Wayve sammelt 1,2 Milliarden Euro für KI-Autonomie
25.02.2026 - 07:01:22 | boerse-global.deDas britische KI-Startup Wayve hat eine der größten Finanzierungsrunden der europäischen Tech-Branche abgeschlossen. Mit 1,2 Milliarden Euro will das Unternehmen seinen KI-gesteuerten Ansatz für selbstfahrende Autos zur Marktreife bringen.
Die Serie-D-Runde wurde von Investoren wie Eclipse, Balderton und SoftBank Vision Fund 2 angeführt. Schwergewichte wie Microsoft und NVIDIA beteiligten sich ebenfalls. Die Bewertung des Unternehmens aus London steigt damit auf rund 8,6 Milliarden Euro.
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Besonders bemerkenswert ist die Beteiligung großer Automobilkonzerne. Mercedes-Benz, Nissan, Stellantis und Uber gehören zu den neuen Investoren. Sie signalisieren damit großes Vertrauen in Wayves Technologie. Die Gesamtsumme könnte durch erfolgsabhängige Zusatzinvestitionen von Uber sogar auf 1,5 Milliarden Euro steigen.
Revolutionärer Ansatz: KI lernt wie ein Mensch
Wayve setzt auf einen radikal anderen Weg zur Fahrzeugautonomie. Statt auf starre, regelbasierte Systeme mit teurer Sensorik vertraut das 2017 gegründete Unternehmen auf ein lernendes KI-Modell. Dieses „embodied AI“ lernt das Fahren aus Daten – ähnlich wie ein Mensch.
Der Vorteil: Das System kommt ohne detaillierte HD-Karten für jede Stadt aus. Es kann sich neuen Umgebungen anpassen. Wayve hat seine Technologie bereits in über 500 Städten in Europa, Nordamerika und Japan getestet – ohne sie jeweils spezifisch anpassen zu müssen.
Für Automobilhersteller soll die Lösung ein „Plug-and-Play“-System werden. Es lässt sich in verschiedene Fahrzeugplattformen mit unterschiedlichen Sensoren integrieren. Diese Flexibilität ist ein Hauptargument für die Partner.
Strategische Allianzen für den Markteintritt
Die Investorenliste zeigt Wayves Strategie: Ein breites Ökosystem aus Partnern aufbauen. NVIDIA liefert mit seiner Drive AGX Thor-Plattform die Hardware-Basis. Microsoft stellt die immense Cloud-Rechenleistung für das Training der KI-Modelle bereit.
Die Beteiligung von Mercedes-Benz, Stellantis und Nissan ist die eigentliche Industrie-Bestätigung. Nissan plant bereits, Wayves Technologie ab dem Geschäftsjahr 2027 für Fahrerassistenzsysteme zu testen. Auch mit Mercedes und Stellantis arbeitet Wayve an Anwendungen für Privatfahrzeuge und Robotaxis.
Die Partnerschaft mit Uber bringt die Technologie direkt zum Kunden. Noch in diesem Jahr sollen kommerzielle Robotaxi-Tests in London starten. Uber wird die Flotten betreiben und sein riesiges Fahrdienst-Netzwerk als Vertriebsplattform nutzen. Die Kooperation soll auf über zehn globale Märkte ausgeweitet werden.
Konsolidierung in einer schwierigen Branche
Die Mega-Finanzierung kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Die Branche der autonomen Fahrzeuge durchlebt eine Phase der Ernüchterung und Konsolidierung. Viele ambitionierte Projekte großer Autokonzerne wurden zurückgefahren.
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Investoren konzentrieren sich nun auf Unternehmen mit skalierbaren und kapitaleffizienten Geschäftsmodellen. Wayve positioniert sich mit dieser Finanzierung in der Spitzengruppe der gut kapitalisierten AV-Entwickler – neben Konkurrenten wie Alphabets Waymo.
Der Kapitalpolster ist entscheidend, um das Vertrauen der Autoindustrie zu gewinnen. Diese plant in langen Produktzyklen. Wayve-CEO Alex Kendall betont, dass das Unternehmen nun über die Mittel verfügt, Produkte nicht nur zu launchen, sondern über Jahrzehnte zu unterstützen.
Doppelstrategie: Robotaxis und Privatfahrzeuge
Mit dem frischen Kapital verfolgt Wayve eine Doppelstrategie. Der Fokus liegt zunächst auf dem Start der Robotaxi-Dienste mit Uber in London 2026. Dies dient als praktischer Test für die vollautonomen Fähigkeiten der Stufe 4.
Parallel zielt das Unternehmen auf den Massenmarkt für Privatfahrzeuge ab. Ab 2027 sollen zunächst überwachte Autonomie-Funktionen der Stufe 2+ in Serienfahrzeuge einziehen. Dieser zweigleisige Ansatz soll Einnahmen generieren und wertvolle Daten liefern – eine Feedback-Schleife für die kontinuierliche Verbesserung der KI.
Der erfolgreiche Kapitalzug festigt Londons Ruf als KI-Standort und etabliert Wayve als globalen Mitstreiter im Rennen um die Zukunft der Mobilität. Sein hardware-unabhängiger, KI-getriebener Ansatz könnte den Weg weisen, wie sich autonome Technologie sicher und effizient weltweit verbreiten lässt.
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