WhatsApp führt SIM-Bindung ein und rollt Werbung aus
10.03.2026 - 04:09:44 | boerse-global.deWhatsApp hat seine Sicherheitsarchitektur grundlegend verschärft. Seit Anfang März gilt in wichtigen Märkten eine verpflichtende SIM-Bindung, die Konten besser vor Übernahmen schützen soll. Parallel startet der Messenger eine globale Werbeoffensive – verspricht aber, die Privatsphäre in Chats nicht anzutasten. Gleichzeitig ringt Mutterkonzern Meta mit der EU um die Regeln für KI-Assistenten auf der Plattform.
Neue SIM-Bindung erschwert Konto-Übernahmen
WhatsApp stellt Betrügern eine neue technische Hürde in den Weg. In Schlüsselmärkten wie Indien ist seit dem 1. März eine obligatorische SIM-Bindung aktiv. Sie verlangt, dass die registrierte SIM-Karte dauerhaft im primären Smartphone steckt.
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Bisher reichte eine einmalige SMS-Verifizierung. Kriminelle nutzten diese Lücke oft für Fernzugriffe. Jetzt prüft die App regelmäßig, ob die originale Karte noch im Gerät ist. Wird sie entfernt, werden Nutzer auf verknüpften Desktop-Geräten sofort abgemeldet.
Eine erneute Anmeldung ist erst möglich, wenn das Haupt-Handy mit der richtigen SIM für einen neuen QR-Code-Scan bereitsteht. Experten sehen darin einen Meilenstein für die digitale Identitätssicherheit.
Werbung im Updates-Tab – Verschlüsselung bleibt
Während die Zugangskontrollen strenger werden, treibt WhatsApp seine Monetarisierung voran. Der Messenger rollt global Werbeanzeigen aus. Diese erscheinen aber ausschließlich im separaten Updates-Tab und nicht in den privaten Chats.
Meta betont: Sämtliche persönlichen Unterhaltungen, Anrufe und Videochats bleiben Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Weder WhatsApp noch Dritte können diese Inhalte mitlesen. Private Nachrichten und Kontaktlisten sollen nicht für die Personalisierung der Werbung genutzt werden.
Stattdessen basieren die Anzeigen auf Metas allgemeiner Anzeigentechnologie. Volljährige Nutzer können etwa Interaktionen in Kanälen oder Präferenzen aus anderen Meta-Diensten beeinflussen, was sie sehen. Die App bietet Transparenztools an, um die Anzeigenauswahl nachzuvollziehen.
EU-Konflikt: Meta öffnet WhatsApp für KI-Rivalen
Gleichzeitig gerät Meta unter regulatorischen Druck. Die EU wirft dem Konzern vor, mit seiner KI-Strategie gegen Wettbewerbsregeln zu verstoßen. Meta hatte im Januar den Zugang für externe KI-Assistenten über die Business-API blockiert, um nur die hauseigene Meta AI zuzulassen.
Das Unternehmen argumentierte mit Sicherheitsbedenken. Eine integrierte Lösung sei nötig, um die hohen Datenschutzstandards von WhatsApp zu wahren. Die Europäische Kommission sah darin einen möglichen Verstoß gegen den Digital Markets Act.
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Nach Androhung einstweiliger Maßnahmen lenkte Meta ein. Berichten zufolge öffnet das Unternehmen die Plattform in Europa vorübergehend wieder für KI-Drittanbieter. Für zwölf Monate dürfen rivalisierende Chatbots wieder angeboten werden, während die EU ihre Untersuchung fortsetzt.
Neue Suchfunktion und Design-Updates
Begleitend zu den großen Änderungen verbessert WhatsApp auch seine Alltagstauglichkeit. Die Suchfunktion wurde überarbeitet, da der Messenger zunehmend als Archiv für Dokumente dient. Neue horizontale Filter und eine verbesserte Suchhistorie sollen das Finden von alten Dateien erleichtern.
Der Suchverlauf wird dabei lokal auf dem Gerät verarbeitet und nicht mit Servern synchronisiert. Nutzer können ihre Anfragen manuell löschen. Zudem testet WhatsApp optische Anpassungen wie weicher abgerundete Chat-Blasen auf Android.
Aktuell kursieren auch Berichte über eine mögliche Premium-Version namens WhatsApp Plus. Sie würde sich an Power-User richten und Funktionen wie das Anheften von bis zu 20 Chats bieten. Die Standard-App soll aber kostenlos und sicher bleiben.
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