Xpeng-Chef fordert Sprung zur Vollautonomie
02.03.2026 - 16:22:23 | boerse-global.deChinas Autobranche soll nach dem Willen von Xpeng-Gründer He Xiaopeng die halbautonome Stufe 3 überspringen. Der Unternehmer fordert eine Regulierungsoffensive für Level-4-Fahrzeuge, die fast komplett ohne Fahrer auskommen. Seinen Vorstoß präsentierte er am Montag auf einer Unternehmensveranstaltung in Guangzhou.
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Der CEO, der auch Delegierter im Nationalen Volkskongress ist, wird seine Empfehlungen diese Woche bei den wichtigen „Zwei Tagungen“ in Peking einreichen. Sein Argument: Ein zu langes Verweilen auf der komplexen Level-3-Stufe bremse den Fortschritt. Stattdessen solle China direkt die Kommerzialisierung von Level 4 vorantreiben und so eine globale Führungsposition erobern.
Warum Level 3 zum Stolperstein werden könnte
Die Unterschiede sind entscheidend: Level 2 bietet Teilautomatisierung, bei der der Fahrer stets aufmerksam sein muss. Level 3 erlaubt zwar „Hände-vom-Steuer“ in bestimmten Situationen, verlangt aber eine sofortige Übernahmebereitschaft. Genau diese Übergabe vom System zum Menschen gilt als technisch und regulatorisch heikel.
Level 4 bedeutet dagegen echte Vollautonomie. Das Fahrzeug kommt in den meisten Fällen ohne menschliches Eingreifen aus – der Fahrer darf seine Aufmerksamkeit von der Straße nehmen. He Xiaopeng sieht den Moment für einen Paradigmenwechsel gekommen. Die Branche stehe an einem „Wendepunkt“, der durch mutige Regulierung beschleunigt werden müsse.
VW setzt auf Xpengs neue Super-Technologie
Der Vorstoß ist kein Zufall. Xpeng stellte parallel sein eigenes VLA-2.0-System vor, das gezielt auf Vollautonomie ausgelegt ist. Es soll eine Basis für fortgeschrittene Fahrassistenz (L2++) bieten, während ein separater Entwicklungspfad direkt das „ultimative L4-Erlebnis“ ansteuert.
Die Technologie ist bereits auf der Straße: Xpeng testet Robotaxis mit der zweiten VLA-Generation im öffentlichen Verkehr. Als erster Kunde wird Volkswagen das System übernehmen und in eigene Fahrzeuge integrieren. Diese Partnerschaft unterstreicht die wachsende Anerkennung chinesischer Firmen als Technologieführer. Xpeng plant zudem globale Tests, um die internationale Verbreitung zu beschleunigen.
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Chinas Regulierung bewegt sich – aber zu langsam?
Die Forderung trifft auf eine sich gerade formierende Regulierung. Ende 2025 erhielten erste Hersteller die Genehmigung für Level-3-Tests auf ausgewählten öffentlichen Straßen. Im Februar 2026 legte das Industrieministerium (MIIT) erstmals verbindliche Sicherheitsstandards für Level 3 und 4 vor, die ab Juli 2027 gelten sollen.
Interessant ist eine Schlüsselklausel: Sie verlangt von L3-Fahrzeugen ein „Manöver mit minimalem Risiko“. Kann der Fahrer eine Übernahmeaufforderung nicht beantworten, muss das Auto selbstständig sicher die Spur wechseln oder parken. Experten sehen darin eine Annäherung von Level 3 an Level-4-Fähigkeiten. Xpengs CEO will diese Konvergenz nun radikal beschleunigen.
Technologie als Ausweg aus der Absatzkrise?
Der Ruf nach einem regulatorischen Sprung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Das Wachstum im chinesischen Elektroauto-Markt schwächelt, die Konkurrenz ist enorm. Technologische Spitzenleistung wird zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal.
He Xiaopengs Initiative zielt daher doppelt: Sie soll Xpeng einen Vorsprung sichern und China im globalen Rennen um die autonome Mobilität an die Spitze bringen. Der CEO ist optimistisch und prophezeit: Das Zeitalter des vollautonomen Fahrens könnte in ein bis drei Jahren Alltag werden. Die Bestrebungen in Peking diese Woche werden zeigen, ob die Politik diesen Turbo-Zeitplan mitträgt.
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