Windows, Sicherheits-Lifeline

Windows 10: Das teure Sicherheits-Lifeline läuft

29.01.2026 - 21:25:12

Nach dem Ende des kostenlosen Supports bietet Microsoft teure Extended Security Updates für Windows 10 an. Experten raten jedoch zur Migration auf Windows 11 für langfristige Sicherheit.

Seit dem Auslaufen des kostenlosen Supports für Windows 10 im Oktober 2025 navigieren Millionen Nutzer und Unternehmen in unsicherem Fahrwasser. Microsoft bietet zwar ein teures Sicherheits-Update-Programm an – doch das ist nur eine Brücke.

Die Extended Security Updates (ESU) sind das einzige offizielle Mittel, um Windows-10-Geräte bis Oktober 2028 mit kritischen Sicherheitspatches zu versorgen. Das Programm konzentriert sich ausschließlich auf die Behebung schwerwiegender Sicherheitslücken. Neue Funktionen, technischer Support oder andere Updates sind nicht inkludiert. Für viele bleibt es die letzte Option, um Zeit für die unausweichliche Migration zu gewinnen.

So funktioniert das teure Update-Abo

Das ESU-Programm ist als jährliches Abonnement aufgesetzt, das maximal drei Jahre verlängert werden kann. Die Kosten steigen dabei rasant.

Für Unternehmen beginnt der Preis bei etwa 61 Euro pro Gerät im ersten Jahr. Dieser Betrag verdoppelt sich jährlich und liegt im dritten Jahr bei stolzen 244 Euro. Wer später einsteigt, muss rückwirkend für alle verpassten Jahre zahlen, da die Updates kumulativ sind.

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Privatnutzer von Windows 10 Home oder Pro haben im ersten Jahr günstigere Optionen. Ein einmaliger Kauf kostet rund 30 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen, etwa durch Microsoft Rewards, könnten die Updates sogar kostenfrei sein. Voraussetzung für alle ist die aktuellste Windows-10-Version 22H2.

Warum Experten zur Migration drängen

Sicherheitsexperten und Microsoft selbst betonen: ESU ist keine Dauerlösung. Windows 11 bietet eine fundamental modernere Sicherheitsarchitektur mit hardwarebasierter Absicherung (TPM 2.0) und Virtualisierungs-basierter Sicherheit (VBS). Diese Vorteile entgehen Nutzern von Windows 10 komplett.

Hinzu kommen wachsende Kompatibilitätsprobleme. Immer mehr Software-Hersteller werden den Support für das alte Betriebssystem einstellen. Für Unternehmen birgt der Festhalten an veralteter Technik zudem erhebliche Compliance-Risiken, etwa im Hinblick auf die DSGVO.

So bleiben Sie mit Windows 10 (noch) sicher

Wer vorerst bei Windows 10 bleibt – mit oder ohne ESU – muss seine Sicherheitsmaßnahmen deutlich verschärfen. Eine mehrschichtige Verteidigungsstrategie ist unerlässlich:

  • Moderner Virenschutz: Installieren Sie eine renommierte Antiviren- oder EDR-Lösung und halten Sie sie aktuell.
  • Konsequentes Patch-Management: Installieren Sie alle ESU-Updates sofort. Halten Sie zudem alle anderen Programme und Browser stets auf dem neuesten Stand.
  • Sicheres Nutzerverhalten: Seien Sie besonders wachsam bei Phishing-E-Mails und verdächtigen Downloads. Auf einem alten Betriebssystem ist der Nutzer die erste und wichtigste Verteidigungslinie.
  • Netzwerksicherheit: Nutzen Sie eine Firewall und erwägen Sie den Einsatz eines VPNs, besonders in unsicheren Netzwerken.
  • Regelmäßige Backups: Sichern Sie wichtige Daten regelmäßig. Im Falle eines Sicherheitsvorfalls oder Systemausfalls ist dies die letzte Rettung.

Die Uhr tickt: Planen Sie jetzt den Umstieg

Das Ende der ESU im Oktober 2028 ist eine feste Deadline. Die dreijährige Frist sollte für eine strategische Migration genutzt werden.

Der erste Schritt ist eine Hardware-Inventur. Prüfen Sie mit Tools wie dem PC Health Check von Microsoft, welche Geräte Windows 11 unterstützen. Für Unternehmen empfiehlt sich ein gestaffelter Rollout mit einer Pilotgruppe, um Probleme früh zu erkennen. Die Budgetplanung für notwendige Hardware-Upgrades und Schulungen der Mitarbeiter sollte jetzt beginnen.

Die Botschaft ist klar: Die Zukunft liegt auf modernen Betriebssystemen. Die ESU-Brücke ist teuer – und sie führt in eine Sackgasse. Proaktive Planung ist der beste Weg zu langfristiger Sicherheit und Produktivität.

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