WhatsApp führt Sicherheits-Modus für bedrohte Nutzer ein
06.02.2026 - 08:00:11WhatsApp startet einen scharfen Sicherheitsmodus, der Medien von unbekannten Absendern blockiert. Das Feature richtet sich gezielt an Journalisten, Aktivisten und andere gefährdete Personen.
Der Meta-Konzern reagiert damit auf zunehmend raffinierte Cyberangriffe. Der neue Modus „Strikte Kontoeinstellungen“ schottet Nutzer nahezu vollständig von unbekannten Kontakten ab. Er blockiert automatisch Bilder, Videos und Dateianhänge von nicht gespeicherten Nummern – einem der häufigsten Wege für Spyware. Zudem werden Anrufe von Fremden stummgeschaltet, Linkvorschauen deaktiviert und Gruppen-Einladungen eingeschränkt.
Aktiviert ein Nutzer den Modus, greift ein Bündel restriktiver Maßnahmen. Das Profil wird unsichtbar: „Zuletzt online“, Profilbild und Info-Text sind nur für Kontakte sichtbar. Gleichzeitig stellt das System sicher, dass die Zwei-Faktor-Authentifizierung und Sicherheitsbenachrichtigungen eingeschaltet sind. Die Einstellung lässt sich mit einem Schalter unter Einstellungen > Datenschutz > Erweitert aktivieren.
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Die Kehrseite der Medaille: Die Sicherheit geht auf Kosten der Bequemlichkeit. Legitime Dokumente von neuen Geschäftskontakten könnten blockiert werden. Zudem ist die Funktion nur auf dem primären Smartphone verfügbar, nicht in der Web- oder Desktop-Version.
Gezielter Schutz für gefährdete Zielgruppen
Meta betont, dass das Feature speziell für Personen mit erhöhtem Risiko entwickelt wurde. „Für diese Nutzergruppe ist der Kompromiss aus Einschränkung und Schutz sinnvoll“, so die Einschätzung des Unternehmens. Während die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung den Nachrichteninhalt schützt, sollen die neuen Einstellungen verhindern, dass über die Verarbeitung eingehender Daten Schadsoftware eingeschleust wird.
Der Schritt folgt einem Branchentrend. Apple führte bereits 2022 einen ähnlichen „Lockdown-Modus“ ein, Google bietet ein „Erweitertes Schutzprogramm“ an. Hinter den Kulissen setzt WhatsApp verstärkt auf die Programmiersprache Rust, die für ihre Speichersicherheit bekannt ist und Schwachstellen minimieren soll.
Die Zukunft: Proaktiver statt reaktiver Schutz
Die Einführung des strengen Modus markiert eine strategische Wende. Plattformen reagieren nicht mehr nur auf Angriffe, sondern bauen präventive Barrieren auf. Die große Herausforderung bleibt, starke Sicherheitstools anzubieten, ohne die App für die breite Masse unhandlich zu machen.
Die optionalen „Strikten Kontoeinstellungen“ sind ein Mittelweg. Für den Durchschnittsnutzer ändert sich nichts. Wer sich bedroht fühlt, erhält jedoch mit einem Fingertipp ein mächtiges Werkzeug zur Selbstverteidigung im digitalen Raum. Die weltweite Rollout soll in den kommenden Wochen abgeschlossen sein.
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