WhatsApp, Kontrollen

WhatsApp plant elterliche Kontrollen für Kinder-Accounts

24.01.2026 - 05:09:12

Der Messaging-Dienst entwickelt ein Aufsichtssystem mit QR-Code und PIN. Neue Details aus der Beta-Version zeigen, wie Eltern künftig geschützte Zweitkonten für ihre Kinder einrichten und steuern können. Die Funktion soll Sicherheit bieten, ohne die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu brechen.

Der Prozess beginnt auf dem Gerät des Kindes. Während der Einrichtung des Zweitkontos erscheint ein QR-Code, den ein Elternteil mit der eigenen WhatsApp-App scannt. Dieser Schritt stellt sicher, dass die Verknüpfung bewusst und kontrolliert initiiert wird.

Im Anschluss legen die Eltern eine sechsstellige Primär-PIN fest. Sie dient als Sicherheitsschlüssel, um die Kontroll-Einstellungen zu verwalten. Das Kind benötigt diese PIN, um die Konto-Einrichtung abzuschließen. Damit entsteht eine gesicherte Verbindung zwischen den Profilen.

Anzeige

Viele Android-Nutzer unterschätzen die richtigen Schutzmaßnahmen – gerade wenn Kinder ein Smartphone nutzen und Apps wie WhatsApp darauf laufen. Ein kostenloses Sicherheitspaket erklärt die fünf wichtigsten Schritte: App‑Berechtigungen prüfen, automatische Updates erzwingen, Backup‑Routinen einrichten, Schutz gegen Phishing und sichere PIN/Authentifizierung setzen. Praktische Checklisten und leicht umsetzbare Anleitungen helfen, das Gerät und Familienkonten besser abzusichern. Gratis-Sicherheitspaket für Android jetzt anfordern

Eingebaute Beschränkungen für mehr Schutz

Die Funktion setzt auf voreingestellte Limits. Frühere Berichte deuteten an, dass Nachrichten und Anrufe nur zu gespeicherten Kontakten möglich sein werden. Die neuesten Informationen zeigen weitere Einschränkungen: Der Zugang zu WhatsApp Channels und der privatsphären-fokussierten Chat-Sperre könnte blockiert werden.

Ziel ist es, das Risiko unerwünschter Kontakte zu minimieren. Nur gespeicherte Kontakte sollen das Konto des Kindes zu Gruppen hinzufügen können. WhatsApp schafft so eine abgeschirmte Version seines Dienstes für junge Nutzer.

Der Spagat zwischen Kontrolle und Privatsphäre

WhatsApp versucht, eine Balance zu finden. Eltern erhalten Kontrolle über Einstellungen und Aktivitäts-Updates, aber der Inhalt von Nachrichten und Anrufen bleibt durchgehend verschlüsselt. Mütter und Väter können die Gespräche ihres Kindes also nicht mitlesen oder mithören.

Die Aufsicht konzentriert sich stattdessen auf Metadaten. Ein Elternteil könnte benachrichtigt werden, wenn das Kind einen neuen Kontakt hinzufügt. Das ermöglicht ein Gespräch über die Kommunikation, ohne in direkte Überwachung einzusteigen. So bleibt ein Stück persönliche Privatsphäre gewahrt.

Meta rüstet seine Plattformen auf

Die Entwicklung bringt WhatsApp auf Linie mit anderen Meta-Diensten wie Instagram, die bereits verstärkte Sicherheitswerkzeuge für Teenager-Accounts eingeführt haben. Der Schritt ist Teil eines Branchentrends, der auf wachsenden regulatorischen Druck reagiert.

Die Herausforderung für alle Plattformen: Sinnvolle Schutzfunktionen einführen, ohne den Charakter des Dienstes grundlegend zu verändern. WhatsApps Modell – Fokus auf Kontaktverwaltung statt Inhaltsüberwachung – ist ein gezielter Versuch, dieser Herausforderung zu begegnen.

Wann kommt die Funktion?

Die elterlichen Kontrollen befinden sich noch in der Entwicklung. Getestet werden sie aktuell in verschiedenen Beta-Versionen von WhatsApp für Android. Ein offizielles Veröffentlichungsdatum hat weder WhatsApp noch Meta bekannt gegeben.

Die zunehmenden Details aus den Beta-Versionen deuten jedoch auf stetige Fortschritte hin. Branchenbeobachter erwarten, dass die Funktion nach der Fertigstellung in einem globalen Update für alle Nutzer erscheinen wird. Für WhatsApp wäre es eine bedeutende Entwicklung: vom reinen Peer-to-Peer-Messenger zur Plattform, die die familiäre Nutzung und die digitale Sicherheit junger User formal unterstützt.

Anzeige

PS: Wenn Sie ein Familienkonto für Ihr Kind einrichten, hilft eine einfache Sicherheits-Checkliste, Risiken zu minimieren. Das kostenlose Android-Sicherheitspaket fasst die fünf wichtigsten Maßnahmen zusammen – inklusive Anleitungen für WhatsApp‑Einstellungen, Updates und sichere Kontosperren. Ideal für Eltern, die Geräte schnell und sicher schützen wollen. Jetzt kostenloses Android-Schutzpaket sichern

@ boerse-global.de