Wien schafft Beleuchtungsabgabe für Werbeschilder ab
09.01.2026 - 17:12:12Wien hebt die umstrittene Beleuchtungsabgabe für Werbeanlagen auf. Die Stadtregierung aus SPÖ und NEOS feiert die Maßnahme als Entlastung für die Wirtschaft. Die Opposition hält dagegen: Sie spricht angesichts zeitgleicher Gebührenerhöhungen von einem Tropfen auf den heißen Stein.
Seit dem 1. Januar 2026 müssen Wiener Unternehmen keine Gebühr mehr für beleuchtete Werbeschilder und Lampen zahlen, die in den öffentlichen Raum ragen. Die sogenannte Beleuchtungsabgabe war ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Sie führte oft zu hohem bürokratischem Aufwand.
Laut Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ) spart ein durchschnittlicher Betrieb nun rund 200 Euro pro Jahr. Insgesamt entlastet die Stadt die Wirtschaft damit um etwa 800.000 Euro jährlich. „Das ist der nächste logische Schritt, um den Standort attraktiver zu machen“, sagt NEOS-Wirtschaftssprecher Markus Ornig. Vor einigen Jahren war bereits die Gebühr für unbeleuchtete Schilder – die „Luftsteuer“ – gefallen.
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Gebührennovelle trübt die Freude
Die Freude über die Abschaffung ist jedoch getrübt. Zum gleichen Zeitpunkt trat eine umfassende Gebührennovelle in Kraft. Sie passt Tarife für Wasser, Abwasser, Müll und Parken an die Inflation an.
Die Einnahmen aus diesen Erhöhungen werden auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Das übersteigt das Entlastungsvolumen der gestrichenen Beleuchtungsabgabe bei weitem. Für viele Betriebe ergibt sich ein gemischtes Bild: Die Werbekosten sinken, die allgemeinen Betriebskosten steigen.
Opposition spricht von „Showpolitik“
ÖVP und FPÖ reagieren mit scharfer Kritik. Sie werfen der Stadtregierung vor, mit der einen Hand zu geben und mit der anderen zu nehmen. „Das ist eine Belastungswelle“, kritisiert ÖVP-Klubobmann Markus Figl. Die Abschaffung sei reine Symbolpolitik.
Auch FPÖ-Stadtrat Dominik Nepp fordert einen Stopp der Gebührenerhöhungen. Die Netto-Belastung für Wiener Unternehmen steige durch die Sammelnovelle insgesamt an. Für viele Betriebe sei die Ersparnis von 200 Euro angesichts explodierender Energie- und Personalkosten kaum spürbar.
Ein Signal für den Immobilienmarkt
Trotz der Kritik sendet die Abschaffung ein wichtiges Signal an den Wiener Immobilienmarkt. Vor allem für Einzelhandel und Gastronomie sinken die Eintrittsbarrieren. Die administrative Erleichterung wiegt oft schwerer als die finanzielle.
Branchenexperten erwarten, dass mehr Betriebe in hochwertige Außenwerbung investieren werden. Das könnte die Attraktivität ganzer Geschäftsviertel steigern. Im europäischen Vergleich positioniert sich Wien damit als unternehmerfreundlicher.
Doch die grundsätzliche Frage bleibt: Wie hält man die Balance zwischen notwendigen Stadteinnahmen und der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen? Die Diskussion über weitere Bagatellsteuern und Gebühren ist damit noch lange nicht beendet.
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