WhatsApp erweitert Chat-Sperre und kämpft mit EU-Regeln
18.02.2026 - 06:32:12 | boerse-global.deWhatsApp verstärkt den Schutz privater Chats. Der Messenger arbeitet an einer plattformübergreifenden Chat-Sperre und neuen Umfrage-Tools. Gleichzeitig zwingen neue EU-Gesetze die Meta-Tochter zu mehr Offenheit und Kontrolle.
Die geplante Chat-Sperren-Synchronisierung soll den bisher auf das Haupt-Handy beschränkten Schutz ausweiten. Künftig würden gesperrte Chats auch auf verknüpften Desktop-Clients und anderen Geräten versteckt bleiben. Das schafft eine durchgängige Sicherheitsbarriere.
Anonyme Umfragen für ehrliche Antworten
Parallel testet WhatsApp in Beta-Versionen neue Umfrage-Funktionen. Diese sollen anonym und zeitlich begrenzt sein. In Gruppenchats bliebe so nur das Abstimmungsergebnis, nicht der Name des Wählers sichtbar. Ein festlegbares Ablaufdatum soll die Verwaltung erleichtern.
Das Fundament aller Neuerungen bleibt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Sie schützt Nachrichten, Anrufe und Medien so, dass nicht einmal WhatsApp selbst mitlesen kann. Optional sichern verschlüsselte Backups die Chat-Verläufe in der Cloud.
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EU stellt WhatsApp unter schärfere Aufsicht
Die Privatsphäre-Offensive findet in einem verschärften regulatorischen Umfeld statt. Die EU-Kommission stufte WhatsApp Ende Januar als „sehr große Online-Plattform“ ein. Grund ist die „Channels“-Funktion, die in der EU über 45 Millionen monatliche Nutzer zählt.
Diese Einstufung unter den Digital Services Act (DSA) bringt Pflichten mit sich:
* Bis Mitte Mai 2026 muss Meta Risiken durch illegale Inhalte und Wahlmanipulation in Channels bewerten und eindämmen.
* Die private Kommunikation bleibt von diesen DSA-Pflichten ausgenommen.
Zusätzlich fordert der Digital Markets Act (DMA) Interoperabilität. WhatsApp muss sich für andere Messenger-Dienste öffnen. Die größte Herausforderung: Wie lässt sich die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung dabei über Plattformgrenzen hinweg garantieren?
Balanceakt zwischen Privatsphäre und Regulierung
WhatsApp muss einen schwierigen Spagat meistern. Einerseits verlangen Nutzer maximale Diskretion, andererseits zwingen EU-Regeln zu mehr Transparenz und Kontrolle. Die Interoperabilität wird zum Lackmustest. Wird die Umsetzung sicher genug für Konkurrenten wie Signal oder Threema sein?
Das Jahr 2026 wird für den Messenger entscheidend. Die schrittweise Einführung neuer Privatsphäre-Tools trifft auf die fundamentale Anpassung an europäisches Recht. Wie transparent und sicher dieser Wandel gelingt, wird über die Zukunft des Dienstes mitentscheiden.
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