Weiterbildung, Volkswirtschaften

Weiterbildung wird zur Überlebensstrategie für Volkswirtschaften

26.02.2026 - 10:09:51 | boerse-global.de

Deutschland investiert Millionen in Weiterbildung, während die Schweiz Sparpläne erwägt. Experten und Verbände betonen die wachsende Bedeutung des lebenslangen Lernens für den Arbeitsmarkt.

Lebenslanges Lernen ist längst kein Karrieretipp mehr, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Angesichts von Fachkräftemangel und KI-Revolution forcieren Politik und Verbände das Upskilling. Aktuelle Entwicklungen in Deutschland und der Schweiz zeigen die Dringlichkeit.

Baden-Württemberg investiert Millionen in Langzeitarbeitslose

Das Land stellt 4,3 Millionen Euro für die Weiterbildung von Langzeitarbeitslosen bereit. Das Geld kommt vom Europäischen Sozialfonds Plus und der Landesregierung. Ein neues Programm startete am 23. Februar.

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Ziel sind niedrigschwellige und praxisnahe Qualifizierungen. Spezielle Mentoren sollen Teilnehmende individuell begleiten. So will man die Chancen auf einen festen Job deutlich erhöhen.

Sozialminister Manne Lucha betont die wachsende Bedeutung der Weiterbildung. Sie sei entscheidend für die digitale und ökologische Transformation. Experten werten die Investition als wichtiges Signal: Upskilling wird zum zentralen Werkzeug der Arbeitsmarktpolitik.

Steuerberater fordern weniger EU-Bürokratie

Der Deutsche Steuerberaterverband (DStV) drängt auf eine starke europäische Weiterbildungsstrategie. In einer Stellungnahme vom 25. Februar unterstützt der Verband entsprechende EU-Pläne. Der Grund: Der Fachkräftemangel und der rasante Qualifikationsbedarf.

Gleichzeitig kritisiert der DStV die aktuellen Rahmenbedingungen scharf. Bürokratische Hürden behinderten oft dringende Upskilling-Maßnahmen in Unternehmen. Die Forderung ist klar: Nicht nur Geld bereitstellen, sondern auch flexible, unbürokratische Lösungen schaffen.

Schweiz: Massive Sparpläne sorgen für Protest

Während Deutschland investiert, droht in der Schweiz das Gegenteil. Der Bundesrat plant massive Kürzungen im Weiterbildungsbereich. Dagegen wehrt sich der Schweizerische Verband für Weiterbildung (SVEB) vehement.

Der Verband warnt vor verheerenden volkswirtschaftlichen Folgen. Er kündigt an, sich mit allen Mitteln gegen die Sparpläne zu stemmen. Ein aktueller Branchenmonitor zeigt die ohnehin angespannte Lage der Bildungsanbieter.

Viele Institutionen leiden unter hohem Wettbewerbsdruck. Sie müssen ihre Geschäftsmodelle anpassen und setzen zunehmend auf digitale Formate. Nur so können sie wirtschaftlich überleben.

Lamborghini zeigt, wie Weiterbildung funktioniert

Wie modernes Upskilling in der Praxis aussieht, demonstriert derzeit Lamborghini. Der Sportwagenhersteller wurde kürzlich als Top-Arbeitgeber für seine Weiterbildungsstrategie ausgezeichnet.

Das Unternehmen schult seine Belegschaft in digitaler Fertigung, kollaborativer Robotik und KI-Grundlagen. Ein besonderer Fokus liegt auf Prompt Engineering für generative KI. Solche Initiativen zeigen: Führende Konzerne investieren massiv in die Zukunftsfähigkeit ihrer Teams.

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Für Arbeitnehmer bedeutet das klare Konsequenzen. Die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen entscheidet über Arbeitsplatzsicherheit und Karrierechancen. Gefragt sind heute nicht mehr Faktenwissen, sondern Anpassungsfähigkeit und digitale Kompetenz.

Lernen wird persönlicher und alltäglicher

Bildungsexperten sehen klare Trends für die kommenden Jahre. Lernen wird sich stärker in den Arbeitsalltag integrieren. Statt isolierter Seminare setzt sich "Learning in the flow of work" durch. Mitarbeiter greifen dann auf Wissen zu, wenn sie es konkret benötigen.

KI-gestützte Plattformen werden die Weiterbildung zudem stark personalisieren. Sie identifizieren individuelle Wissenslücken und erstellen maßgeschneiderte Lernpfade. Das steigert die Effizienz der Fortbildungen erheblich.

Eines steht fest: Die Halbwertszeit von beruflichem Wissen sinkt weiter. Die Investition in die eigenen Fähigkeiten bleibt die sicherste Strategie für die berufliche Zukunft.

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