Wiener, Wohnbau

Wiener Wohnbau startet 2026 mit Digital-Offensive

07.01.2026 - 23:34:12

Die Stadt Wien führt verpflichtend digitale 3D-Planung ein, um Sanierungsstau abzubauen und klimaneutrale Kreislaufwirtschaft zu fördern. Ein Milliarden-Investitionspaket stützt die lokale Wirtschaft.

Wien setzt ab sofort auf digitale 3D-Planung für Großsanierungen. Der Fokus liegt auf den Bezirken Favoriten und Donaustadt, wo ein Sanierungsstau abgebaut werden soll. Mit der verpflichtenden Einführung von Building Information Modeling (BIM) will die Stadt Planungsprozesse beschleunigen und effizienter machen.

Favoriten: BIM soll Leerstand bekämpfen

Im dicht besiedelten Favoriten steht der Handlungsdruck besonders hoch. Ende 2025 waren hier rund 1.500 Gemeindewohnungen leer – viele wegen anstehender Sanierungen. Die neue BIM-Pflicht für alle Generalsanierungen soll Abhilfe schaffen.

Dabei wird das Gebäude als digitales 3D-Modell geplant. Das soll Planungsfehler minimieren und Materialbedarf exakt kalkulieren, bevor die Bauarbeiten starten. Die Stadt erhofft sich eine signifikante Verkürzung der Sanierungsdauer. Für Mieter bedeutet das: kürzere Wartezeiten auf ihre renovierte Wohnung.

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Donaustadt wird zum Öko-Pilotbezirk

Während Favoriten den Bestand saniert, testet die Donaustadt klimaneutrale Zukunftskonzepte. Der Bezirk dient als Pilot für die Anwendung der BIM-Standards in der Kreislaufwirtschaft. Bei Sanierungen wird nun systematisch erfasst, welche Bauteile wiederverwendet werden können.

  • Photovoltaik-Anlagen und der Ausstieg aus Gas-Heizungen sind bei neuen Projekten Standard.
  • Parallel startet diese Woche das Neubauprojekt „Roomeo“ mit 156 Wohneinheiten.

Marktbeobachter werten dies als klares Signal: Ökologische Kriterien haben bei städtischen Bauaufträgen nun oberste Priorität.

Milliarden-Investition stützt lokale Wirtschaft

Die Offensive ist Teil eines massiven Investitionspakets. Wiener Wohnen pumpt über eine Milliarde Euro in Sanierung und Neubau. Ein Großteil fließt in die thermische Sanierung bestehender Wohnhäuser.

Diese Großaufträge sichern tausende Jobs in der Region. Besonders das lokale Baunebengewerbe profitiert von Aufträgen für Fenstertausch oder Fassadendämmung. Die Stadt setzt verstärkt auf Sanierung im bewohnten Bestand, um Mieter wenig zu belasten – eine Methode, die durch digitale Planung erst im großen Stil möglich wird.

Paradigmenwechsel: Vom Neubau zur Bestandssanierung

Die aktuellen Maßnahmen markieren einen strategischen Wandel. Statt prestigeträchtigem Neubau rückt nun die klimagerechte Aufwertung des Bestands in den Fokus. Die verbindliche BIM-Einführung gilt intern als „stille Revolution“.

Damit zieht Wien mit Städten wie Kopenhagen oder Singapur gleich, die solche Technologien bereits nutzen. Die Skaleneffekte sind enorm: Bei über 200.000 Gemeindewohnungen kann jede Effizienzsteigerung große Summen sparen – und die Mieten stabil halten.

Für die Bewohner werden die Auswirkungen im Laufe des Jahres sichtbar: Mehr Gerüste an bisher unsanierten Anlagen. Bis Jahresende sollen erste Bilanzen zeigen, ob der digitale Turbo die gewünschte Beschleunigung bringt. Gelingt das „Wiener Modell 2026“, könnte es zur Blaupause für andere europäische Metropolen werden.

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