Wealthcom, EDX

Wealth.com und EDX Trust revolutionieren digitale Nachlassverwaltung

03.04.2026 - 04:49:21 | boerse-global.de

Neue digitale Plattformen und spezielle Trust-Banken automatisieren den milliardenschweren Vermögenstransfer. KI-Software reduziert den administrativen Aufwand, während gesetzliche Neuerungen den Weg für elektronische Testamente ebnen.

Wealth.com und EDX Trust revolutionieren digitale Nachlassverwaltung - Foto: über boerse-global.de

Die Verwaltung von Erbschaften wird digital: Neue Plattformen und eine spezielle Trust-Bank für Krypto-Vermögen sollen den milliardenschweren Vermögenstransfer automatisieren und beschleunigen. Die Branche reagiert damit auf einen historisch zersplitterten Markt.

Steuerplanung und Vollzug in einem System

Ein zentraler Fortschritt ist die Markteinführung der Wealth.com Tax Planning-Plattform. Sie verbindet erstmals Steuerstrategie und rechtliche Umsetzung in einem durchgängigen Workflow. Finanzberater können damit Steuermodelle erstellen und sofort deren Auswirkung auf Trust-Strukturen oder Schenkungsfähigkeit sehen.

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„Die Disziplinen Steuer- und Nachlassplanung waren traditionell getrennt“, erklärt ein Branchenanalyst. „Diese Plattform schließt die Lücke.“ Die Integration in bestehende Ökosysteme stellt sicher, dass die rechtliche Absicht direkt in die Ausführung übergeht. Zudem synchronisiert die Software Vermögenswerte in Echtzeit mit Partnern wie Goldman Sachs, was den manuellen Aufwand für die Bestandsaufnahme drastisch reduziert.

Künstliche Intelligenz entlastet Testamentsvollstrecker

Die Digitalisierung wird auch bei der Abwicklung konkreter Nachlässe vorangetrieben. Die Software EstateExec gewann kürzlich einen KI-Exzellenz-Preis in der Kategorie „Augmented Intelligence“. Sie unterstützt menschliche Testamentsvollstrecker, indem sie Transaktionen automatisch von Banken herunterlädt und Kategorien wie Beerdigungskosten oder Schuldentilgung zuweist.

Das Ziel: Den typischen administrativen Aufwand von 400 bis 500 Stunden spürbar verringern. Die KI gibt zudem Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die auf die Rechtsvorschriften der einzelnen US-Bundesstaaten und Kanadas zugeschnitten sind. So sollen Fehler vermieden werden, die vor allem unerfahrenen Vollstreckern unterlaufen.

Regulierte Banklösung für Krypto-Erben

Da digitale Vermögenswerte zum Standardportfolio gehören, wächst der Bedarf an sicheren Erblösungen. Der Digital-Asset-Technologieanbieter EDX Markets beantragte daher die Zulassung für eine nationale Trust-Bank, die EDX Trust.

Diese soll spezielle Verwahr- und Abrechnungsdienste für Kryptowerte anbieten. Hintergrund ist ein massives Problem: Schätzungsweise 20 bis 40 Milliarden US-Dollar in Bitcoin sind derzeit unzugänglich, weil die Besitzer keine Nachfolgeregelung trafen. Das Trust-Modell trennt – wie im traditionellen Finanzwesen – Brokerage und Verwahrung. Das gibt Testamentsvollstreckern eine regulierte Instanz an die Hand, um Kryptowährungen sicher an die Begünstigten zu übertragen.

Gesetze ebnen den Weg für digitale Testamente

Der private Fortschritt wird durch gesetzliche Neuerungen untermauert. In North Carolina etwa sind seit Jahresbeginn elektronisch gespeicherte Testamente zugelassen, sofern ein beglaubigtes Anwaltszeugnis vorliegt. Das beendet die Ära des zwingend „pen-to-paper“-Originals.

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Auf Bundesebene schreibt eine Exekutivanordnung vor, dass alle Steuerzahlungen an den IRS nur noch digital abgewickelt werden dürfen. Das gilt auch für Nachlass- und Schenkungsteuern. Diese Modernisierung soll Betrug reduzieren und die Effizienz steigern, erfordert von den Vollstreckern aber eine frühe digitale Registrierung.

Vom Papierberg zur automatisierten Abwicklung

Die Branche verändert sich grundlegend. Plattformen wie Sunset bieten heute eine landesweite Vermögensermittlung an, die Konten und Versicherungen binnen eines Tages aufspürt – ohne die Institute vorab zu benachrichtigen. Sie generieren zudem gerichtsspezifische Dokumente für über 3.000 Bezirke.

Experten sehen die Rolle des Nachlassanwalts im Wandel: Vom Manager des Papierkrams zum Spezialisten für Streitfälle und komplexe Assets. Bis zu 98 Prozent der Nachlässe könnten künftig primär automatisiert abgewickelt werden, was die Kosten stark senken würde. Legal-Tech-Startups wie Legata zielen bereits mit KI-gestützten Abo-Modellen auf die Mittelschicht ab.

Die nächste Grenze sind „Agentic AI“-Systeme, die Aufgaben wie die Benachrichtigung von Gläubigern ohne menschliches Zutun übernehmen. Zudem dürften „Social Recovery Wallets“ und automatische Auslösemechanismen in Smart Contracts an Bedeutung gewinnen. Die Ära des monatelangen Papier-Prozesses scheint endgültig vorbei zu sein.

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