WhatsApp: Organisierte Betrüger locken Anleger in die Falle
07.02.2026 - 07:56:12Eine Welle professioneller Betrugsmaschen über WhatsApp alarmiert Behörden. Finanzbetrüger locken Anleger mit gefälschten Apps und Identitäten in vermeintlich lukrative Investments, die sich als Totalverlust entpuppen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und das Bundeskriminalamt (BKA) warnen vor den organisierten Täternetzwerken.
So funktioniert die perfide Masche
Die Betrüger ködern ihre Opfer über Werbeanzeigen in sozialen Medien oder unaufgeforderte Einladungen in WhatsApp-Gruppen. Diese tragen seriös klingende Namen wie „Finanzgruppe“ oder „Investment-Akademie“. Darin geben sich angebliche Experten aus, teilen „Insiderwissen“ und bauen durch persönliche Ansprache Vertrauen auf. Ihr Ziel: Die Mitglieder zur Installation einer speziellen Trading-App oder zur Registrierung auf einer betrügerischen Online-Plattform zu bewegen.
Um Seriosität vorzutäuschen, missbrauchen die Täter gezielt Namen bekannter Finanzunternehmen oder die Identitäten echter Finanzexperten. Die BaFin warnte kürzlich vor Anbietern, die sich als Unternehmen wie „Payden & Rygel“ oder „justTRADE“ ausgeben. In den Gruppen kursieren gefälschte Handelsabrechnungen und Erfolgsgeschichten.
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Gefälschte Gewinne und psychologischer Druck
Die betrügerischen Apps zeigen den Nutzern zunächst fiktive Gewinne an. Oft sind sogar kleine Auszahlungen möglich – ein klassisches Mittel, um Vertrauen zu schaffen. Diese Taktik ist als „Pig Butchering“ bekannt: Die Opfer werden erst „gemästet“, bevor der eigentliche Betrug beginnt.
Sobald größere Summen investiert sind, ändert sich das Spiel. Auszahlungsanfragen werden blockiert. Plötzlich fordern die Täter weitere Einzahlungen für angebliche Steuern oder Gebühren, um die Gewinne freizugeben. Die Kommunikation wird drängender, der psychologische Druck steigt.
Selbst nach dem Betrug ist die Gefahr nicht vorbei
Brechen die Opfer den Kontakt ab, laufen sie Gefahr, einem Folgebetrug zum Opfer zu fallen. Wochen oder Monate später melden sich die sogenannten „Recovery Scammer“. Sie geben sich als Mitarbeiter des BKA, als Anwälte oder Rückholungsdienste aus und versprechen, das verlorene Geld wiederzubeschaffen – gegen eine Vorauszahlung. Das BKA stellt klar: Seine Mitarbeiter sind niemals in solchen Chatgruppen aktiv.
Ein massives Problem mit hohem Schaden
Der Anlagebetrug über WhatsApp ist längst kein Nischenphänomen mehr. Die Täter agieren oft aus dem Ausland, was die Strafverfolgung erschwert. Verbraucherzentralen berichten von Betroffenen, die fünf- oder sechsstellige Beträge verloren haben.
Die BaFin veröffentlicht laufend Warnungen. Allein im Januar und Februar 2026 warnte sie vor Anbietern wie:
* Alpha Blue Capital
* Leading Asset Management
* Gruppen, die sich als „SVIP6 Welt der Wertpapiere“ ausgeben
Experten raten zu äußerster Vorsicht. Unaufgeforderte Investmentangebote in sozialen Medien und Versprechen garantierter, hoher Renditen sind klassische Warnsignale.
Wie können sich Anleger schützen?
* Prüfen Sie jeden Anbieter in der Unternehmensdatenbank der BaFin auf eine gültige Lizenz.
* Seien Sie bei unaufgeforderten Einladungen zu Finanzgruppen grundsätzlich misstrauisch.
* Überweisen Sie kein Geld an unbekannte Personen oder ungeprüfte Plattformen.
* Im Schadensfall: Kontakt abbrechen, Kommunikation sichern, Anzeige erstatten und die BaFin informieren.
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