WhatsApp, Chats

WhatsApp testet Chats ohne App und Konto

20.03.2026 - 00:00:34 | boerse-global.de

Der Messenger WhatsApp erprobt erstmals Ende-zu-Ende-verschlüsselte Chats für externe Personen, die weder App noch Telefonnummer benötigen. Die Funktion soll die Kommunikation über Plattformgrenzen hinweg vereinfachen.

WhatsApp testet Chats ohne App und Konto - Foto: über boerse-global.de
WhatsApp testet Chats ohne App und Konto - Foto: über boerse-global.de

WhatsApp öffnet sich für Nicht-Nutzer. Der Messenger testet erstmals verschlüsselte Gast-Chats, für die weder die App noch ein Konto nötig sind. Das Feature soll die Kommunikation mit Menschen außerhalb des WhatsApp-Ökosystems vereinfachen.

So funktioniert der Gast-Zugang

Reguläre Nutzer können einen speziellen Chat-Link in der App generieren und diesen per SMS, E-Mail oder anderen Diensten teilen. Klickt der Empfänger darauf, öffnet sich eine browserbasierte Oberfläche – der App-Store wird umgangen.

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Der Gast muss lediglich einen Anzeigenamen wählen. Eine Verifizierung per Telefonnummer entfällt. Damit keine Verwechslungen entstehen, kennzeichnet WhatsApp diese Teilnehmer in der Oberfläche klar als "Gast".

Strikte Grenzen für temporäre Chats

Der Funktionsumfang ist stark eingeschränkt. Gast-Chats sind aktuell nur für reine Textnachrichten gedacht. Der Versand von Fotos, Videos, Dokumenten, Sprachnachrichten oder Stickers ist blockiert.

Auch Gruppenchats sowie Sprach- und Videoanrufe bleiben registrierten Nutzern vorbehalten. Zudem läuft jeder Gast-Chat automatisch ab, wenn zehn Tage lang keine Nachricht gesendet wird. Für eine neue Unterhaltung muss dann ein frischer Link generiert werden.

Volle Verschlüsselung, aber mit Risiko

Die Sicherheit steht im Fokus: Auch Gast-Chats sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Dafür generiert das System für jede Sitzung einen temporären Schlüssel im Hintergrund. Selbst WhatsApp kann die Nachrichteninhalte nicht mitlesen.

Doch die fehlende Verifizierung birgt ein Risiko. Jeder, der den Einladungslink in die Hände bekommt, kann dem Chat beitreten. Nutzer sollten die Links daher nur über vertrauenswürdige Kanäle versenden. Im Zweifelsfall hilft die Blockierfunktion.

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Warum öffnet sich der Messenger-Riese?

Die Strategie ist klar: WhatsApp will Hürden abbauen. In Märkten wie den USA, wo SMS und iMessage stark sind, erleichtert dies die plattformübergreifende Kommunikation. Auch für geschäftliche Kontakte mit Kunden wird der Messenger so attraktiver.

Langfristig dient die Funktion wohl als Einstiegstor. Wer die Oberfläche im Browser kennenlernt, könnte später leichter zu einem vollwertigen Konto wechseln – und dann alle Funktionen nutzen.

Wann kommt die Funktion für alle?

Ein offizieller Starttermin steht noch nicht fest. Das Feature wird aktuell in geschlossenen Beta-Versionen für Android, iOS und Web getestet. Meta sammelt nun Feedback zur Stabilität. Bei Erfolg könnte der Rollout das Messaging nachhaltig verändern.

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