Agrarwende, Bündnis

„Wir haben es satt!“-Demo fordert Agrarwende

17.01.2026 - 00:44:12

Ein breites Bündnis aus Landwirten und Umweltverbänden demonstriert für eine ökologische und faire Agrarpolitik und kritisiert die Macht von Konzernen und Handel.

Tausende demonstrieren in Berlin für eine grundlegende Agrar- und Ernährungswende. Unter dem Motto „Wir haben es satt!“ zog der Protestzug heute vom Brandenburger Tor durch das Regierungsviertel. Die Demonstration findet parallel zur Internationalen Grünen Woche statt.

Breites Bündnis gegen Agrarkonzerne

Rund 60 Organisationen tragen die Bewegung. Das Spektrum reicht vom BUND und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) bis zu Slow Food und Misereor. Gemeinsam kritisieren sie ein System, das große Konzerne begünstigt.

Kleine und mittlere Betriebe kämpfen dagegen um ihre Existenz. Jedes Jahr geben in Deutschland etwa 2.600 Höfe auf. Ein Hauptkritikpunkt ist die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels, der die Preise diktiere.

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Forderungen: Giftfrei, fair, zukunftsfähig

Das Bündnis verlangt eine systemische Kehrtwende in der Agrarpolitik. Die zentralen Forderungen sind:
* Abkehr von Pestiziden und Gentechnik
* Umlenkung der Agrarfördermittel hin zu bäuerlichen und ökologischen Betrieben
* Transparente Kennzeichnung von Haltungsbedingungen und Gentechnik auch in der Gastronomie

Die Demonstranten werfen der Bundesregierung vor, Umwelt- und Tierschutzstandards unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus auszuhöhlen. Auch internationale Handelsabkommen wie das Mercosur-Abkommen stehen in der Kritik.

Bauern an der Spitze des Protests

Ein besonderes Merkmal: Zahlreiche Landwirte führen den Protestzug an, oft mit ihren Traktoren. Sie zeigen, dass die Kritik auch von den Erzeugern selbst getragen wird.

Trotz gestiegener Lebensmittelpreise – sie liegen rund 30 Prozent über dem Niveau von 2021 – erhalten viele Bauern keine kostendeckenden Preise. Diese Entwicklung trifft auch Verbraucher mit geringem Einkommen. Die Organisatoren betonen: „Es geht um Solidarität statt Spaltung.“

Politischer Stillstand unter Druck

Der Protest findet in einer Phase agrarpolitischer Auseinandersetzungen statt. Kritiker werfen der Bundesregierung einen Rückschritt vor. Der kürzlich veröffentlichte „Kritische Agrarbericht 2026“ warnt vor einem Aufweichen von Standards.

Gleichzeitig gehen Bauernproteste gegen Kürzungen in der EU-Agrarpolitik weiter. Die heutige Demonstration bündelt den Unmut verschiedener Gruppen und erhöht den Druck auf die Politik.

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