Waymo, DoorDash

Waymo und DoorDash: Gig-Worker schließen Türen für Roboter-Taxis

13.02.2026 - 21:13:12

In Atlanta schließen DoorDash-Fahrer Türen von gestrandeten Waymo-Robotaxis für eine Zusatzvergütung. Das Pilotprojekt zeigt praktische Grenzen der Fahrzeugautomatisierung.

Autonome Fahrzeuge stecken fest, wenn Passagiere die Tür offen lassen. Die Lösung kommt jetzt von Essenslieferanten. Ein Pilotprojekt in Atlanta setzt DoorDash-Fahrer ein, um diese Lücke im milliardenschweren Automatisierungsprozess zu schließen.

Menschliche Lückenfüller für technische Schwachstellen

Die Fahrzeuge des Google-Schwesterunternehmens Waymo, oft umgebaute Jaguar I-PACE, haben ein überraschend banales Problem: Sie können nicht weiterfahren, wenn ein Passagier die Tür nicht richtig schließt. Ohne menschlichen Eingriff bleibt das High-Tech-Gefährt bewegungsunfähig. Statt teure eigene Teams loszuschicken, nutzt Waymo nun das Heer an flexiblen DoorDash-Kurieren, um die Türen zu schließen.

Das Programm zeigt die Grenzen der aktuellen Automatisierungswelle. Selbst milliardenschwere Technologie stößt an praktische Hürden, die nur menschliche Intervention lösen kann. „Es ist ein kreativer, wenn auch unkonventioneller Workaround“, sagt ein Branchenbeobachter. Die Kooperation markiert eine Übergangsphase, in der Roboter auf menschliche Helfer angewiesen sind.

Der neue Mini-Job: Tür zu, Geld einstreichen

Für DoorDash-Fahrer in Atlanta taucht im App-Feed plötzlich ein ungewöhnlicher Auftrag auf: „Roboter-Taxi-Assistenz“. Es geht nicht um Pizza oder Pakete, sondern darum, zu einem gestrandeten Waymo-Auto zu fahren und die Tür zu schließen. Die Vergütung: Laut einem Social-Media-Post eines Fahrers rund 11,25 US-Dollar pro Einsatz.

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Für Plattformbetreiber und Auftraggeber ist jetzt wichtig, wie solche Mikro‑Jobs rechtlich geregelt sind. Ein kostenloses E‑Book erklärt, welche Klauseln in Arbeitsverträgen und Nebenvereinbarungen bei Kurzaufträgen und Minijobs unabdingbar sind – damit Sie Bußgelder und Nachzahlungen vermeiden. Gerade bei flexiblen Einsätzen lauern oft Formfehler, die später teuer werden können. Gratis‑Report: Arbeitsvertrag mit Muster‑Formulierungen sichern

Die Unternehmen bezeichnen die Bezahlung als „wettbewerbsfähig und fair“. Für die Kuriere wird es zu einer flexiblen Zusatzeinnahme zwischen den Lieferaufträgen. Diese Art von Mikro-Job illustriert, wie sich Plattformarbeit ständig neuen Märkten anpasst. Die eigentliche Frage ist: Wie nachhaltig ist ein Geschäftsmodell, das auf menschlichen Lückenfüllern für teure Roboter basiert?

Ein vorübergehender Fix mit System

Waymo betont, dass diese Lösung temporär ist. Künftige Fahrzeug-Generationen sollen über automatische Türschließ-Mechanismen verfügen, die den menschlichen Helfer überflüssig machen. Diese Entwicklung ist bereits im Gange: Das neue sechste Generation Driver-System des Unternehmens hat verbesserte Sensoren für schwieriges Wetter und soll effizienter in Serie gehen.

Der Pilot in Atlanta ist dabei klar zu trennen von einer anderen Kooperation in Phoenix. Dort liefern Waymo-Fahrzeuge aktiv Essen und Lebensmittel für DoorDash aus. In Atlanta geht es rein um die Wartung der autonomen Flotte – ein neuer Ansatz in der Symbiose von Robotik und Gig-Economy.

Die Branche beobachtet das Experiment aufmerksam. Es demonstriert, wie traditionelle Aufgaben eines Fahrers in Einzelschritte zerlegt werden, die eine dezentrale Arbeitskraft übernehmen kann. Langfristig wird sich zeigen, ob solche menschlichen Patches die Kostenstruktur autonomer Flotten in die Höhe treiben – oder ob sie nur eine kurze Episode auf dem Weg zur vollständigen Selbstständigkeit sind.

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