WhatsApp, Nachrichtenverlauf

WhatsApp führt Nachrichtenverlauf für Gruppen ein

22.02.2026 - 13:18:12 | boerse-global.de

WhatsApp ermöglicht Admins die gezielte Freigabe von Nachrichtenverläufen für neue Mitglieder, während die BaFin vor betrügerischen Investoren-Chats warnt und die App Sicherheitsfunktionen für Risikogruppen erweitert.

WhatsChat-Gruppen bekommen ab sofort einen kontrollierten Nachrichtenverlauf. Die neue Funktion soll neuen Mitgliedern den Einstieg erleichtern, ohne die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu brechen. Gleichzeitig warnt die BaFin vor Betrug in Chatgruppen.

Gruppen-Neulinge sehen jetzt alte Nachrichten

Wer bisher einer bestehenden WhatsApp-Gruppe beitrat, sah nur leere Bildschirme. Ab dieser Woche können Admins neuen Mitgliedern gezielt den Chatverlauf freigeben. Zur Wahl stehen die letzten 25, 50, 75 oder maximal 100 Nachrichten.

Der entscheidende Clou: Die Freigabe erfolgt nicht automatisch. Admins müssen sie bei jedem Beitritt manuell aktivieren. So können sie prüfen, ob vergangene Diskussionen für den Neuling relevant und angemessen sind. Die Funktion lässt sich auch komplett deaktivieren.

Verschlüsselung bleibt intakt

Die Historien-Funktion wirft Datenschutzfragen auf. Meta betont jedoch, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erhalten bleibt. Beim Teilen generiert das System einen neuen Schlüssel für die Übertragung.

Alle Gruppenmitglieder erhalten eine Systembenachrichtigung, wenn ein Verlauf geteilt wird. Für den neuen Teilnehmer werden die alten Nachrichten optisch deutlich von aktuellen abgehoben. Experten sehen in diesem Design einen wirksamen Schutz vor unbemerktem Ausleiten von Chats.

WhatsApp verschärft Sicherheit für gefährdete Nutzer

Parallel zum neuen Komfortfeature rüstet WhatsApp gegen professionelle Hackerangriffe auf. Ein spezieller Sicherheitsmodus richtet sich an Hochrisiko-Nutzer wie Journalisten und Aktivisten.

Im Schutzmodus blockiert die App automatisch Datei­anhänge von unbekannten Absendern. Linkvorschauen werden deaktiviert, da sie oft als Einfallstor für Schadcode dienten. Unbekannte Anrufer werden stummgeschaltet und die IP-Adresse bei Telefonaten verborgen. Diese Einstellungen lassen sich nur vom Hauptgerät aus verwalten.

BaFin warnt vor Betrug in Chatgruppen

Neben technischen Angriffen wächst die Gefahr durch Social Engineering. Betrüger locken Nutzer vermehrt in vermeintlich exklusive Investoren- oder Jobgruppen. Erst diese Woche veröffentlichte die BaFin eine Warnung vor bestimmten WhatsApp-Gruppen.

Konkret ging es um Angebote der Plattform boamglobal, die in Chatgruppen unerlaubt Finanzdienstleistungen bewarb. Verbraucherschützer beobachten, dass dort oft mit extrem hohen Renditen gelockt wird. Die Täter treten unter falschen Identitäten als Anlageberater auf.

Experten raten, die Datenschutzeinstellungen so zu konfigurieren, dass nur gespeicherte Kontakte einen zu Gruppen hinzufügen dürfen. Das reduziert das Risiko, Teil betrügerischer Netzwerke zu werden.

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WhatsApp wird zur professionellen Infrastruktur

Die neuen Funktionen zeigen: WhatsApp ist längst kein reiner Freizeit-Messenger mehr. Die App dient heute als kritische Infrastruktur für Unternehmen, Vereine und Projektteams. Der Nachrichtenverlauf ist ein strategischer Schritt im Wettbewerb mit Telegram und Discord.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Umsetzung. Während andere Plattformen Gruppenchats oft cloudbasiert speichern, kombiniert WhatsApp den Komfort mit strikter lokaler Verschlüsselung. Die Begrenzung auf 100 Nachrichten und das manuelle Opt-in spiegeln genau diesen Kompromiss wider.

Gleichzeitig verdeutlichen die Sicherheitsupdates und Behördenwarnungen: Mehr Funktionalität schafft auch neue Angriffsflächen. Die Plattform muss zunehmend Verantwortung für Missbrauch ihrer Infrastruktur übernehmen.

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