WHO-Chef, Davos

WHO-Chef fordert in Davos Investitionen in Gehirnkapital

14.02.2026 - 01:52:12

Die WHO erhebt kognitive Gesundheit zur Grundlage für wirtschaftliche Stabilität und Innovation und fordert einen radikalen Kurswechsel mit messbarem Gehirnkapital.

WHO-Generaldirektor Tedros macht Gehirngesundheit zur globalen Priorität. Vor Wirtschaftslenkern in Davos forderte er einen radikalen Kurswechsel: Kognitives Wohlbefinden müsse als Grundpfeiler für wirtschaftliche Stabilität und Innovation anerkannt werden. „Die Stärkung des menschlichen Gehirns ist unsere wertvollste Ressource“, lautete seine Kernbotschaft.

Eine globale Krise mit alarmierenden Zahlen

Die Dringlichkeit unterstrich Tedros mit harten Fakten. Neurologische Erkrankungen betreffen heute über 40 Prozent der Weltbevölkerung und verursachen jährlich mehr als 11 Millionen Todesfälle. Fast eine Milliarde Menschen leiden zudem an psychischen Erkrankungen.

  • Ungleiche Last: Frauen tragen ein überproportional hohes Risiko und stellen den Großteil der Pflegekräfte.
  • Versorgungslücke: Die größten Defizite in der Versorgung herrschen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.
  • Verschärfende Faktoren: Demografischer Wandel, Umweltverschmutzung und Klimakrise lassen die Probleme weiter eskalieren.

„Bisherige Ansätze reichen nicht aus“, so die klare Schlussfolgerung des WHO-Chefs. Ein neues, integriertes Vorgehen sei überfällig.

„Gehirnkapital“ – der neue Wohlstandsindikator

Im Zentrum der Debatte stand ein neuer Schlüsselbegriff: „Gehirnkapital“. Dieses Konzept betrachtet die kognitive Gesundheit nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als wertvolles Gut, das gezielt gefördert werden muss. Investitionen in Bildung, gesunde Lebensumgebungen und Prävention zahlen sich demnach direkt in die Innovationskraft und Widerstandsfähigkeit von Volkswirtschaften aus.

Passend dazu wurde in Davos der „Global Brain Capital Index“ vorgestellt. Dieses Instrument soll die Gehirngesundheit von Bevölkerungen erstmals messbar machen. Die Logik dahinter: Was sich messen lässt, lässt sich auch priorisieren – und zieht Investitionen an.

So will die WHO die Wende schaffen

Um die Vision umzusetzen, verfolgt die Organisation eine mehrgleisige Strategie:

  • Integration in die Basisversorgung: Neurologische Betreuung soll fester Bestandteil der primären Gesundheitsversorgung werden. Das verbessert den Zugang zu Diagnose und Medikamenten, besonders in unterversorgten Regionen.
  • Forschung mit Fokus: Die wissenschaftliche Arbeit soll stärker auf die dringendsten globalen Bedürfnisse ausgerichtet werden.
  • Neue Allianzen: Gemeinsam mit der WHO-Stiftung sucht die Organisation gezielt Partnerschaften mit dem Privatsektor, um gemeindenahe Dienste auszubauen. Die prominente Präsenz von Persönlichkeiten wie Bill Gates beim begleitenden „Brain House“ signalisiert wachsendes Engagement.
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Ein Paradigmenwechsel mit Folgen

Die Rede in Davos könnte einen nachhaltigen Wandel einleiten. Indem die WHO Gehirngesundheit zur Wirtschafts- und Entwicklungsfrage erhebt, rückt sie auf die Agenda von Finanzministern und CEOs. Der nächste Schritt liegt nun bei den Mitgliedsstaaten: Bisher haben nur wenige Länder umfassende nationale Strategien für Demenz und Gehirngesundheit.

Die in Davos geschaffene Dynamik soll das ändern. Die Botschaft ist klar: Investitionen in das Gehirn sind die entscheidende Voraussetzung für eine stabile und prosperierende Zukunft.

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