WhatsApp, Link-Vorschau

WhatsApp schaltet Link-Vorschau ab – Nutzer müssen aktiv werden

04.04.2026 - 08:49:24 | boerse-global.de

WhatsApp hat eine Sicherheitsfunktion gegen Datenlecks durch Link-Vorschauen eingeführt, die Nutzer manuell aktivieren müssen. Dies geschieht vor dem Hintergrund von Spyware-Warnungen und neuem regulatorischem Druck.

WhatsApp schaltet Link-Vorschau ab – Nutzer müssen aktiv werden - Foto: über boerse-global.de

WhatsApp hat eine kritische Sicherheitslücke bei Link-Vorschauen geschlossen. Nutzer müssen die neue Schutzfunktion aber selbst aktivieren. Das ist dringend nötig, denn zeitgleich warnt der Messenger vor gezielten Spyware-Angriffen.

Anzeige

Banking, E-Mails, Fotos — auf keinem anderen Gerät speichern wir so viele sensible Daten wie auf dem Smartphone. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt, wie Sie Ihr Android-Smartphone mit 5 einfachen Schritten wirksam vor Hackern und Viren absichern. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

So gefährdet die Vorschau Ihre Privatsphäre

Die praktische Vorschau, die beim Einfügen eines Links automatisch erscheint, entpuppt sich als Datenleck. Sicherheitsforscher zeigen: Schon beim Kopieren einer URL baut Ihr Smartphone eine Verbindung zur Zielseite auf – noch bevor Sie die Nachricht abschicken.

Dabei wird Ihre IP-Adresse unverschlüsselt übertragen. Angreifer können so Standort, Gerätetyp und Betriebssystem auslesen. Besonders tückisch: Speziell präparierte wa.me-Links greifen Daten ab, ohne dass Sie klicken müssen.

Experten warnen vor dieser "schleichenden Überwachung". Mit über 3,5 Milliarden Nutzern bietet WhatsApp eine riesige Angriffsfläche. Anders als Konkurrenten wie Signal verschleierte der Dienst IP-Adressen in der Standardeinstellung lange nicht.

Der Schutz versteckt sich tief in den Einstellungen

Meta reagierte auf die Kritik und rollte eine Gegenmaßnahme aus. In aktuellen Versionen finden Sie unter "Einstellungen > Datenschutz > Erweitert" einen Schalter zum Deaktivieren der Link-Vorschauen.

Ist die Option aktiviert, generiert Ihr Gerät keine Vorschauen mehr. Empfänger sehen nur den reinen Text-Link. Wichtig: Der Schutz gilt primär für Ihre eigenen gesendeten Links. Erhalten Sie einen Link von jemandem ohne diese Einstellung, kann bei Ihnen weiterhin eine Vorschau erscheinen.

Sicherheitsforscher, die bereits früher massive Lücken bei WhatsApp aufdeckten, bewerten den Schritt als überfällig. Die manuelle Aktivierung bleibe eine Hürde, da viele Nutzer die tiefen Menüs nie aufsuchen.

Spyware-Warnungen und EU-Druck spitzen Lage zu

Die Debatte trifft auf eine akute Warnung von WhatsApp. Hunderte Nutzer wurden über eine Infektion mit der Spyware "Spyrtacus" informiert. Die Schadsoftware verbreitete sich über manipulierte App-Versionen und Phishing-Links – oft getarnt durch verlockende Vorschauen.

Gleichzeitig steht WhatsApp unter massivem regulatorischem Druck. Seit Anfang 2026 stuft die EU-Kommission den Messenger als "Very Large Online Platform" ein. Meta muss nun proaktiv systemische Risiken bekämpfen und bis Mitte Mai nachweisen, dass sein Dienst den Digital Services Act (DSA) erfüllt.

Anzeige

Wer sich aufgrund solcher Sicherheitslücken um seine Privatsphäre sorgt, findet in der datenschutzfreundlichen Alternative Telegram eine sichere Lösung. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie in nur 5 Minuten umsteigen und Ihre Chats künftig besser schützen. Telegram Startpaket kostenlos sichern

Auch in Indien, dem größten WhatsApp-Markt, wurde ein neues Einwilligungssystem gerichtlich erzwungen. Diese globalen Entwicklungen zwingen Meta, Sicherheitsfeatures prominenter zu platzieren.

So schalten Sie die gefährliche Vorschau sofort ab

Gehen Sie in den Einstellungen auf "Datenschutz" und dann auf "Erweitert". Dort deaktivieren Sie den Schalter für "Link-Vorschau erstellen". Experten raten zu weiteren Maßnahmen:

  • Aktivieren Sie "IP-Adresse in Anrufen schützen".
  • Seien Sie vorsichtig bei wa.me-Links von Unbekannten.
  • Vermeiden Sie inoffizielle WhatsApp-Versionen wie "WhatsApp Plus". Diese enthalten oft Spyware.

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt nur den Nachrichteninhalt. Metadaten wie Zeitstempel, Kommunikationspartner und eben IP-Adressen bleiben einsehbar und ergeben ein detailliertes Bewegungsprofil.

Wohin steuert WhatsApps Sicherheit?

Für 2026 erwarten Beobachter weitere KI-gestützte Schutzfunktionen. Meta experimentiert mit "Privacy-Preserving Fetching", bei dem Vorschauen über anonymisierte Proxy-Netzwerke geladen werden – ähnlich wie bei Signal.

Eine neue Herausforderung ist die Integration von Meta AI. Datenschützer warnen: Interaktionen mit der KI genießen nicht den gleichen Verschlüsselungsschutz wie private Chats. Nutzer stehen zunehmend vor der Wahl zwischen Komfort und echter Privatsphäre.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
boerse | 69070692 |