WhatsApp, Betrugswelle

WhatsApp: Neue Betrugswelle überflutet Gruppen-Chats

04.02.2026 - 06:55:12

Behörden warnen vor hochprofessionellen Betrugsmaschen über WhatsApp, die auf gefälschte Investmentangebote und technische Tricks wie Zero-Click-Angriffe setzen.

Eine perfide Mischung aus psychologischer Manipulation und technischen Tricks flutet derzeit WhatsApp-Gruppen. Das Bundeskriminalamt (BKA) und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnen eindringlich vor einer neuen Welle hochprofessioneller Betrugsversuche. Die Täter setzen auf gefälschte Identitäten, Schadsoftware und das Vertrauen in den beliebten Messenger, um an Geld und Daten zu gelangen.

Anlagebetrug 2.0: Das falsche Versprechen vom schnellen Reichtum

Besonders im Visier der Ermittler stehen organisierte Investment-Betrügereien. Die Masche beginnt oft mit kostenlosen Aktientipps in sozialen Medien, die in exklusive WhatsApp-Gruppen locken. Dort inszenieren angebliche Experten – manchmal unter gestohlenen Identitäten realer Finanzinfluencer – eine Atmosphäre des Erfolgs. Sie empfehlen hochprofitabile Anlagen und zahlen anfangs sogar kleine Gewinne aus, um Vertrauen aufzubauen.

Der Haken: Die Opfer werden zu unseriösen Handelsplattformen oder Apps wie „Ally Core“ gelotst, wo sie schließlich größere Summen investieren. Sobald das Geld fließt, endet der Kontakt abrupt. Auszahlungen werden verweigert oder an neue Bedingungen geknüpft. Die Warnungen der BaFin nennen konkret Gruppen, die sich auf Unternehmen wie „Baird Capital“ berufen – allesamt Tarnungen für kriminelle Machenschaften.

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Die Recovery-Falle: Wenn falsche Helfer ein zweites Mal zuschlagen

Noch perfider agieren die Täter beim sogenannten Recovery Scam. Hier gründen Kriminelle neue Gruppen und geben sich als Mitarbeiter von Behörden oder IT-Forensiker aus. Ihr Angebot: Sie wollen den Geschädigten das verlorene Geld zurückholen. Als Voraussetzung fordern sie die Installation bestimmter Apps, etwa der „Trezor Suite Lite“.

Doch statt Hilfe zu leisten, dient die Software nur dazu, weitere sensible Daten abzugreifen oder die Opfer zu zusätzlichen Zahlungen für angebliche Gebühren zu nötigen. Das Ergebnis ist ein doppelter Betrug – der finanzielle Verlust wird durch die Demütigung, ein zweites Mal hereingelegt worden zu sein, noch verstärkt.

Zero-Click-Angriffe: Die Gefahr, die ohne Klick kommt

Eine besonders heimtückische technische Entwicklung sind Zero-Click-Exploits. Hierbei muss das Opfer nicht einmal mehr auf einen Link klicken. Es reicht bereits aus, von den Tätern zu einer Gruppe hinzugefügt zu werden.

Über diese Gruppen versenden die Angreifer manipulierte Mediendateien. Aufgrund der Standardeinstellungen lädt WhatsApp Bilder oder Videos oft automatisch herunter – manchmal, bevor der Nutzer den Chat überhaupt öffnet. So kann unbemerkt Schadsoftware installiert werden, die Chats mitliest, Daten stiehlt oder das Smartphone für weitere kriminelle Aktionen missbraucht.

Von Wunderheilern bis Fake-Jobs: Die Masche kennt kaum Grenzen

Die Kreativität der Betrüger scheint unerschöpflich. Neben Finanzbetrug warnen Behörden vor falschen Wunderheilern, die gezielt Kranke kontaktieren und gegen Vorkasse Heilung versprechen. Ebenso verbreitet sind gefälschte Job-Angebote.

Nutzer werden in Gruppen eingeladen und mit hohen Bezahlungen für simples Social-Media-Liken geködert. Anfangs zahlen die Täter kleinere Beträgen aus, um Glaubwürdigkeit aufzubauen. Später sollen die Opfer dann selbst investieren, um „bessere“ Aufgaben freizuschalten – dieses Geld ist für immer verloren.

So schützen Sie sich: Prävention ist der beste Schutz

Angesichts der professionellen Vorgehensweise ist höchste Wachsamkeit geboten. Die wirksamsten Schutzmaßnahmen sind präventiv:

  • Gruppen-Einstellungen anpassen: Unter „Einstellungen > Datenschutz > Gruppen“ lässt sich festlegen, dass nur Kontakte einen hinzufügen dürfen.
  • Automatischen Download deaktivieren: In „Einstellungen > Speicher und Daten“ sollte der automatische Medien-Download für mobile Daten und WLAN ausgeschaltet werden.
  • Unbekannte Gruppen sofort verlassen: Verlassen Sie Gruppen, denen Sie ohne Ihr Zutun hinzugefügt wurden.
  • Daten schützen: Geben Sie niemals Bankdaten, Passwörter oder Adressen in Gruppen-Chats preis.
  • Skepsis bewahren: Angebote, die zu gut klingen, um wahr zu sein, sind es in der Regel auch. Hohe Gewinne ohne Risiko gibt es nicht.

Wer bereits Opfer geworden ist, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten, seine Bank informieren und den Chatverlauf als Beweismittel sichern. In der digitalen Welt ist gesundes Misstrauen oft der beste Begleiter.

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