WhatsApp, Tracking-Methode

WhatsApp: Neue Tracking-Methode nutzt Zustellbestätigungen aus

15.01.2026 - 22:57:12

Sicherheitsexperten warnen vor einer unsichtbaren Tracking-Methode bei WhatsApp, die Nutzeraktivitäten verrät. Zwei einfache Einstellungen bieten effektiven Schutz.

Sicherheitsforscher warnen vor einer raffinieren Tracking-Methode für WhatsApp. Das sogenannte “Ping-Tracking” erlaubt es, Nutzeraktivitäten zu überwachen, ohne dass diese eine Nachricht erhalten. Die Angreifer nutzen dafür die Zustellbestätigungen des Messengers aus. Als wirksamer Schutz gilt eine bereits vorhandene, aber oft übersehene Datenschutzfunktion.

Was ist “Ping-Tracking”?

Die Methode erfordert weder Schadsoftware noch das Klicken auf einen Link. Angreifer senden unsichtbare Signale – “Pings” – an das Zielgerät. Technisch gesehen sind das Reaktionen auf nicht existierende Nachrichten, die keine Benachrichtigung auslösen.

Anzeige

Viele WhatsApp-Nutzer sorgen sich um ihre Privatsphäre – besonders, wenn Fremde unsichtbare „Pings“ senden können. Wenn Sie Ihre Aktivitäten und Ihre Telefonnummer besser schützen möchten, ist ein Umstieg zu einer datenschutzfreundlichen Alternative eine sinnvolle Option. Der kostenlose Telegram-Startpaket-Report erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Telegram schnell einrichten, die Nummer verbergen und geheime Chats nutzen. Der Report ist kostenlos als PDF verfügbar. Telegram-Umstieg in 5 Minuten starten

  • Der Angreifer misst jedoch die Zeit für die Zustellbestätigung (Round-Trip Time, RTT).
  • Eine kurze Antwort deutet auf einen aktiven Nutzer im WLAN hin.
  • Lange Antwortzeiten können Standby oder eine mobile Datenverbindung verraten.

Durch systematisches Senden über einen längeren Zeitraum lassen sich detaillierte Muster erstellen: Wann der Nutzer wach ist, schläft oder sich zwischen verschiedenen Orten bewegt.

So aktivieren Sie den “Ping-Schutz”

Meta hat noch keinen speziellen Patch veröffentlicht. Nutzer können sich aber mit einer vorhandenen Funktion effektiv schützen. Der Schlüssel ist das Blockieren von Nachrichten unbekannter Absender. So geht’s:

  1. Öffnen Sie Einstellungen in WhatsApp.
  2. Gehen Sie zu Datenschutz.
  3. Wählen Sie Erweitert.
  4. Aktivieren Sie “Nachrichten von unbekannten Konten blockieren”.

Diese Einstellung verhindert, dass Fremde die für das Tracking nötigen Signale senden können.

IP-Adresse in Anrufen verbergen

Eine weitere kritische Maßnahme ist der Schutz der eigenen IP-Adresse. Sie kann den ungefähren Standort verraten. WhatsApp bietet eine Funktion, um sie bei Anrufen zu verbergen. Dabei werden Gespräche über WhatsApp-Server umgeleitet.

So aktivieren Sie den IP-Schutz:
1. Gehen Sie in den Einstellungen zu Datenschutz.
2. Öffnen Sie Erweitert.
3. Schalten Sie “IP-Adresse in Anrufen schützen” ein.

Die Kombination beider Einstellungen erhöht den Schutz vor Standort-Tracking erheblich.

Der stille Kampf um Metadaten

Das “Ping-Tracking” ist nicht der einzige Fall. Kürzlich wurde eine Schwachstelle bekannt, bei der Angreifer über die Telefonnummer und kryptografische Schlüssel das Betriebssystem (Android oder iOS) erkennen konnten. Meta arbeitet serverseitig daran, diese Identifizierung zu erschweren.

Die Vorfälle zeigen: Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt zwar Nachrichteninhalte, nicht aber die anfallenden Metadaten. Für 2026 kündigt WhatsApp weitere Privatsphäre-Features wie Benutzernamen an, um die Telefonnummer zu schützen. Bis dahin bleibt die Eigeninitiative der Nutzer entscheidend.

Anzeige

PS: Wenn Sie nicht wechseln möchten, sollten Sie zumindest die wichtigsten Datenschutz-Einstellungen kennen. Der Gratis-Report “Telegram Startpaket” zeigt nicht nur den schnellen Umstieg, sondern liefert zudem konkrete Tipps – von Nummer verbergen bis zu sicheren Chat-Optionen –, die auch WhatsApp-Nutzern helfen, ihre Privatsphäre zu stärken. Holen Sie sich die kompakte Anleitung als PDF und setzen Sie die Schutzmaßnahmen sofort um. Gratis-Report zum sicheren Chatten herunterladen

@ boerse-global.de