WhatsApp-Gruppenchats, Dark-Web-Tool

WhatsApp-Gruppenchats: Neues Dark-Web-Tool stört Kommunikation

27.02.2026 - 05:39:23 | boerse-global.de

Ein neues, für 30 US-Dollar erhältliches Angriffstool nutzt Schwachstellen in WhatsApp aus, um Gruppenchats und Apps zum Absturz zu bringen. Meta reagiert mit neuen Sicherheitsfunktionen.

Ein neues Skript aus dem Dark Web bringt WhatsApp-Gruppenchats zum Absturz. Für nur 30 US-Dollar können Angreifer damit gezielt Konversationen einfrieren oder die App auf den Geräten der Mitglieder zum Stillstand bringen. Das einfach zu bedienende Tool verschärft die Sicherheitsbedenken rund um den Messenger von Meta.

So funktioniert der Angriff

Das Skript nutzt Schwachstellen in WhatsApp aus und lässt sich direkt von einem Android-Smartphone aus starten. Angreifer brauchen lediglich eine virtuelle Telefonnummer, um anonym zu bleiben. Die Auswirkungen variieren je nach Betriebssystem: Auf Android-Geräten stürzt die App komplett ab, bei iOS-Nutzern frieren die Gruppenchats ein. Das Softwarepaket soll zudem Funktionen für sogenanntes "Call-Bombing" enthalten – eine Flut von Anrufen, die das Zielgerät lahmlegt.

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Gruppenchats als gefährliches Einfallstor

Die aktuelle Bedrohung ist kein Einzelfall. Erst im Januar deckte Googles Sicherheitsteam Project Zero eine kritische Lücke auf. Über eine manipulierte Mediendatei in einem Gruppenchat konnten Angreifer damals Android-Geräte kompromittieren – ohne dass die Nutzer etwas tun mussten. WhatsApp lädt Dateien standardmäßig automatisch herunter, was solche "Zero-Click"-Angriffe ermöglicht.

Die Kombination aus automatisierten Skripten und massenhaft verfügbaren Telefonnummern aus früheren Datenlecks macht Gruppenchats zu einem attraktiven Ziel. Cyberkriminelle können so mit minimalem Aufwand eine große Anzahl von Nutzern treffen.

Meta reagiert mit neuen Sicherheitsfunktionen

Als Reaktion auf die wachsenden Gefahren hat Meta neue Schutzmaßnahmen für WhatsApp eingeführt. Seit Ende Januar rollt der optionalen "High Security Mode" aus, offiziell "Strenge Kontoeinstellungen" genannt. Er blockiert Medien von unbekannten Absendern und deaktiviert Link-Vorschauen.

Zudem hat das Unternehmen eine zentrale Programmbibliothek für Mediendateien in der speichersicheren Sprache Rust neu geschrieben. Dieser Schritt soll eine ganze Klasse von Speicherfehlern ausschließen, die früher oft als Einfallstor für Schadsoftware dienten.

Industrialisierung der Cyberkriminalität

Die Verfügbarkeit solcher günstigen Angriffstools zeigt einen besorgniserregenden Trend: die "Industrialisierung" der Cyberkriminalität. Technisch weniger versierte Akteure können fertige Produkte kaufen, um Schaden anzurichten. Das demokratisiert die Bedrohung und erhöht die Angriffsfrequenz auf Massenplattformen.

Die Debatte um die Sicherheit von Messengern wird intensiver. Während Meta die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Kernfeature bewirbt, zeigen solche Lücken, dass die Sicherheit von vielen Faktoren abhängt – auch von der Software-Architektur selbst.

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So können sich Nutzer schützen

Experten raten Nutzern zu erhöhter Wachsamkeit. Die wichtigste Maßnahme: Halten Sie die WhatsApp-App stets aktuell, um die neuesten Sicherheitspatches zu erhalten.

In den Einstellungen lässt sich das Risiko weiter minimieren. Deaktivieren Sie den automatischen Download von Medien, besonders für "Kontakte außerhalb meiner Kontaktliste". Legen Sie in den Datenschutzeinstellungen außerdem fest, dass nur "Meine Kontakte" Sie zu Gruppen hinzufügen dürfen. So verhindern Sie, ungefragt in potenziell bösartige Chats eingeladen zu werden.

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