WhatsApp führt elterliche Kontrolle für Kinder ein
13.01.2026 - 16:22:12WhatsApp entwickelt ein neues System für Zweitkonten, um Minderjährige besser zu schützen. Die Meta-Tochter reagiert damit auf jahrelange Forderungen nach mehr Sicherheit für junge Nutzer.
Die weltweit meistgenutzte Messenger-App will Eltern künftig deutlich mehr Kontrolle über die Accounts ihrer Kinder geben. In aktuellen Beta-Versionen der Android-App fanden Experten eine umfassende Suite an elterlichen Kontrollfunktionen. Kernstück ist ein neues Zweitkonto-System für Nutzer unter 18 Jahren. Ein primäres Eltern-Konto kann dabei mit dem Konto des Kindes verknüpft werden.
Die Initiative markiert eine Kehrtwende für WhatsApp. Bislang bot der Dienst kaum native Tools zur Aufsicht – anders als viele soziale Netzwerke. Zwar ist die Nutzung offiziell erst ab 13 Jahren erlaubt, doch jüngere Kinder umgehen diese Regel häufig. Der neue Ansatz schafft einen kontrollierteren Raum und reagiert auf Druck von Aufsichtsbehörden und Kinderschutz-Organisationen.
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So funktioniert das Zweitkonto-System
Die Verknüpfung zwischen Haupt- und Zweitkonto erfolgt über einen speziellen Link. Die Eltern erhalten so Zugriff, um wichtige Privatsphäre-Einstellungen für das Konto des Kindes zu prüfen und anzupassen.
Doch wo zieht WhatsApp die Grenze? Die Aufsicht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der Kommunikation. Nachrichten und Anrufe bleiben durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Eltern können sie nicht mitlesen oder mithören. Stattdessen konzentrieren sich die Kontrollen darauf, wie das Zweitkonto auf der Plattform interagiert.
Eltern sollen „Aktivitäts-Updates“ erhalten. Diese beziehen sich voraussichtlich auf allgemeine Nutzungsdaten und geänderte Einstellungen – nicht auf private Gespräche. WhatsApp sucht so einen schwierigen Spagat: mehr Sicherheit für Kinder, ohne ihre Privatsphäre grundlegend auszuhebeln.
Strikte Limits für junge Nutzer
Die wohl einschneidendste Neuerung sind voreingestellte Kommunikationsbeschränkungen. Für ein betreutes Zweitkonto gilt standardmäßig: Nachrichten und Anrufe sind nur mit gespeicherten Kontakten möglich. Das soll unerwünschte Kontaktaufnahmen durch Fremde stark reduzieren.
Auch für Gruppenchats gelten strenge Regeln: Nur gespeicherte Kontakte dürfen das Konto des Kindes einer Gruppe hinzufügen. Zudem können Eltern die Sichtbarkeit der Profilinformationen steuern – also Profilbild, „Info“-Text und „Zuletzt online“-Status. Laut Beta-Berichten sind zudem die Lesebestätigungen für diese Konten standardmäßig deaktiviert.
Branchentrend: Mehr Schutz für Minderjährige
Die Entwicklung kommt zu einer Zeit, in der der Jugendschutz auf Digitalplattformen im Fokus von Regulierern steht. WhatsApp hinkte hier lange hinterher. Eltern mussten auf weniger integrierte, gerätebasierte Restriktionen zurückgreifen. Die nativen, plattformeigenen Tools schließen diese Lücke.
Der Schritt ist Teil eines Branchentrends. Große Tech-Konzerne sehen sich durch Gesetze wie den Digital Services Act (DSA) der EU und öffentlichen Druck gezwungen, den Schutz Minderjähriger zu verstärken. Das neue System bietet Eltern eine dringend benötigte Mittelweg-Alternative. Bisher standen sie oft vor der Wahl: App komplett verbieten oder uneingeschränkten Zugang gewähren.
Ausblick: Wann kommt die Funktion?
Die Funktionen werden aktuell in der WhatsApp Beta für Android (Version 2.26.1.30) getestet. Ein offizielles Rollout-Datum steht noch nicht fest. Unklar ist auch der genaue Umfang der „Aktivitäts-Updates“ und wie die Umsetzung auf iOS-Geräten aussehen wird.
Langfristig könnten diese Grundkontrollen den Weg für ausgefeiltere Sicherheitswerkzeuge ebnen. Branchenbeobachter spekulieren über KI-gestützte Warnungen bei verdächtigen Aktivitäten oder eine bessere Integration in geräteinterne Bildschirmzeit-Tools. Gelingt die Umsetzung, könnte WhatsApp einen neuen Standard für verantwortungsvolles Design im Messenger-Bereich setzen – und zeigen, wie sich Nutzerprivatsphäre und der Schutz junger Menschen in Einklang bringen lassen.
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