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WhatsApp: Diese versteckte Einstellung schützt Ihren Standort

07.02.2026 - 14:10:12

WhatsApp führt eine neue Sicherheitsoption ein, die Anrufe über Server umleitet, um die eigene IP-Adresse vor Gesprächspartnern zu verbergen. Die Funktion muss manuell aktiviert werden.

WhatsApp-Nutzer können ihre IP-Adresse bei Anrufen jetzt verbergen. Eine neue Sicherheitsfunktion im Messenger verhindert, dass Gesprächspartner den ungefähren Standort ermitteln. Die Option ist standardmäßig deaktiviert und muss manuell eingeschaltet werden.

So verraten Anrufe Ihren Standort

Die Technik hinter der Risiko ist simpel: Für eine optimale Tonqualität baut WhatsApp standardmäßig eine direkte Peer-to-Peer-Verbindung zwischen den Geräten auf. Dabei tauschen beide Telefone ihre IP-Adressen aus.

Diese Zahlenkombination verrät zwar nicht die genaue Hausadresse, lässt aber Rückschlüsse auf die Region und den Internetanbieter zu. Für technisch versierte Personen ist es ein Leichtes, so den Stadtteil oder das Bundesland einzugrenzen. Ein echtes Risiko also bei Anrufen von unbekannten Nummern.

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Der digitale Schutzschild: Anrufe über Server umleiten

Die Lösung heißt „IP-Adresse bei Anrufen schützen“. Aktiviert man diese Funktion, wird die direkte Verbindung gekappt. Stattdessen läuft der Anruf über die Server von WhatsApp.

Das Ergebnis: Der Gesprächspartner sieht nur noch die IP-Adresse von WhatsApp, Ihre eigene bleibt verborgen. Ein Prinzip, das an ein VPN erinnert, aber speziell für Sprachanrufe in der App funktioniert. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt dabei vollständig erhalten – selbst WhatsApp kann die Gespräche nicht mithören.

So aktivieren Sie den Schutz

Die Einstellung versteckt sich tief im Menü und ist ausgeschaltet, um die beste Anrufqualität zu gewährleisten. So schalten Sie sie an:

  1. Öffnen Sie Einstellungen > Datenschutz.
  2. Scrollen Sie nach unten zum Punkt Erweitert.
  3. Setzen Sie den Schalter bei „IP-Adresse in Anrufen schützen“ auf aktiv.

Der Schutz gilt sofort für alle neuen Anrufe. Besonders relevant ist er für alle, die viel mit unbekannten Geschäftspartnern telefonieren oder sich vor digitaler Nachverfolgung schützen wollen.

Vorsicht auch bei Link-Vorschauen

Das Risiko lauert nicht nur bei Anrufen. Sicherheitsexperten warnen diese Woche auch vor automatischen Link-Vorschauen. Wird ein Link im Chat geteilt, baut WhatsApp eine Verbindung zur Webseite auf und übermittelt dabei Ihre IP-Adresse an den Betreiber.

Wer auch hier auf Nummer sicher gehen will, findet im selben „Erweitert“-Menü die Option, Linkvorschauen zu deaktivieren. Zusammen mit dem IP-Schutz bei Anrufen bildet das eine starke Abwehr gegen unerwünschtes Tracking.

Der Kompromiss: Privatsphäre vs. Qualität

Die neue Funktion zeigt einen Trend: Datensparsamkeit wird immer wichtiger. Doch der Schutz hat seinen Preis. Die Umleitung über Server kann bei schlechter Internetverbindung die Sprachqualität leicht beeinträchtigen.

Genau deshalb hat Meta die Einstellung nicht für alle zwei Milliarden Nutzer aktiviert. Es bleibt eine persönliche Abwägung: maximale Privatsphäre oder kristallklarer Ton? Bei Gruppenanrufen ist die Server-Umleitung übrigens schon immer Standard – hier wäre eine direkte Verbindung zwischen allen Teilnehmern technisch unmöglich.

Die Diskussion macht deutlich: Wer seine digitale Privatsphäre schützen will, muss heute oft selbst aktiv werden. Die Verschlüsselung der Nachrichten allein reicht nicht mehr aus. Der Schutz der Metadaten – wie der eigenen IP-Adresse – liegt in der Hand des Nutzers.

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