WhatsApp, Rätselraten

WhatsApp beendet das Rätselraten in neuen Gruppen

21.02.2026 - 07:24:11 | boerse-global.de

WhatsApp schließt mit der Einführung einer Nachrichtenhistorie für Gruppen die größte Funktionslücke zu Telegram. Neue Formatierungen und ein überarbeitetes Interface kündigen ein transformatives Jahr 2026 an.

WhatsApp führt nach Jahren des Wartens endlich die Nachrichten-Vorschau für neue Gruppenmitglieder ein. Die Updates dieser Woche schließen die größte Funktionslücke zum Konkurrenten Telegram.

Der Ärger war allen Nutzern vertraut: Wer einer WhatsApp-Gruppe beitrat, sah erstmal nur eine leere Fläche. Der laufende Chat blieb verborgen. Diese Zeit ist nun vorbei. Seit dem 19. Februar 2026 rollt ein großes Update aus, das neue Mitglieder die letzten Unterhaltungen einsehen lässt. Es ist der Höhepunkt einer Welle von Neuerungen, die den Messenger auf einen Schlag modernisieren.

Gruppen-Chatverlauf: Endlich kein Kontext mehr verloren

Die wichtigste Neuerung ist die „Gruppen-Nachrichtenhistorie“. Sie behebt einen der größten Nachteile gegenüber Messenger-Diensten wie Telegram oder Discord. Gruppen-Admins können nun wählen, ob sie neuen Mitgliedern die Chats der letzten 24 Stunden freigeben.

Das System ist kein Automatismus, sondern eine bewusste Entscheidung aus Privatsphäre-Gründen. Beim Hinzufügen eines Nutzers erscheint ein Schalter für „Letzten Verlauf teilen“. Wird er aktiviert, erhält der Neue ein verschlüsseltes Paket mit den letzten 25 bis 100 Nachrichten. Die Menge hängt von der Aktivität der Gruppe ab.

Sicherheitsexperten loben die Umsetzung. WhatsApp hält an seiner End-to-End-Verschlüsselung fest. Der Verlauf wird nicht von einem zentralen Server abgerufen, sondern speziell für das neue Gerät neu verschlüsselt. So bleibt die „Zero-Knowledge“-Architektur gewahrt, während ein großes Nutzerproblem gelöst wird. Die Funktion wird derzeit für iOS und Android ausgespielt und soll in den kommenden Wochen weltweit verfügbar sein.

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Versteckter Trick: Neue Formatierung für „Spoiler“

Während der Chatverlauf Schlagzeilen macht, entdeckten Code-Experten in der neuesten Beta-Version einen versteckten Kniff. Eine neue Formatierungsoption erlaubt es, Text als „Spoiler“ zu markieren.

Durch das Umklammern von Text mit doppelten senkrechten Strichen (etwa ||Text||) erscheint die Nachricht im Chatfenster verschwommen oder geschwärzt. Der Empfänger muss auf den Bereich tippen, um den Inhalt zu enthüllen. Die Funktion ist ideal, um in Gruppen über Filme, Bücher oder sensible Themen zu sprechen, ohne anderen die Überraschung zu verderben. Sie fügt den vorhandenen Optionen für Fettdruck oder Durchstreichung eine interaktive Ebene hinzu. Obwohl sie im Beta-Code noch versteckt ist, funktioniert sie bei Testern bereits – ein Indiz für eine baldige Veröffentlichung.

Kontroverse Neugestaltung: Status-Updates rücken nach vorn

Ein weiterer Trend, über den am 20. Februar berichtet wurde, betrifft das Hauptinterface. In Beta-Versionen wandern Status-Updates – WhatsApps Version von Stories – aus ihrem eigenen Tab ganz nach oben in die Chatliste.

Dieses Design übernimmt die „Story-Bläschen“ von Instagram und Messenger. Nutzer sehen dann kreisförmige Vorschaubilder der Status ihrer Kontakte direkt über ihren Chats. Branchenbeobachter sehen darin den Versuch, die Interaktion mit dem Status-Feature zu steigern. Für das Mutterunternehmen Meta ist dies eine lukrative Werbe-Einnahmequelle.

Die Reaktionen der Nutzer sind gespalten. Die einen begrüßen den schnelleren Zugriff, andere kritisieren die optische Unübersichtlichkeit. Für Power-User signalisiert die Änderung jedoch einen Wandel: Flüchtige Video- und Bild-Updates werden dem direkten Messaging gleichgestellt.

Die Vorbereitung auf die Ära der Benutzernamen

Hinter den aktuellen Updates zeichnet sich eine noch größere Veränderung ab. Informationen zum Fahrplan für Juni 2026 konkretisieren den Abschied von der Telefonnummer als zentralem Identifikator.

Laut Berichten werden Unternehmen derzeit aufgefordert, ihre API-Systeme für „Business-Scoped User IDs“ (BSUIDs) upzudaten. Dieser technische Schritt ebnet den Weg für die Einführung eindeutiger Benutzernamen. Ab Mitte 2026 sollen Nutzer ihre Telefonnummer komplett verbergen und nur noch über einen eindeutigen Handle (z.B. @benutzername) kontaktiert werden können. Es wäre eine massive Privacy-Überholung, die die Identität des Nutzers erstmals von der SIM-Karte entkoppelt.

Sicherheitsexperten betonen, dass die Funktion für die Allgemeinheit noch nicht aktiv ist, die Backend-Infrastruktur aber finalisiert wird. Nutzer sollten in den kommenden Monaten die Einstellungen im Auge behalten, um sich ihren Wunsch-Namen zu sichern, bevor der allgemeine Ansturm beginnt.

Strategie: WhatsApp schließt endlich die Feature-Lücke

Das Timing der Updates verrät eine defensive Strategie. Konkurrent Telegram lockte seit Jahren Power-User und große Communities mit permanentem Chatverlauf und erweiterten Formatierungen. Indem WhatsApp diese Fähigkeiten nun integriert, schließt es die Funktionslücke – und setzt dabei auf seine über zwei Milliarden Nutzer.

Marktbeobachter sehen besonders im Gruppen-Chatverlauf einen Game-Changer für den professionellen Einsatz. Bislang erschwerte der fehlende Kontext die Einarbeitung neuer Mitarbeiter oder Vereinsmitglieder. Diese Hürde fällt nun weg. Damit könnte WhatsApp sogar Plattformen wie Slack oder Microsoft Teams für lockere berufliche Kommunikation gefährden.

Die Betonung der Privatsphäre – die Opt-in-Freigabe und die lokale Neuverschlüsselung – unterstreicht Metas Strategie, WhatsApp als „privaten“ Gegenentwurf zu offenen Sozialen Netzwerken zu positionieren.

Ausblick: Ein transformatives Jahr für den Messenger

Mit dem Rollout der Features bis Ende Februar 2026 wird der „Verlauf teilen“-Hinweis beim Hinzufügen von Gruppenmitgliedern zur Normalität. Die Spoiler-Formatierung dürfte im nächsten stabilen Release zum Standard im Textmenü werden.

Die Integration der Status-Updates in die Chatliste deutet auf eine medienzentriertere Zukunft der App hin. Zusammen mit der für Juni angekündigten Benutzernamen-Funktion wird 2026 zu einem Schlüsseljahr für die Plattform. Die Zeit, in der man einer Gruppe beitrat und fragen musste: „Worüber redet ihr eigentlich?“, ist endgültig vorbei.

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