Texterzeugung.

Die Akzeptanz von Nexus wird maßgeblich von der Frage nach Vertrauen und Sicherheit abhängen. Autonome Agenten mit „Händen“ bergen Risiken, wenn sie falsche Aktionen ausführen. Yellow.ai betont daher, dass die Plattform strikt innerhalb unternehmensdefinierter Leitplanken operiert – eine entscheidende Voraussetzung für Branchen wie Banken oder Gesundheitswesen.

Ausblick: Das autonome Unternehmen

Wenn sich das „Service as a Software“-Modell durchsetzt, könnte es Geschäftsmodelle und Personalstrukturen grundlegend verändern. Die Rolle menschlicher Mitarbeiter würde sich weiter in Richtung Strategie und Aufsicht verschieben. KI-Agenten würden dann die operative Abwicklung übernehmen – vom Lösen von Kundenanfragen bis zur Steuerung komplexer Lieferketten.

Für Yellow.ai ist Nexus ein mutiger Blick in die Zukunft der Automatisierung. Indem die Software-Schnittstelle selbst intelligent und autonom wird, könnte herkömmliche, werkzeugzentrierte Unternehmenssoftware obsolet werden. Die Grenze zwischen Software-Nutzer und Software-Manager wird zunehmend verschwimmen.

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