WhatsApp-Betrug, Mum“-Masche

WhatsApp-Betrug: „Hi Mum“-Masche nutzt Elternsorgen aus

18.01.2026 - 16:43:12

Betrüger nutzen über WhatsApp gefälschte Notrufe von Kindern, um Eltern unter Druck zu Geldüberweisungen zu bewegen. Experten warnen vor zunehmend raffinierteren Methoden wie KI-Stimmen.

Die als „Hi Mum“ bekannte Betrugsmasche erschleicht sich weiterhin Geld von besorgten Eltern über WhatsApp. Sicherheitsexperten warnen eindringlich vor den emotional manipulativen Nachrichten, die angeblich von in Not geratenen Kindern stammen. Die Methode nutzt den Schutzinstinkt von Eltern aus und verursacht regelmäßig hohe finanzielle Schäden.

So funktioniert der perfide Trick

Die Masche folgt einem ausgeklügelten Drehbuch. Zunächst erreicht die Eltern eine WhatsApp-Nachricht von einer unbekannten Nummer mit einer einfachen Begrüßung wie „Hi Mum“ oder „Hallo Papa“. Der Absender gibt sich als Sohn oder Tochter aus und erklärt, das eigene Handy sei kaputt, verloren oder gestohlen – man schreibe deshalb von einer Ersatznummer.

Auf dieses harmlose Vorspiel folgt die eigentliche Falle: Der Betrüger schildert eine akute Notsituation. Es müsse dringend Geld für ein neues Handy, eine offene Rechnung oder die Miete überwiesen werden, um eine Kündigung abzuwenden. Unter massivem Zeitdruck wird zur sofortigen Überweisung auf ein unbekanntes Konto gedrängt. Versucht das Opfer, auf der neuen Nummer anzurufen, wird dies mit Ausreden wie einem defekten Mikrofon abgeblockt.

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Die Psychologie hinter dem Erfolg

Warum ist diese Masche so erfolgreich? Sie hackt nicht die Technik, sondern die menschliche Psyche. Die Betrüger spielen gezielt mit der emotionalen Bindung zwischen Eltern und Kindern. Die anfängliche, vertraute Ansprache wirkt entschärfend. Die dann konstruierte Dringlichkeit löst bei den Eltern Panik und den unbedingten Wunsch zu helfen aus – oft auf Kosten der rationalen Überprüfung.

Experten warnen, dass die Betrugsmethoden immer raffinierter werden könnten. Der Einsatz von KI-gestützter Sprachsynthese (Voice Cloning) für täuschend echte Sprachnachrichten oder sogar Telefonate wäre der nächste logische Schritt. Das würde die Fälschungen noch schwerer erkennbar machen.

So schützen Sie sich vor der Masche

Die wichtigste Regel lautet: Stoppen, Denken, Anrufen. Lassen Sie sich nicht von angeblicher Dringlichkeit hetzen.

  • Unabhängig verifizieren: Rufen Sie Ihr Kind immer auf der originalen, gespeicherten Nummer an. Nutzen Sie niemals die in der Nachricht angegebene Ersatznummer für die Überprüfung.
  • Unbekannte Nummern misstrauen: Eine dringende Geldbitte von einer unbekannten Nummer ist immer ein Alarmzeichen.
  • Prüffragen stellen: Können Sie Ihr Kind nicht erreichen, stellen Sie persönliche Fragen, die nur Ihr Familienmitglied beantworten kann. Einige Familien etablieren sogar ein privates Codewort für solche Fälle.
  • Druck widerstehen: Echte Notfälle halten Minuten aus, die Sie für eine Überprüfung benötigen. Überweisen Sie niemals Geld, nur weil sofortiges Handeln gefordert wird.

Ein anhaltendes, globales Problem

Der „Hi Mum“-Betrug ist Teil einer Flut von Identitätsdiebstählen auf Messengern. Mit Milliarden Nutzern ist WhatsApp ein ideales Jagdrevier für Cyberkriminelle. Gleiche Methoden werden auch per SMS eingesetzt, um noch mehr potenzielle Opfer zu erreichen.

Der finanzielle Gesamtschaden geht in die Millionen. Der emotionale Schaden für die Betrogenen ist oft ebenso hoch. Der Mutterkonzern Meta hat als Reaktion bereits Millionen Konten von Betrugsnetzwerken löschen lassen. Angesichts der schieren Masse an Angriffen bleibt die Wachsamkeit der Nutzer jedoch die wirksamste Verteidigung.

Die Betrüger werden ihre Taktiken weiter verfeinern. Die Masche ist zudem variabel: Statt des Kindes kann genauso gut der Ehepartner, ein Freund oder ein angeblicher Beamter imitiert werden. In einer digitalen Welt, in der Betrug immer emotionaler wird, ist gesunder Menschenverstand der beste Schutz: Nie darf Dringlichkeit die sorgfältige, eigenständige Überprüfung ersetzen.

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