WhatsApp führt elterliche Kontrollen ein
16.01.2026 - 20:42:12WhatsApp entwickelt neue Sicherheitsfunktionen für Teenager-Accounts. Der Messenger will damit eine Lücke bei Jugendschutz-Tools schließen.
In einem bedeutenden Schritt für den Jugendschutz arbeitet Meta’s WhatsApp an einer Suite neuer elterlicher Kontrollfunktionen. Die Updates, die sich derzeit in der Beta-Testphase befinden, werden es Eltern und Erziehungsberechtigten ermöglichen, die Accounts ihrer Teenager zu verknüpfen. Dies bietet eine zusätzliche Schutzschicht, während die charakteristische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Plattform erhalten bleibt. Die Entwicklung zielt darauf ab, Eltern mehr Einblick in die digitalen Interaktionen ihrer Kinder zu geben, ohne die Privatsphäre ihrer Gespräche zu kompromittieren.
Die neue Funktionalität, die in der neuesten Android-Beta-Version der App entdeckt wurde, führt das Konzept von „Sekundäraccounts“ für Minderjährige ein. Diese Accounts werden mit dem primären Account eines Elternteils verbunden und schaffen eine „dedizierte Verbindung“. Diese ermöglicht es Erziehungsberechtigten, wichtige Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen zu verwalten.
Im Kern des neuen Systems steht die Möglichkeit für Eltern, zentrale Sicherheitseinstellungen im Account ihres Teenagers anzupassen. Sie können kontrollieren, wer das Profilfoto, die „Info“-Angaben und den „Zuletzt online“-Status ihres Kindes sehen darf. Zudem haben sie die Befugnis, zu verwalten, wer den Minderjährigen zu Gruppenchats hinzufügen kann, und zu bestimmen, ob Lesebestätigungen aktiviert sind.
Eine zentrale Schutzmaßnahme ist eine Standardeinstellung, die die Nachrichten- und Anruffunktionen eines Teenagers auf gespeicherte Kontakte beschränkt. Dieses Feature soll das Risiko unerwünschter Kommunikation durch unbekannte Nutzer deutlich reduzieren und potenziellen Spam, Betrug und andere schädliche Interaktionen eindämmen.
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Trotz dieser Kontrollen betont WhatsApp sein Bekenntnis zur Privatsphäre. Die Plattform stellt klar, dass die neuen Features die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht brechen werden. Eltern werden also nicht in der Lage sein, den Inhalt der Nachrichten ihrer Kinder zu lesen oder ihre Anrufe mitzuhören. Private Gespräche bleiben privat.
Wie die verknüpften Accounts funktionieren
Das System funktioniert, indem der sekundäre Account des Kindes mit dem primären Account des Elternteils verknüpft wird – eine Verbindung, die der Elternteil genehmigen muss. Einmal eingerichtet, funktioniert der Account des Kindes mit diesen integrierten Grenzen und elterlichen Kontrollen. Dieser einwilligungsbasierte Ansatz soll einen Dialog über Online-Sicherheit zwischen Eltern und Kindern fördern.
Neben den spezifischen Privatsphäre-Einstellungen deuten Berichte an, dass Eltern möglicherweise auch grundlegende Aktivitäts-Updates erhalten. Die genaue Art dieser Updates ist noch nicht vollständig detailliert. Die Plattform erkundet angeblich weitere Verbesserungen, darunter Bildschirmzeit-Erinnerungen, Benachrichtigungen bei ungewöhnlicher Aktivität und Bildungsinhalte, die Eltern und Teenager zu gesünderen digitalen Gewohnheiten führen sollen.
Branchenkontext und regulatorischer Druck
Dieser Schritt von WhatsApp erfolgt, während digitale Plattformen weltweit unter zunehmendem Druck von Regierungen und Sicherheitsbefürworten stehen, stärkere Schutzmaßnahmen für Minderjährige online umzusetzen. Mit der Einführung dieser Features passt sich WhatsApp stärker den Branchentrends und regulatorischen Erwartungen im Bereich Kindersicherung an. Der Ansatz, elterliche Aufsicht mit strengen Datenschutzmaßnahmen zu kombinieren, könnte einen neuen Standard für Messenger-Apps setzen.
Die elterlichen Kontrollfunktionen werden derzeit in der Android-Beta-App getestet. Es gibt keinen bestätigten Zeitplan für eine breitere öffentliche Veröffentlichung, da das Feature noch in Entwicklung ist. Beobachter gehen davon aus, dass die Tools in verschiedenen Regionen gründlich validiert werden, bevor ein globaler Rollout angekündigt wird. WhatsApp hat auch angedeutet, dass die Aufsichtsfunktionen flexibel sein werden, um Anpassungen zu ermöglichen, wenn Teenager älter werden und mehr digitale Unabhängigkeit benötigen.
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