Würzburger, Bistum

Würzburger Bistum wählt neue Jugendvertretung

18.01.2026 - 14:30:12

Die katholische Kirche in Unterfranken stellt die Weichen für ihre jüngsten Mitarbeiter. Im Bischöflichen Ordinariat Würzburg beginnt die heiße Phase der Wahl zur Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV). Die Amtszeit des aktuellen Gremiums endet im April 2026 – jetzt startet der Wahlmarathon für die nächste Generation.

Grundlage ist die kirchliche Mitarbeitervertretungsordnung (MAVO), die eine zweijährige Amtszeit vorsieht. Da die aktuelle JAV im Mai 2024 antrat, muss bis zum Frühjahr 2026 neu gewählt werden. Der Prozess beginnt mit der Bildung eines Wahlausschusses, der etwa acht Wochen vor Amtsende einberufen wird. Diese entscheidende Phase fällt somit in die kommenden Wochen im Januar und Februar.

Das Ziel ist ein reibungsloser Übergang: Ein neues Vertretungsgremium soll am 1. Mai 2026 seine Arbeit aufnehmen. So bleibt die Stimme der Auszubildenden und jungen Angestellten unter 27 Jahren im Verwaltungszentrum des Bistums kontinuierlich hörbar.

Brückenfunktion zwischen Nachwuchs und Verwaltung

Die JAV fungiert als zentrale Schnittstelle. Sie vertritt Auszubildende und junge Mitarbeiter gegenüber der allgemeinen Mitarbeitervertretung (MAV) und der Kirchenverwaltung. In der Vergangenheit organisierte das Gremium erfolgreich Events wie den jährlichen Azubi-Tag und setzte sich für hohe Ausbildungsstandards ein.

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Während die MAV in bayerischen Bistümern nur alle vier Jahre gewählt wird – zuletzt 2025 –, ermöglicht der zweijährige Turnus der JAV eine schnellere Anpassung an die Bedürfnisse des Nachwuchses. Gerade in Zeiten von Digitalisierung und strukturellem Wandel in der Kirche gewinnt diese Perspektive an Bedeutung. Die Vertreter kümmern sich um Themen von digitalen Lernmitteln bis zur Integration in die kirchliche Gemeinschaft.

Netzwerken für eine starke Vertretung

Der Wahlkampf wird begleitet von Vernetzungsmöglichkeiten. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Würzburg lädt am Mittwoch, 28. Januar 2026, zum „Empfang für Arbeitnehmervertretungen“ ins Martinushaus nach Aschaffenburg ein. Solche Treffen gelten als wichtig, um Kandidaten zu gewinnen und die Wahlbeteiligung zu steigern.

Die KAB und die Diözesane Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen (DiAG MAV) bieten zudem Schulungen an. Sie bereiten angehende Vertreter auf die Besonderheiten des kirchlichen Arbeitsrechts vor. Eine hohe Wahlbeteiligung und eine breite Kandidatenbasis werden als essenziell für ein starkes Mandat angesehen.

Was kommt jetzt auf die jungen Mitarbeiter zu?

In den nächsten Wochen wird der Wahlausschuss offiziell eingesetzt. Seine ersten Aufgaben: das Wählerverzeichnis zu veröffentlichen und zur Einreichung von Kandidatenvorschlägen aufzurufen. Alle jungen Beschäftigten im Ordinariat sind aufgerufen, sich zu beteiligen – ob als Kandidat oder als Wähler.

Das Ergebnis der Frühjahrswahl 2026 bestimmt, welches Team die Interessen des kirchlichen Nachwuchses bis 2028 vertritt. In einer sich wandelnden Arbeitswelt hängt viel davon ab, dass diese Stimme Gehör findet.

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